Genau. Wir haben uns gemeinsam mit den Registermodernisierungskoordinatoren
der Länder und des Bundes mal ganz genau angeguckt, was eigentlich notwendig
ist, um die Infrastruktur in die Fläche zu bringen. Und wir sind jetzt erstmal
im Fokus auf die Register.
Und zwar mit dem Fokus auf die föderalen Register. Wir können das so grob differenzieren.
Wir haben Register, die gibt es einmal in Deutschland. Das zentrale Fahrzeugregister im KBA.
Das gibt es einmal, da brauche ich kein Flächenrollout-Konzept,
das binde ich einmal an und damit ist gut.
Das heißt, alle fachlichen, rechtlichen, technischen, organisatorischen Fragestellungen
der Anbindung an das Not, IDA und DSC, macht man einmal, brauche ich kein Flächenroller-Konzept.
Ein Glück aus verfassungsrechtlicher Perspektive, leider aus Komplexitätsperspektive,
haben wir aber auch ganz viele Register, die in kommunaler Verantwortung sind oder bei den Ländern.
Oder noch schlimmer, in manchen Ländern in kommunaler Verantwortung,
in anderen Ländern in Landesverantwortung. Das ist tatsächlich die Realität,
die sich in der Registermodernisierung stellt.
Und für diese Register haben wir die Thematik, dass wir...
Die gleichen Registertypen oder die gleiche Art von Register in unterschiedlichen Instanzen haben.
Und wir haben gewisse Rahmenbedingungen aus einer Datengovernance-Perspektive
im Nutz zu erfüllen, beispielsweise,
dass innerhalb eines Registertyps immer die gleichen Nachweisdaten geliefert
werden könnten, weil sonst würde das Gesamtsystem uns komplett um die Ohren
fliegen, wenn ein Melderegister in Kommune A andere Nachweisdaten semantisch
und syntaktisch liefert als in Kommune B. Das würde einfach nicht funktionieren.
Und das führt dazu, dass diese Register eigentlich alle relativ vergleichbare
Aufgaben haben innerhalb eines Typs.
Und dann kommt noch ein Umstand dazu, das ist noch ganz wichtig zu wissen.
In den Ländern oder in den Kommunen sind die Register im Kern Fachverfahren.
Das heißt, dieses Bild, ein Register ist so eine Datenbank im Keller,
auf die ich nur gesichert Zugriff habe,
die ist nicht so wirklich realistisch, denn im Kern sind Register im kommunalen
und im föderalen Bereich Fachverfahren.
Und das hat zur Folge, dass die
von Softwareherstellern, also Fachverfahrensherstellern, geliefert werden.
Und die sind unterschiedlich teilweise. Im Kern oder so im Groben kann man sagen,
pro Registertyp haben wir drei bis fünf Fachverfahrenshersteller oder Fachverfahren im Einsatz.
Insgesamt haben wir 16 bis 17 kommunale Register im ID-Nummerngesetz-Anhalt.
Also die müssen sich an das Not anbinden, gemäß Notstaatsbetrag.
Wir haben darüber hinaus noch so ein paar Register, die werden sich freiwillig anbinden.
Wir gehen mal so davon aus, es sind 50 Produkte, technische Produkte,
die sich anbinden müssen.
Und unser Ziel war, dass Anbindungsaufwände nur einmal in Deutschland passieren,
sowohl rechtlich, technisch als auch fachlich.
Und dementsprechend ist ein Flächenrollout-Konzept entstanden.
In einem sogenannten initialen Anschlussvorhaben werden die rechtlichen,
fachlichen Rahmenbedingungen durch die Fachlichkeit, also begleitet von der
Fachlichkeit. Da gehen wir auf die Strukturen der Fachministerkonferenzen.
Dort werden viele Fragen geklärt, wie welche Nachweise dürfen eigentlich geliefert
werden? Wie sehen die semantisch und syntaktisch aus?
Damit hat keine Kommune was zu tun. Das muss auf fachlicher Ebene,
auf Ministeriumsebene passieren.
Dann haben wir auch in diesem initialen Anschlussvorhaben die technische Anbindung
des ersten Fachverfahrenstyps in der Pilotkommune.
Das passiert jetzt gerade schon in den Ländern, die wurden verteilt.
Damit ist der erste Fachverfahrenshersteller angebunden oder der erste Fachverfahrenstyp
und die rechtlichen und fachlichen Fragestellungen sind geklärt,
werden bei uns auf einer Wissensmanagement-Datenbank hinterlegt.
Die Fachlichkeit hat gewisse Konfigurationselemente schon im Notz hinterlegt,
die einmal nur für einen Registertyp hinterlegt werden müssen.
Und dann kann Fachverfahrenshersteller 2, 3, 4, 5 die reine technische Ertüchtigung machen.
Und das Ziel ist, dass wenn einmal der Fachverfahrenstyp ertüchtigt wurde,
dass dann die jeweiligen Instanzen, die über das Land verteilt sind,
per Update modernisiert werden.
Und das ist etwas, was wir vorhaben, deswegen dieses Flächenrollout-Konzept.
Das verhindert eben, dass Kommune A den einen Fachverfahren,
also das gleiche Fachverfahren, beauftragt, anbindet, im schlimmsten Fall zu
unterschiedlichen Ergebnissen kommt. Das wollen wir nämlich verhindern.
Das ist auch eine Lektion aus dem OZG EFA.
Und dann, dass wir einen möglichst effizienten Prozess haben,
einen möglichst kostengünstigen Prozess haben, der auch dazu führen kann,
und das ist fast unweigerlich so,
dass die notwendigen Modernisierungen, die wir ja wollen, das heißt ja Bewusstregister,
Modernisierung, und modernisieren wollen wir vor allem die Datenbestände, also die Register,
dass die auch koordiniert passieren kann.
Und dass eben nicht die kleinste Kommune sich um solche Dinge kümmern muss,
wie große Fachverfahrensherstellerbeauftragung in Verhandlungen gehen muss,
sondern dass das einmal koordiniert und strukturiert passiert.
Und der aktuelle Stand ist, dass die Register verteilt sind.
Es sind auch auf der Homepage, notscraft.de, es sind die alle aufgeführt.
Und dort können sich Kommunen kontinuierlich informieren, ist dieser Registertyp
jetzt schon modernisiert, ist mein Fachverfahrenshersteller schon angebunden
und sich dann informieren können.
Das ist eine gewisse Komplexität, aber da muss jeder mal für sich suchen.