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Bild zur Folge „Monatsschau 06/26“

Folge 268

Monatsschau 06/26

Dauer: 1 Std. 14 Min.

Bei brütender Hitze schmelzen wir vor den Mikrofonen aber es hilft ja nichts. Wir fassen tapfer und unterhaltsam die Branchenereignisse des letzten Monats zusammen und diskutieren das eine oder andere Thema ausführlich.

Kommentare  unter: https://egovernment-podcast.com/egov268-monatsschau-06-26/

oder beim Amtsfunk https://amtsfunk.communex.app/group/12116

Monatsrückschau

Torsten

microsoft/azurelinux: General purpose Linux OS for Azure
30 JAHRE ELSTER – ERFOLGREICHSTES E-GOVERNMENT-VERFAHREN MIT ÜBER 25 MILLIONEN NUTZERN
Is AI Profitable Yet?

Andreas

BSI Dokument – Auswirkungen auf die Cybersicherheit von Organisationen durch die Entwicklung im Bereich künstlicher Intelligenz
Der souveräne Basisarbeitsplatz
Bund in der Abhängigkeitsfalle | Microsoft vs. Open Source Nutzung
München erprobte KI für schnellere Verwaltungsverfahren, erste Ergebniss sind da

Malte

Neuer Podcast für die Digitalisierung im Gesundheitswesen bei Heise

Bundesbank: Erstmals mehr als die Hälfte aller Bezahlvorgänge bargeldlos
Der Ausschuss für Wirtschaft und Währung (ECON) des EU-Parlaments hat am Dienstag seine Position zum digitalen Euro beschlossen
Bayern: Steuerprüfungen bei Influencern bringen Hunderttausende Euro
Deutschland-Stack

Peter

Wann ist eine Stadt groß?

Darf ein Digitalminister für seine Reden und Artikel KI benutzen? – Nein – doch – ohhh!

Links die es nicht in die Sendung geschafft haben aber trotzdem Beachtung verdienen

Digitalisierung allgemein

Funkloch? Ministerium ruft zum Mobilfunk-Messen auf

Bundesregierung gründet KI-Sicherheitsinstitut
Bundestag beschließt KI-Gesetz: Bundesnetzagentur wird zentrale Aufsicht
Verwaltungsdigitalisierung: Schlechter wäre nur das Fax
Postkarten aus aller Welt
Missing Link: Warum Deutschlands Behörden bei der Digitalisierung stagnieren
Zählen was zählt: Warum wir uns die Digitalrendite anschauen sollten
Effekte von Smart Cities auf die Wirtschaft
Informationsfreiheit: Mehrheit verlangt mehr Transparenz von Behörden
Bevölkerung wird ungeduldig bei Digitalisierung
Wie Papst Leo gegen die Verzweckung des Menschen argumentiert
Digitalminister wirbt nach Papst-Enzyklika für deutsche KI

Digitale Souveränität

Bund in der Abhängigkeitsfalle: Kostenexplosion bei Microsoft-Lizenzen

Das Gros aller Behördenmails läuft über Nicht-EU-Anbieter

EU-Abgeordnete stimmen für Digitalen Euro
Digitale Souveränität ist eine Entscheidung
Unternehmen wünschen sich deutsche Hyperscaler und buchen US-Cloud
Deutschland und Frankreich präsentieren gemeinsame Definition von digitaler Souveränität
LibreOffice: Erste technische Details zum großen Umbau
LibreOffice kritisiert Euro-Office: Souveränitätsanspruch ohne offene Formate
Euro-Office 1.0: 80.000 Downloads für neue Open-Source-Bürosuite
Europäische Open-Source-Alternative “Euro-Office” erntet Kritik
SPARK Workflow – Entwicklung einer innovativen KI-Lösung
Digitale Verwaltung: Bund stellt KI-Software für schnellere Genehmigungs- und Antragsverfahren bereit
Europäische KI-Sprachmodelle für digitale Souveränität
Digitale Souveränität muss nicht zu Lasten der Innovationsfähigkeit gehen
  • https://www.cio.de/article/4124450/digitale-souveraenitat-muss-nicht-zu-lasten-der-innovationsfahigkeit-gehen.html
Digitale Souveränität: Vier Hersteller gründen europäische Router-Allianz
Digitale Souveränität: Europas Masterplan für KI und digitale Infrastrukturen
Digitale Souveränität: Wer unsere Infrastruktur kontrolliert, kontrolliert unsere Zukunft
Kann man das nachnutzen? Eine Untersuchung.
Digitale Souveränität in der EU: Workflow für sicherheitskritische Chips
Bayerisches Digitalministerium will souveränen Arbeitsplatz konzipieren
Kommentar: Warum Microsoft jetzt auf Open Source setzt
Offene Innovationen Schleswig-Holstein
Jagd auf Regierungsgegner: US-Justiz will Daten von Reddit- und X-Nutzer
Kritik an BSI-Rahmen: Scheinsouveränität für die europäische Cloud?
Cloud-Markt: EU bricht US-Dominanz mit neuem Gesetzespaket auf
Digitale Souveränität: Bekannte Risiken
Technologiesouveränität: EU beschließt 120-Milliarden-Paket am 3. Juni
EU-Paket für digitale Souveränität: „Gefahr einer technologischen Entkopplung“
Digitale Unabhängigkeit: EU plant harten Zugriff auf staatliche IT-Strukturen
Im EU Parlament Google wird als Standard Suchmaschine durch Qwant ersetzt

Cyber / Sicherheit

Nach Stillstand: Bahn nennt Techniktausch als Ursache

PTC Windchill: BSI ruft Admins nachts wegen kritischer Sicherheitslücke an

Wie Kommunen ihre digitale Resilienz stärken
Kabel beschädigt: Gerichte in Niedersachsen einen Tag lahmgelegt
Codeausführung möglich: kritische Lücke in Windows Server wird aktiv ausgenutzt
CH – Bundesamt macht Vorschläge zu M365-Absicherung
Unbekannte senden falsche Katastrophenwarnung an Handys in Brasilien

OZG / EfA / Roll-outs

Digitalisierung der Verwaltung: Bund gibt Tempo vor, Länder müssen aufholen

Deutschland-Stack: Länder sagen Nutzung und Roll-out zu
Deutschland-Stack: Bund und Länder feiern Durchbruch bei der Verbindlichkeit
„Schneller Gründen“: Pilotierung startet
NOOTS-Pilotprojekte zur Förderung ausgewählt

Unterstützer:innendank

Claudia, Florian, Michael, Niels, Kalli, Heinz, Jonas, Don und Matthäus

Termine

Juli 2026 – https://egovernment-podcast.com/events/monat/2026-07/

Stadt.Land.Tech Smart Country Convention 2026 - SCCON26

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Das Intro enthält einen Sound von: https://freesound.org/people/ehohnke/ unter der Lizenz CC0.

Transkript anzeigen

Ja, hallo und herzlich willkommen beim E-Garman-Podcast. Ich bin Thorsten Frenzel und heute ist wieder Monatsshow, Monatsshow Juni 2026. Und ich habe heute in meinem virtuellen Studio nur Jungs. Also irgendwie, die Damen haben uns verlassen, beziehungsweise vielleicht habe ich die auch verschreckt. Irgendwie hat sich keine gemeldet, aber nichtsdestoweniger habe ich echt gute, Podcast-Partner hier. Hallo Andreas, hallo Peter, hallo Malte. Schön, dass ihr dabei seid.
Hallo Torsten, hallo in die Runde.
Hallo zusammen. Ich habe heute mal ein starkes Gewicht in Richtung Bayern gelegt, also Beschwerden über eventuelle dialektische Schwierigkeiten, Verständnisschwierigkeiten, bitte an Andreas und an Peter richten. Ich versuche hier halbwegs Hochdeutsch zu sprechen.
Ja, und ich habe diesem Ungleichgewicht, man könnte ja sagen, 3 gegen 1 auch energisch widersprochen, denn mit Andreas habe ich hier mal wieder einen aus dem Betrieb. Endlich. Das heißt, das ist eher 2 gegen 2.
Genau, zwei Theoretiker und zwei Praktiker, zwei, wie heißt das, Kabelzieher oder Blechtrommler oder irgendwie, was gibt es da so zu. Ja, aber schön, dass ihr da seid und man merkt, die Hitze macht uns allen zu schaffen. Alle sind irgendwie ein bisschen Dulli-Dulli im Kopf. Aber ja, wir wollen jetzt eine seriöse Sendung starten und zwar darf ich anfangen. Und weil es hat sich wieder keiner getraut, sich vor mich zu setzen in der Liste, deswegen fange ich an. Und ich komme gerade zurück von einer, ja ich nenne es jetzt mal despektierlich Partywoche. Ich bin dienstlich in Berlin gewesen beim Bitkom Sommerfest. Wirklich gut, also tolle Leute getroffen, super Gespräche geführt und super Ideen wieder mitgebracht, die wir tatsächlich bei der Baikommode noch umsetzen werden. Ich war beim D21 Sommerfest. Das war auch klasse. Das ist immer auf dem RBB Hochhaus in Berlin. Und da trifft sich tatsächlich, trifft man, also ich habe natürlich wieder Leute getroffen aus Bayern. Die Münchner waren da. Da haben wir schon gescherzt, also wir fahren nach Berlin, um uns zu treffen. Aber das war wieder gut. Wirklich gute Leute und. Ich hatte meinen Chef diesmal dabei und der war leicht irritiert, dass mich so viele Leute kannten und so viele Leute auch angesprochen haben auf den E-Go-Man-Podcast. Und was ihn noch mehr interessiert hat, dass es tatsächlich Frauen gab, die mich umarmt haben. Und da war er etwas verstört. Aber ihr da draußen in der Community, ihr kennt das, ihr kennt mich. Und ich finde das gut und ich freue mich auch, wenn ich meinen Chef manchmal so ein bisschen teasen kann. Also das ist großartig. Ja und diese Woche, ich hätte eigentlich die ganze Woche in Berlin bleiben können, da ist noch das Vitaco-Sommerfest, ist heute Abend, dann war auch das Sommerfest des Cyber-Innovation-Hubs der Bundeswehr. Da war ich auch eingeladen und was heute in München, Quatsch, nicht in München, sondern in Nürnberg, in Bayern haben wir heute den Bayerischen Digitalgipfel, wo auch der Minister wieder, also quasi der Digitalgipfel des Digitalministers des Bayerischen, und es gibt noch unendlich mehr. Ich habe Leute getroffen, die in Berlin ansässig sind und die haben gesagt, eigentlich braucht man, wenn man in Berlin wohnt, keine Kühlschränke mehr, weil man kann zum parlamentarischen Frühstück gehen, dann gibt es irgendwelche Business Lunche und dann gibt es Abendveranstaltungen. Also man kann sich quasi durch die politische Landschaft so durchfuttern und wahnsinnig viel Geld sparen, aber es ist natürlich auch wahnsinnig anstrengend, weil man da immer wieder viel reden muss. Und ich kann da aus Erfahrung sprechen, nach dem ersten Tag war meine Stimme weg, also ich konnte abends nichts mehr sagen und musste erst mal am zweiten Tag. Gelo Revoice heißt das Wundermittel für jeden, der viel spricht. Und da muss ich erst einmal meine Stimme wieder schonen. Aber das war toll, war schön, da oben zu sein. Und morgen geht es für mich weiter. Also wenn ihr das hört, war ich gerade da. Morgen ist Digitaltag in ganz Deutschland. Die Stadt München hat mehrere große Veranstaltungen. Ich bin aber in Nürnberg, bei der IHK. Die hat mich eingeladen. Doch Peter, du musst nicht den Kopf schütteln. Ich habe Münchner Kollegen von dir getroffen, Ex-Kollegen getroffen, die gesagt haben, dass am Digitaltag in München viel los ist.
Aber nur für intern, also nur für Leute der Stadtverwaltung, nicht für Bürgerinnen und Bürger.
Oh, da habe ich ja Glück, ich wäre eingeladen gewesen. Also ich zähle quasi dazu. Ja, also Digitaltag ist ein bundesweiter Aktionstag, wo viele ihre digitalen Vorhaben vorstellen. Es geht nicht nur um Verwaltungsdigitalisierung, es geht auch um viele andere digitalen Möglichkeiten. Andreas, macht ihr irgendwas bei euch im Landkreis?
Nö, bei uns ist nichts.
Wahrscheinlich zu wenig Interesse auch von den Bürgern, oder?
Ja, und vielleicht auch zu heiß.
Ihr seid am See. Achso, bitte. Ihr könntet Aktionen fahren. Ihr seid am See. Ich weiß nicht, was man da bedenken muss.
Auch dort ist es warm.
Aber nicht im See.
Im See dann doch nicht mehr. Also er kocht noch nicht. Nein, bei uns ist nichts geplant.
Okay, aber ansonsten, ich glaube auch in den wenigsten Landkreisen wird hier was geplant sein, in den großen Städten, also Nürnberg, München, Augsburg, weiß ich gar nicht, ich habe da was geplant, aber mit Sicherheit gibt es da irgendwelche Veranstaltungen. Genau, und so viel zu meiner Partywoche, wie ich sie so nett nenne. Hoffentlich hört das niemand, weil wir haben wirklich seriös gearbeitet. Also wir haben uns nicht nur verköstigen lassen, sondern wir haben auch wirklich seriös gearbeitet auf diesen Veranstaltungen. Veranstaltung. Manchmal muss Arbeiten auch angenehm sein. Und weil ich so gerade so schön im Reden bin, ich habe sehr, sehr viel auch über digitale Souveränität tatsächlich diskutiert, habe auch ein paar Hersteller getroffen, die sich mit digitaler Souveränität beschäftigen und hierzu auch Produkte anbieten. Andreas und ich, wir hatten kurz vorher ein kleines Fachgespräch, bevor die anderen beiden reinkamen und da gibt es inzwischen sehr, sehr viele gute Sachen. Ein paar Sachen werden wir jetzt dann bei uns auch mal pilotieren und anschauen und umsetzen. Und weil es natürlich eine der großen Firmen gibt, von der eigentlich alle unabhängig werden wollen, haben die sich gedacht, also Microsoft, machen wir da auch mal was. Und die haben jetzt eine eigene Linux-Distribution auf Azure. Das ist das General Purpose Linux OS for Azure, haben die sich ausgedacht. Also es gibt ja Gerüchte, dass Microsoft schon seit vielen, vielen Jahren eine der größten Linux-Entwicklungsabteilungen der Welt hat. Und das zeigt sich jetzt hier, gut, dass natürlich haben die eine der größten Linux-Entwicklungsabteilungen, weil deren Azure Stack natürlich ganz viel Linux beinhaltet. Und die haben jetzt auch eine Linux- Distribution, die kann man auch nutzen, die basiert auf Fedora Linux. Und ich verlinke euch auf jeden Fall, den GitHub-Account beziehungsweise das GitHub-Repository von dem Azure Linux. Also wer auf Linux wechseln will und nicht von Microsoft wegkommen will oder sich trotzdem noch an Microsoft hängen möchte, da kann sich das auch mal anschauen. Also auch schon ja, Andreas?
Entschuldigung, also auch schon zur Verwaltung erkenne ich es in Azure drin, dass Linux da war, da gab es dann quasi oder gibt es schon seit langer Zeit die Bash dazu, äquivalent quasi zur PowerShell, wo wir dementsprechend auch mit administrieren könnten. Also das ist auch schon länger vorhanden, auch schon auf Windows 11 Client. Das macht auch schon Spaß, das muss ich schon zugeben.
Ja, das ist hier die Version 4, also das ist wahrscheinlich schon, Walter, was sagst du? Du hast es dir wahrscheinlich noch nie angeguckt, oder?
Naja, also dass Microsoft ein ziemlich großer Entwickler ist, also mit hohem Engagement im Linux-Körnel direkt mitentwickelt, das ist tatsächlich nichts so Neues. Und zwar haben sie ja eine eigene Virtualisierungsumgebung, Hyper-V. Also das ist, VMware wird sicherlich einigen hier im Begriff sein, hoffentlich. Da hat Microsoft ein Konkurrenzprodukt und wenn ich da so eine Virtualisierungsumgebung habe und ich möchte darin ein Betriebssystem starten, dann braucht dieses Betriebssystem Treiber. Und da hat Microsoft für Linux umfangreich Treiber entwickelt und das ist ein erkläglicher Teil Code irgendwann gewesen. Und dadurch waren sie, ich weiß nicht, ob es immer noch so ist, ein sehr großer Entwickler eine Weile lang. Und dann gibt es in Windows, also im Desktop-Windows auch schon eine Weile ein Windows-Subsystem vor Linux. Das heißt also so ein Linux, was man in Windows startet, um praktisch dann in seinem Windows auch Linux-Programme ausführen zu können. Also die Verbindung gibt es schon länger und ja, es ist immer noch überraschend für die Älteren unter uns, die noch die Halloween-Dokumente kennen. Microsoft hat nämlich mal so vor ein bisschen mehr als 20 Jahren eine ganze Reihe von Strategiepapieren geschrieben und die dann erstmal nicht veröffentlicht. Die waren vertraulich, bis sie irgendwann doch an die Öffentlichkeit kamen. Und zwar, wie man jetzt gegen Open Source und Linux vorgeht. Und das war für die mal ein richtiges Feindbild.
Ja genau, dieses Linux-Sub-System meinte ich. Also das ist sehr, sehr angenehm, wunderbar mit integriert, recht einfach schnell installiert, sofort betriebsbereit, man hat alle Funktionen, die man braucht, kann auswählen, ob man Ubuntu zum Beispiel nimmt. Also es ist echt top, nutze ich gerne.
Und weißt du eigentlich, Andreas, wie das ist mit KVM-Treibern? Weil das hatte mich tatsächlich ein bisschen genervt, wenn ich Windows in KVM-Virtualmaschinen, da gibt es ja unterschiedliche Virtualisierer, die auf die KVM-Technologie aufsetzen, dann gibt es verschiedene Treiber, zum Beispiel für dieses para-virtualisierte Netzwerk, para-virtualisierte Storage. Und da war es aber trotzdem so, dass ich dann nochmal eine CD einbinden muss, um die Treiber zu installieren. Und da könnte eigentlich Microsoft die durchaus mitliefern. Das fand ich mal ziemlich nervig. Also es ist tatsächlich jetzt noch nicht so, dass diese vorgespielte Liebesbeziehung, wie ich es fast nennen würde, so wirklich deutlich ist. Weil, wie gesagt, wenn ich auf meinem Linux-Desktop Windows installieren möchte, dann habe ich da immer noch diese Hürden.
Also mit KVM selber habe ich nichts gemacht. Deswegen kann ich dir jetzt nicht sagen, ob die Treiber dann schon mit drin sind oder ob da was geplant ist. Das meinst du dann quasi wie die Integrationsdienste, die beim Windows automatisch mitkommen, wenn du das am Hyper-V hast. Das kann ich dir leider nicht beantworten.
Okay, und bevor wir jetzt zum Nerd-Talk werden.
Entschuldigung. Jetzt haben aber die Betriebe dazugeschlagen. Genau.
Gleich mal einfach die Duftmarke gesetzt.
Genau. Peter, ich weiß, du könntest auch noch ein bisschen was zu Linux sagen, aber das lassen wir jetzt, weil, wir kommen jetzt zu was anderem, und zwar gibt es ein, ja, ich würde mal sagen, das erfolgreichste E-Government-Projekt in Deutschland. Weiß einer von euch, was das ist? Das gibt es schon seit 30 Jahren jetzt und hat über 25 Millionen Nutzer.
Das hat was mit Steuern zu tun.
Natürlich.
Mit Vögeln.
Mit Vögeln auch. Elster. Elster und ich muss sagen, zu Recht, gut, die haben jetzt auch 30 Jahre dran gefeilt, ist es eines der erfolgreichsten E-Government-Anwendungen, die wir in Deutschland haben. Und wir hatten in der letzten Sendung ja auch berichtet, dass das darunter liegende System, das A12 von MGM, jetzt inzwischen vollständig Open Source ist. Das heißt, es gibt hier ein System, was genutzt wird, um unsere nicht ganz so, unterkomplexe Steuerrecht oder Steuergesetze umzusetzen in Software. Und das ist jetzt Open Source. Eigentlich ist das ein No-Brainer, das sollte sich jeder, der Fachverfahren herstellt, auf jeden Fall mal anschauen.
Schön wäre es.
Ich muss, also nein, bitte Entschuldigung, mach du.
Naja, ich wollte nur sagen, ja, es ist halt auf der anderen Seite ein Low-Code-System. Es ist faszinierend, was man mit dem machen kann, aber, ich sage ja immer, also so der ultimative Tipp, wie man die Steuererklärung am besten ausfüllt, ist zuerst das Papierformular auszufüllen und dann alles in den Bildschirm abzutippen. Aber das ist jetzt eher respektlos. Aber was ich zum Beispiel total genial finde, ist natürlich die Hochrechnung, weil man da gleich seine Ergebnisse kriegt. Und was auch wahnsinnig schön ist, man kann da auch damit spielen. Also man kann zum Beispiel auch schauen, okay, rentiert sich das jetzt, dass ich diese ganzen irgendwelche Sonderausgaben oder sonst was alle aufliste oder bringt das sowieso nichts? Man kann also einfach mal einen fiktiven Betrag einsetzen, schauen, ob das rentiert oder nicht und dann sammelt man die einzelnen Beträge und so. Also man hat da sogar so eine Art Hochrechnung mit dabei und das ist schon genial, aber es ist schon sehr stark am Formular orientiert.
Ja, also was ich so unschlagbar finde und was ich finde, das ist eigentlich, das Beispielhafteste, wie E-Government-Anwendungen funktionieren sollten, ist, dass Elster quasi eine API hat. Und um das Elster-System, also um Elster, ist ein Ökosystem entstanden. Also es gibt ja hunderttausende verschiedene... Es gibt Programme zur Steuererleichterung oder zur Steuererklärung. Es gibt inzwischen Apps, die das alles für dich machen, wo du nur noch ein paar Sachen eingeben musst. Und so stelle ich mir e-Government vor. Also es gibt eine Anwendung, es gibt eine fertige Lösung, die kannst du benutzen, so wie sie ist. Und wenn jemand sein Geschäftsmodell drauf aufbauen will, das noch viel schöner und schicker und integrierter zu machen, kann er das, weil es gibt standardisierte Schnittstellen.
Ja, ich muss sagen, ich finde es jetzt für mich als Anwender auch recht einfach doch in der Handhabung, weil die Daten vom Vorjahr wurden mit übernommen, die aktuellen Werte wurden abgerufen, es wird angezeigt, woher die Daten stammen. Da sprichst du ein bisschen an den Nähkästchen, ich habe es erst vor ein paar Wochen gemacht, das heißt, ich kann mich noch gut erinnern und dementsprechend ist es relativ schön und einfach. Peter, gebe ich recht, wenn man es mit anderen Softwareen vergleicht, dann hast du da vielleicht einen geführten Assistenten oder so, den hast du in dem Fall nicht, aber ich finde es, so finde ich es wirklich super in der Handhabung und Durchführung.
Aber letztendlich brauchst du es auch nicht, weil es gibt ein riesen Ökosystem. Also ich benutze Viso, weil ich mag Viso, das nutze ich schon seit vielen Jahren, habe auch mal zwischendurch andere Sachen ausprobiert, aber Viso mag ich einfach, funktioniert klasse und, der führt mich also einfach komplett durch und der gibt mir genau so viel Komfort, wie ich haben will.
Ja, ich benutze auch eine Steuersoftware, auch schon sehr lange komplett mit elektronischer Übertragung der Steuerdaten und war immer problemlos, einschließlich dieses Zertifikats, was man dann da im Browser installieren muss. War immer schick.
Das hätte man eigentlich alles beim OZG mitbedenken sollen.
Ja, da war schon eine Menge Infrastruktur da bei Elster. Das hätte man natürlich mitnutzen können, ja. Aber das kommt ja hoffentlich jetzt langsam.
Peter, skeptisch.
Ja, ich bin deshalb skeptisch, weil ich auch durchaus, sage ich mal, Beispiele habe, wo ich also überhaupt nicht so glücklich bin. Also bloß einmal, um eine Einzugsermächtigung da zu erzeugen, muss ich in dem Verfahren quasi eine Bildschirmmaske ausfüllen, die dann am Schluss aber ein ausgefülltes Formular erzeugt, von dem wiederum, die wesentlichsten Daten extrahiert werden und dann an die Sachbearbeitung übermittelt werden. Und die müssen dann ihrerseits diese Daten sozusagen wieder eintragen. Also das ist nicht Ende zu Ende durchgearbeitet und so weiter, sondern da nutzt man halt immer so ein ziemlich, wie ich vorher gesagt habe, Formularsystem im Wesentlichen. Und die Kernfunktionen, also die eigentliche Steuererklärung, da funktioniert es sehr gut. Aber in den Randbereichen, also wie gesagt, Einzugsermächtigung ist so ein Beispiel, da wäre es dann durchaus schwierig.
Wobei, du kennst wahrscheinlich diese App noch nicht, BZS-Ti-Bahn Plus.
Nein, ich habe von der Einzugsermächtigung gesprochen, nicht von der Meldung des Kontos.
Achso, okay, das stimmt, du hast recht, das ist nur die Meldung des Kontos.
Und die Einzugsermächtigung habe ich gerade durchexerziert und habe gerade heftige Diskussionen auch mit meiner Sachbearbeitung gehabt, weil ich der Meinung bin, dass ich das komplett online machen kann und meine Sachbearbeitung war der andere Meinung.
Ja, zumindest die Bundesbank, die hat mal gesagt, dass die EID vollkommen ausreichend ist, um ein Zertifikat zu erteilen. Oder Einzugsammächtigung. SEPA-Zertifikat, das wollte ich sagen.
Genau.
Ja, dann gehen wir direkt weiter von dem ältesten, umfangreichesten und etabliertesten e-Government-Anwendung zu AI. Meinem Nicht-Lieblingsthema zur Zeit, weil eigentlich überall AI drin ist. Es gibt so ein paar Apps, die ich gerade teste, ein paar e-Government-Apps. Da ist natürlich AI drin, warum auch immer. Aber es ist reingebaut, weil es geht. Da musste ich überall meine APIs und mein API-Key reinlegen, damit es dann auch überhaupt funktioniert. Ja, kann man machen, muss man aber nicht. Aber es gibt ja immer wieder Diskussionen, ob das mit dem KI-Zeug jetzt tatsächlich die Zukunft ist oder ob das jetzt wieder bloß so eine Mode ist. Und da habe ich eine Seite, eine Webseite gefunden. Das heißt, eigentlich habe ich die nicht gefunden, sondern die ist mir schon zugetragen worden aus verschiedenen anderen Podcasts. Und die heißt, ist AI profitable yet? Und ich habe diese Seite aufgemacht und auf dieser Seite sind mehrere verschiedene. KI-Anbieter drauf oder irgendwie Unternehmen, die mit KI zu tun haben und da, laufen Countdowns, eigentlich Countups, wie viel Geld die dafür schon ausgegeben haben und wie viel Geld sie dafür schon eingenommen haben. Ich weiß nicht, wo die Daten herkommen, weil wenn ich mir jetzt anschaue, dass hier Mistral sind die Daten sehr dünn und DeepSeaks sind noch dünner, die Daten. Also da wird schon auch noch ordentlich was reingeflossen sein. Und wenn man sich so ein bisschen das Ranking anschaut, Amazon hat aktuell am allermeisten ausgegeben und jetzt ratet mal, wer am meisten gewonnen hat.
Microsoft?
Nee, Nvidia, die Hardwarehersteller. Also letztendlich, Nvidia ist eigentlich nur noch daran interessiert, dass das Thema KI weiter ordentlich befeuert wird, weil die machen den Umsatz ihres Lebens mit ihren Grafikkarten. Nicht nur die, Thorsten.
Nicht nur die. Also das ist etwas, hatte ich das vielleicht schon mal im Podcast darüber gesprochen. Das ist, hattest du, sagst du Peter, diese Verrücktheit, dass Hardware plötzlich wieder sexy ist. Das ist Wahnsinn. Und weil die Speicherhersteller bauen jetzt wieder ein bisschen mehr DDR5-Speicher. Warum? Weil deren Bruttomarge, nicht Umsatzprofitabilität, deren Bruttomarge liegt irgendwo oberhalb von 80 Prozent. Und das ist einfach Wahnsinn. Ja, das kennt man tatsächlich nur von Softwareherstellern, weswegen eben die Softwareherstellern in den 2010er Jahren so, das war, wo alle hinwollten und jetzt sind wir halt wieder bei den Hardwareherstellern, die so eine Traummarge machen.
Genau. Insgesamt hat die Industrie 1,4 Billionen Dollar ausgegeben bisher. Also noch nicht mal Elon Musk könnte sich die Industrie leisten alleine als erster Billionär. Und seit wir die Aufnahme gestartet haben hier vom Podcast, ist ein Verlust von weiteren 41,6 Millionen Dollar angelaufen. Mal sehen, wie das Ende, am Ende der Aufzeichnung ausschaut, wie viele Millionen Dollar da noch weiter, ich schätze mal, wir werden so um die 100, 120 Millionen Dollar Verlust enden, wenn der Podcast hier zu Ende ist. Ja, das war es jetzt mit meinen Themen und dann gebe ich direkt weiter an Andreas.
Ja, ich habe einen Punkt mitgebracht. Ein BSI-Dokument ist gerade gekommen und zwar geht es um die Auswirkung auf die Cybersicherheit durch die Entwicklung mit der KI. Also was passiert da rechts? Letztendlich, es geht darum, dass natürlich Zero-Day-Attacken viel, viel schneller und gezielter durch die KI generiert werden können, dass auch durch Patche, die rauskommen beispielsweise, schneller rückgerechnet werden kann, was ist denn hier noch für ein Angriffsvektor vorhanden und und und. Ich finde das Dokument recht gut aufbereitet, gibt auch nochmal einen passenden Hinweis mit mehreren Bereichen, wo man für sich, für seine eigene Abteilung mit durchgehen kann und nochmal durchprüfen sollte, wo stehen wir, was habe ich, wo, könnte ich mich noch verbessern, was sind die berühmten Low-Hanging-Fruits, was kann ich relativ schnell machen, was muss ich auf Strecke noch beachten. Also von einfacher Netzsegmentierung bis wie schaut man Petschmanagement aus. Also recht gut sollte man sich einfach mal zu Gemüte ziehen und dann einfach nochmal prüfen, wie kann ich mich da einfach nochmal verbessern oder sicherer aufstellen in dem Ganzen. Das wäre so der erste Punkt, den ich mitgebracht habe. Der zweite ist, dass natürlich unser bayerisches Digitalministerium gesagt hat, naja, mit Microsoft, mit uns nicht mehr, sagt unser Herr Mehring. Und er probiert jetzt quasi den souveränen Arbeitsplatz in seiner Abteilung. Wenn ich es jetzt richtig im Kopf habe, ich glaube, startet er mit Versuch der 40 Arbeitsplätze mal souverän zu bekommen. Ein einfaches Projekt zu schauen, wo geht die Reise hin, was kommt raus. Werde ich auf jeden Fall weiter verfolgen, weil ich spannend finde bei dem grundsätzlichen Ansatz. Ich glaube, sie tun sich auch einen Schritt leichter, weil sie einfach keine Fachanwendungen etc. haben. Das kann ich aber nicht beurteilen. Das ist so den Punkt, den ich jetzt nur von außen sehe, aber ich sehe schon die Hände hochfliegen hier dann Thorsten.
Ich habe ein bisschen mehr Einblick. Es gibt ein Pilotprojekt, was da gerade im STMD läuft. Und wenn alles gut läuft und sie uns das auch erlauben, dann können wir da tatsächlich an dem Pilotprojekt mit teilnehmen als Beikommun.
Schön.
Und dann werde ich mir das auch mal von innen genau anschauen. Weil wir bei der Beikommun sind ja auch gerade dabei, so Themen umzustellen. Und wenn das Ministerium, die für uns ja Fach- und Rechtsaufsicht sind, also quasi für uns zuständig, wenn die schon sowas pilotieren, dann müssen wir uns ja nicht was selber erfinden.
Ich finde auch interessant, dass sie quasi die Bayern-Cloud-Schule mit reinziehen, was sie da schon an Lösungen mit dabei haben, weil da gibt es natürlich auch schon einiges. Malte, ich glaube, du wolltest auch noch einsteigen.
Ich glaube, der wollte sich nur lustig machen, dass ich mich gemeldet habe.
Nein, in dem Fall nicht. Ich habe nur gelacht, dass es natürlich eine Reaktion hervorruft, wobei ich ein bisschen was anderes habe. Du weißt, aus dem Betrieb kommend ist für uns Microsoft ja wesentlich mehr als nur der Arbeitsplatz, sondern eben auch die Infrastruktur, die dran hängt, also AD und Exchange und so weiter und so fort. Und dass das auch alles sehr gut miteinander spielt. Und da hat ja Airbus, die haben ja den Wechsel gemacht. Die haben Microsoft verbannt oder jedenfalls versucht zu verbannen und sind, ob das jetzt souverän oder nicht ist, kann man sich selber überlegen, zu Google gewechselt. Also die haben Google Workspace eingeführt. Und deren Erfahrung ist tatsächlich, Und das ist auch so eine Sache. Microsoft hat viele kleine Ecken, wo sie eben doch noch drin sitzen und sehr gut sind. Excel, die haben wirklich ein großes Problem damit, Excel zu ersetzen, weil dort die Finanzprofis sitzen und alle möglichen Excel-Spezialfunktionen nutzen und da schafft es. Da schafft es Google eben nicht, das adäquat hinzubekommen, dass sie da ein vollwertiges Excel hinstellen. Und ich bin auch davon überzeugt, dass das eine ziemlich große Sache wäre, wenn sich da ein paar Behörden, Unternehmen oder sonstige in Europa zusammenschließen würden, um LibreOffice-Calc, mit mehr Funktionen auszustatten. Weil ich denke, da könnte man eine Menge machen. Und das ist noch eine offene Flanke, die von OpenDesk und ähnlichen Produkten wirklich noch nicht abgedeckt wird, weil Excel ist da führend und da werden eben viele, viele kleine Funktionen hin und da gebraucht. Ja. Um kurz, ganz kurz noch, da hatte nämlich auch, da gab es nämlich auch Kritik von einer Kollegin, die mal sagte, naja, diese ganzen Office-Geschichten, Digitalisierung muss doch bedeuten, dass wir endlich in Fachanwendungen mit strukturierten Daten gehen und nicht alles immer in Office machen. Und ich kann dem auch ganz klar widersprechen oder möchte dem ganz klar widersprechen, dass selbst Unternehmen, die da unglaublich weit sind, dass die immer noch ganz, ganz viel Excel als so ein Klebewerkzeug zwischen diesen Fachanwendungen nutzen. Also selbst wenn wir perfekt in der deutschen Verwaltung wären, darin ganz toll Fachanwendungen zu nehmen und da die Daten, die strukturierten Daten hin und her zu schubsen, über FitConnect werden wir immer noch Excel viel nutzen, weil es dann doch irgendwo Klebstoff braucht.
Ja, Excel ist das wichtigste Fachverfahren der deutschen Verwaltung.
Und nicht nur dort, also auch nicht nur in der deutschen öffentlichen Verwaltung, sondern generell in Büros weltweit.
Die Frage ist nur vorm Fax oder nach dem Fax, die wichtigste Software?
Ja, Fax haben wir ja zum Glück jetzt fast durch.
Okay, gut. Dann passt es ja. Ja, finde ich interessant, was dann rauskommt. Auch ein Kollege von mir hält nächste Woche einen Vortrag auf der Veranstaltung, wo ich bin, wo er das auch vorstellt, wie er seinen Arbeitsplatz souverän aufbauen kann. Verfolge die ganze Thematik, finde es einfach nur schwierig. Generell auch von den Hintergrunddiensten, nenne ich es jetzt vereinfacht gesagt, wie es der Malte erklärt hat, da wegzukommen dann auf Strecke. Wird ein langer Weg, aber es wird uns nicht erspart bleiben beziehungsweise man muss ihn auch gehen, um souverän zu werden. Sonst schaffen wir es einfach nicht. Das muss man ganz offen sagen.
Und vielleicht schafft es ja Microsoft irgendwann mal Excel auf Linux zu portieren.
Das wäre, das geht schon, Thorsten. Da, war das nicht sogar in einer von deinen Sendungen oder vielleicht höre ich mich auch.
Ja, aber man will doch nicht mit Wine rummachen, das will man doch nicht. Das ist doch eigentlich.
Nein, aber es gibt Tatsächlich nicht nur Wine, sondern eben, ich hatte ja vorhin davon gesprochen, dass eben Virtualisierung mitunter schwer ist. Da gibt es aber inzwischen ganz viele so Programme, die es einem ganz stark erleichtern. Und da gibt es tatsächlich so Office für Linux Erleichterungen, die das unglaublich schick und nativ machen und wo man sich gar nicht mit Wine rumärgern muss und womit man Windows-Programme sehr schön auf Linux zum Laufen bekommt. Und das bin ich echt mitunter inzwischen erstaunt, wie problemlos das ist.
Ich glaube, Andreas hat noch ein paar andere wichtigere Themen mitgebracht.
Ja, da würde ich nur übergehen auf den nächsten Punkt, auch noch generell auf die Microsoft-Verträge, was der Bund ausgegeben hat im Jahr 2017 bis 2024, belaufen sich ja die Ausgaben auf 1,3 Milliarden Euro. Auch ein nettes Sümmchen, wo man ganz ehrlich sagen muss, was auch noch dazu interessant ist, das passt nochmal zu dem souveränen Arbeitsplatz davor, dass wer schon souverän unterwegs ist, Anscheinend ist das Robert-Koch-Institut, weil die den, souveränen Arbeitsplatz schon nutzen. Da gibt es anscheinend schon 7.900 Arbeitsplätze, die damit arbeiten, aber der Rest noch nicht so. Hier wird auch davon gesprochen, dass es diese zentrale Beschaffung gibt. Malte, an die seid ihr gebunden, oder?
Ja, aber da stehen uns ja ganz große Änderungen ins Haus. Wir hatten oder haben das Beschaffungsamt des BMI und das ist eine Behörde, die macht für uns die Rahmenverträge und das ist auch die, wovon hier die Rede ist. Die haben die ganz großen Rahmenverträge in Microsoft gemacht, kleines Bourmont. Microsoft gehört zu denen, die trotz gigantischer Vertragsvolumen, kaum, also fast keine Rabatte geben. Also im Hardware-Bereich ist es erstaunlich, wie günstig plötzlich so ein Notebook ist im Vergleich zu dem, was man bei den besten Preisvergleichssuchmaschinen zahlt. Aber bei Software, wo das eigentlich noch viel stärker sein müsste und wo wir natürlich auch bei vielen Softwareprodukten, wo eine Konkurrenzsituation herrscht, auch wirklich sehr, sehr schöne Rabatte haben bei diesen großen Verträgen. Bei Microsoft liegt das fast schon Promille-Bereich. Das ist erschreckend. Kommt halt, weil die eben ihre tolle Marktposition ausnutzen.
Ja, da sieht man einfach wieder, was die Lizenzgebühren kosten und wo wir uns wirklich auf die Reise hinmachen müssen. Und den letzten Punkt, den ich noch dabei habe, das ist, dass in München auf einem Gentic AI Hub mit dabei war, wo das gefördert wurde vom BMDS und die haben dort über KI-Agenten, Verwaltungsprozesse versucht, in einem Zeitraum von drei Monaten, zu unterstützen, zu verbessern, zu beschleunigen, aber nicht die Entscheidung wirklich in diese KI-Agenten mit hinzulegen. Und die Resonanz dazu, die war anscheinend sehr positiv. Habt ihr davon was gehört? Habt ihr da was mitbekommen generell von dem Projekt?
Ja, also höchstpersönlich von der Referentin des Kreisverwaltungsreferates habe ich gehört, dass das sehr erfolgreich gelaufen ist. Sie war auch sehr begeistert, dass man auch rein theoretisch durchaus hätte, Entscheidungen maschinell durchführen können, dass man aber davon ganz bewusst natürlich Abstand genommen hat. Also das ist nicht so, dass es nicht gegangen wäre, sondern es ist so, dass man es ganz bewusst nicht machen wollte. Und es ging da insbesondere also auch um zum Beispiel, also ein Beispiel war die Zusammenfassung von ziemlich umfangreichen Akten, die dann, und da hat man halt dann zum Beispiel also die Auswertung und die Recherche in den Akten, die hat man dann ganz gut aufbereitet und dann mit fachlichen Fragestellungen sozusagen verbunden. Und das klingt total interessant, ist total schön und hat sich in der Praxis sehr bewährt.
Genau, die Nina Böhm hatte im April darüber gesprochen, in der Monatsschau. Das ist die KI-Expertin der Stadt.
Ja, die war vom IT-Referat die Ansprechpartnerin dafür.
Ja, ich finde es sehr interessant, vor allem in Bezug auf KI-Agenten, weil die einfach nochmal wesentlich wichtiger sind und man selber die Möglichkeit hat, dort zu steuern, was auch die Datenquellen sind. Also ich finde es ein einfaches Beispiel wäre jetzt, wenn ich, Jugendamt, Sozialamt mir halt dementsprechend meine Quellen zusammenbaue, denen den Prompt dahinter lege, wie ich immer mehr brauche und den dann schon verteile, finde ich für Entscheidungen dann Entscheidungsaufbereitung, nicht automatische Entscheidungen durchführen, das ist für mich schon ein ganz klarer Unterschied, finde ich die KI-Agenten sehr, sehr interessant. Und muss ich schon sagen, die, glaube ich, werden uns wirklich einen erheblichen Schritt weiterbringen.
Genau, da gibt es auch vom Bund was zentrales Spark. Da bin ich gerade dran, natürlich auch noch eine Sendung zu machen.
Ja, und das ist ja ein gefährdetes Projekt gewesen. Da war ja auch die Weiterverwendung durch andere wesentlicher Bestandteil und deshalb wird das, glaube ich, auch ordentlich dokumentiert. Also da werden wir genügend Informationen dazu bekommen.
Wunderbar. Das war es schon mit meinen Themen.
Das war's. Ich glaube, wir haben den Malte verloren. Dann musst du übernehmen, Peter.
Die Hitze fordert ihre Opfer, oder?
Die Hitze. Am Anfang hatten wir ja schon Probleme bei mir. Vielleicht ist in Berlin auch wieder Stromausfall. Das kann auch sein.
Ach so. Ja, sollen wir jetzt weitermachen oder warten?
Ja, dann mach du weiter.
Ja, okay, dann mache ich weiter. Ich habe heute mal Themen, die zwar aus dem Monat kommen, die aber mal ein bisschen so Hintergründe betreffen. Und eine ganz nette, interessante Information war, dass auf Heise unter dem, was die immer ganz gern machen, Zahlen bitte, also die ergreifen immer wieder so Statistiken auf. Und die haben eine Statistik aufgegriffen über Großstädte und, das hat mich sehr angesprochen, weil ich immer schon so das Gefühl habe, dass es ja auf der Welt, so ganz große Großstädte gibt und das, was wir als Großstädte meinen, dass wir haben, dass das ja überhaupt keine Großstädte sind in weltweiten Dimensionen und dann, habe ich mich da ein bisschen hineingearbeitet und habe versucht, erst einmal rauszukriegen, okay, was ist denn eigentlich eine Großstadt Und da ist also nach offizieller internationaler Definition eine Stadt, die über 100.000 Einwohner hat, ist dann eine Großstadt. Und das Interessante ist, damit wir mal die Dimensionen sehen, es gibt 11.400 oder ein bisschen über 11.400 Großstädte auf der Welt. Und insgesamt wohnen ungefähr 3,7 Milliarden Menschen in Großstädten. Das ist also so 40, 45 Prozent der Weltbevölkerung, die in Großstädten wohnt. Und dann habe ich mir gedacht, okay, dann schaue ich mir mal an, wie groß sind denn die größten Städte der Welt und bin dann auf Zahlen gekommen. Also da gibt es den Großraum, ich kann natürlich kein Chinesisch deshalb, also das heißt Guangzhou. Ich habe keine Ahnung, wie man es ausspricht. Das ist ein Ballungsraum, der 73,6 Millionen Menschen hat. Also quasi ein bisschen weniger als Deutschland ist da in einer Großstadt vereinigt. Das ist aber interessant, dass das Zahlen sind, also Shanghai ist dann bei 42 Millionen, Togo bei 41 Millionen und so weiter. Übrigens dann interessanterweise ist in der Liste zum Beispiel Peking nur bei 21 Millionen. Okay, das war also die Liste, mit der habe ich angefangen und dann habe ich aber, weil das ist ja schwer vergleichbar und so, und dann habe ich diese Methode mal recherchiert, die da für diesen Heiseartikel verwendet wurde. Und das Interessante ist das, dass hier eine andere Methode verwendet wurde, nämlich nicht die sozusagen die politische Definition einer Stadt, also die Stadtgrenzen quasi genommen worden sind, sondern man hat da wirklich die Bevölkerungsdichte sich angeschaut. Und das ist dann von der EU-Kommission eine entwickelte Methode, die heißt E. Gurba-Methode, Degree of Urbanization und die geht einen ganz anderen Ansatz, nämlich die macht einen einmal einen Kilometer großen Raster über die Erde und schaut sich dann an, wo Bevölkerungsansammlungen sind. Und wenn dann sozusagen eine bestimmte Menge an Bevölkerung an der Grenze auch in der nächsten Stadt ist, dann werden die sozusagen zusammengezählt. Und damit werden also so Cluster gebildet und was dann schon mal total interessant ist. Dann fällt nämlich zum Beispiel diese Guangzhou ziemlich weit zurück auf Platz 6 und ist dann nur noch bei 27 Millionen Menschen, also bei weit nicht mehr das, was man so sieht. Und dann sind andere Städte, wie zum Beispiel Jakarta, mit 41 Millionen führend. Nochmal aber bitte 41 Millionen ist eine Größenordnung. Und dann habe ich gesagt, okay, jetzt wenden wir diese Methode mal auf deutsche Städte an. Und wenn man diese Methode auf deutsche Städte anwendet, dann kommen auf einmal ganz andere und verrückte Konstellationen raus. Dann wäre nämlich zum Beispiel Köln bei sieben Millionen und Berlin bei drei Millionen, Hamburg und München bei 1,7 Millionen gewesen. Bloß einmal, also das heißt, unser Gefühl von Großstadt ist ja durch diese politischen Grenzen sozusagen definiert und nicht durch die Ballungsräume. Und dann ist aber schon klar geworden, also so Methoden zu vergleichen ist halt wahnsinnig schwierig und dann war mir eines bewusst, nämlich es gibt ja auch noch andere. Also was ich jetzt gerade gesagt habe, also die erste Methode war also quasi administrative Stadtgebiete, also Gemeindegrenzen. Die zweite Methode, diese Urban Center, war also die kontinuierliche Dichte und dann gibt es ja auch noch die Betrachtung nach Metropolregionen. Das war also dann eine Sicht sozusagen auf eine Stadt aus einer funktional-wirtschaftlichen Verflechtungsfrage, also wie arbeiten die zusammen und so weiter. Und wenn man das dann ansetzen würde, dann würde nämlich wieder was anders rauskommen, nämlich dann wäre zum Beispiel die Rhein-Ruhr-Region ungefähr so groß wie Paris. Also Paris liegt bei 11,5 Millionen und die Rhein-Ruhr-Region ist bei knapp 11 Millionen. Und dann wäre zum Beispiel Berlin-Brandenburg wäre bei 5,5 bis 6 Millionen, München bei 6 Millionen, Hamburg bei 3,5 Millionen. Also worauf ich hinaus wollte, ist das, dass unser Verständnis von Städten ein teilweise sehr schräges ist, weil wir halt zum Beispiel in München 1,6 Millionen sind. Die Zahl, die immer genannt wird, die ist halt beschrieben durch das, dass wir recht enge Stadtgrenzen haben und dass die Metropolregion, also das, was alles zusammenarbeitet, halt diese 6 Millionen umfassen. Und so, wenn man das also anschaut, dann haben wir auf einmal eine komplett neue Verteilung und dann ist also nicht mehr Köln sozusagen, aber die Rhein-Ruhr-Region mit 11 Millionen ein richtig dicker Brummer. Und das muss man auch mal so sehen. Und unser Verständnis also von dem, was statt ist, kann man nach verschiedenen statistischen Methoden, und das ist die Botschaft an der Stelle, auch sehr unterschiedlich sehen.
Also wer schon mal in der Rhein-Ruhr-Region war, der kann das sofort bestätigen, weil da geht eine Stadt in die nächste über und man merkt es nur, weil plötzlich mitten in der Stadt ein Ortseingangsschild steht. Also das ist das Einzige, wo man noch erkennt, dass es eine andere Stadt ist. Da wechseln auch, dann arbeitet man in der einen Stadt und wohnt in der anderen Stadt oder sogar noch zwei Städte weiter. Das ist eigentlich ein riesengroßes, eigentlich ist es eine große Stadt. Also wenn die sich Reinruhe nennen würden als Stadt, dann hätten die auch politisch wesentlich mehr Macht in Deutschland.
Ja, aber wir diskutieren ja auch ganz viel über unser föderales System, über die Rolle der Kommunen und so weiter. Und in dem Zusammenhang vielleicht gleich, also es ist jetzt gerade parallel zum Podcast reingekommen, eine Eilmeldung von der Tagesschau, Bund und Länder einigen sich auf Finanzentlastung für Kommunen und die Regel laute künftig, wer bestellt, bezahlt, und der Bund würde sich viel mehr jetzt in die Finanzierung einbringen. Nein, Details weiß man noch nicht. Aber wir diskutieren viel über das, ob unsere 11.400 Kommunen, ob das überhaupt noch passt, ob Digitalisierung hier nicht dazu führt, dass man diese Grenzen auch mal in Frage stellen müsste, ob man nicht viel zentraler vorgehen müsste und so weiter. Und ich finde halt, sich da mal reinzunörden in diese Zahl und sich diese Dinge mal zu überlegen, dass letztendlich unser Konstrukt von Kommunen eigentlich nichts anderes ist als eine politische Grenze, die man um einen Haufen von Menschen gezogen hat.
Und genau, Peter, sehr schön, denn diese Haufen Menschen, die wohnen plötzlich ganz anders. Und das heißt, diese Grenzen, die wir gezogen haben, die haben wir vor langer Zeit gezogen und inzwischen hat sich drumherum ganz, ganz viel verändert. Und trotzdem machen wir Verwaltungsdigitalisierung aber immer noch an diesen Grenzen.
Aber wir können ja, wenn du die Geschichte von der Stadt anschaust oder von Städten anschaust, da musst du eigentlich noch viel weiter zurückgehen. Städte sind ja eigentlich Schutzräume. Schutzräume für Menschen. Da haben sie ein Obdach, da haben sie Essen, da haben sie Schutz vor Krieg und so weiter. Also da waren Mauern ringsherum gebaut. So sind Städte entstanden und deswegen sind auch so viele da reingezogen.
Naja, und heute sind es Wirtschaftsräume.
Jetzt ist es Wirtschaftsräume, genau.
Ja, aber deshalb ist es ja so, also die Diskussion wird halt hier unter dem Aspekt Digitalisierung für meine Begriffe auch immer wieder zurechtgeführt. Und mir ist eigentlich nur diese Statistik sozusagen der Menschen in Großstädten war für mich der Anlass, mal so über die Frage der Statistik und der Definition von Großstädten nachzudenken. Und ich habe mich da, wie gesagt, ein bisschen hineingenördet und wollte diese Erkenntnisse jetzt also mal mitbringen. Das war so das eine Thema. Jetzt weiß ich aber nicht, ich will die Diskussion nicht abwirken, um Gottes willen.
Nö, ich finde das ein tolles Thema. Also ich habe da vor gut zehn, elf Jahren mal einen ganz, ganz tollen Vortrag gehört über die Geschichte der Städte und wie sich das verändert hat. Also die Erkenntnis ist in unserer Branche schon lange da. Es macht nur keiner was damit.
Ja, und ich meine, für die Digitalisierung sind diese Grenzen der Verwaltungseinheiten und vor allen Dingen auch die, völlig nicht vorhandene Standardisierung von diesen Verwaltungseinheiten, also was ist denn eine Kommune? Bayern ist eine Kommune, aber auch ein Dorf in Schleswig-Holstein mit fünf Einwohnern ist eine Kommune. Das macht uns ja ziemlich zu schaffen. Und wie man am Rhein-Ruhr merkt, was eigentlich eine gigantische Großstadt ist, wenn man durchfährt, ist das zum großen Teil im Grunde nur noch Makulatur.
Kommune ist ja auch was Virtuelles. Es gibt ja inzwischen die Communities, ihr kennt dieses alles, das sind quasi virtuelle Zusammenschlüsse, was aber auf den gleichen Stamm zurückgeht. Also man trifft sich mit gleichen Interessen und das hat man ja früher in so einer Kommune auch gehabt. Ich weiß gar nicht, ob wir gerade für die Verwaltungsdigitalisierung überhaupt noch Kommunen brauchen oder ob wir das vielleicht, Nicht überkommunal quasi organisieren.
Ja, und wir stellen halt die kommunale Selbstverwaltung immer in den Vordergrund. Da gibt es viele, viele Gründe und da gibt es viele sinnvolle Überlegungen. Aber ob es wirklich sinnvoll ist, die kommunale Selbstverwaltung genau festzumachen an einer politischen Grenze. Und wenn ich sehe, dass halt, sag ich mal, wie gesagt, Metropolregionen und Wirtschaftsräume eigentlich ganz anders funktionieren. Und das ist das Problem. Und dann ist halt so, dass die Stadt, die in der Mitte sitzt, die muss die Krankenhäuser und die Theater finanzieren, und die Speckgürtel, wie es immer so schön heißt, haben natürlich eine ganz andere Funktion an dieser Stelle. Und es geht ja nur um das, mal dieses Bild sozusagen mit in die Diskussion zu bringen.
Danke, Peter. Du hast es mal wieder voll auf den Kopf getroffen. Ja, also...
Es vielleicht was ganz anderes, ob ich auch auf den Kopf treffe, nämlich die Frage, ob ein Digitalminister für seine Reden und seine Artikel-KI benutzen darf. Das war nämlich der zweite Aufreger sozusagen im letzten Monat und ich hätte da ganz gern eines aufgegriffen, nämlich dieses Nein, doch, oh, der ist auf der und, das würde ich gerne insofern nochmal die Brücke schlagen zum zur letzten Monatschau, wo ich gesagt habe, okay, das, was auf Social Media veröffentlicht wird, gibt es auch auf einer Social Wall beim, Bundesministerium für Digitalisierung und Staatsministerium. Und diese Social Wall, da kann man das auch nachlesen. Also insofern muss man nicht Instagram haben, sondern kann auch diesen Artikel dort finden. Das wollte bloß noch mal die Kurve, aber du wolltest was dazu sagen zu dem Thema?
Ich wollte was sagen, nochmal zurück zu dem Thema, unser Bundesdigitalminister benutzt KI, um Reden zu schreiben. Also ich muss ganz deutlich sagen, ich wäre sehr enttäuscht, wenn er das nicht tun würde. Ich erwarte eigentlich von einem Digitalminister, dass er genau solche Tools benutzt, aber er hätte es vielleicht auch als Stärke verkaufen können. Er hätte sagen können, Leute, selbstverständlich benutze ich KI, um meine Reden zu schreiben. Ich will ja diese ganzen Tools, die ich ja für euch organisiere und wo ich für euch die Rollouts schaffe und Verträge schließe, die will ich doch selber auch, benutzen und ausprobieren. Also man könnte das viel besser spielen, ich sehe da keinen Aufreger.
Ja, hätte man vielleicht transparent machen können, aber ja, also, wer glaubt, dass heute Text entsteht, ohne dass überhaupt irgendeine KI zu irgendeinem Zeitpunkt verwendet wird, der liegt in den meisten Fällen heutzutage wahrscheinlich falsch. Das ist ein Werkzeug von vielen.
Wir haben Andreas jetzt schon ein paar Mal abgewürgt.
Also ich bin da der gleichen Auffassung. KI ist mittlerweile in unserem Alltag, Arbeitsalltag drin und muss meiner Meinung nach auch verwendet werden. Und ja, man kann es dann als Stärke verkaufen, dass es mit dazu kommt. Ich sehe es nicht so, dass man dann sagt, man sollte KI deswegen nicht benutzen. Ganz im Gegenteil, wir brauchen es als Effizienz. Ich meine, wir diskutieren vorher darum, Was können KI-Agenten bewirken? Wie bekommen wir KI in unsere Systeme rein? Wo holen wir die Vorteile raus? Und dann erwarte ich auch von jedem eigentlich, dass das mitverwendet wird. Also ganz klar, ganz klares Ja von meiner Seite.
Ja, also ich habe ja das Thema mitgebracht, weil ich durchaus mit euch ein bisschen kontrovers diskutieren wollte. Und der Ausgangspunkt, was ich vorher gesagt habe, war ja nicht zuletzt auch das, dass dieses, Mem, das da existiert vom Louis de Finesse, dieses Nein doch or, dieser Ausschnitt aus dem Film, dass den genau mit dem Tenor, den ihr genannt habt, auch das Digitalministerium, in seiner Social Media Kommunikation dann verwendet hat. Also mit der Argumentation sozusagen, wer ist eigentlich überrascht an dieser Stelle. Erst einmal ist es so, dass wahrscheinlich viele der jungen Instagram-Nutzer vielleicht dieses Meme gar nicht verstehen. Das ist aber ein anderes Thema. Es ist so, dass man aber natürlich schon ein paar Dinge noch betrachten kann, um das Thema herum, die ich ganz interessant finde. Und es war ja der Auslöser eigentlich nicht der, Digitalminister, sondern der Auslöser war ja eigentlich der Thüringer Ministerpräsident, der Mario Vogt, der eine Rede, und zwar eine sehr persönliche Rede, einen Gedenktext mit KI hat formulieren lassen. Das ist also schon mal die eine Frage, ist ein Gedenktext, wo man sozusagen seine persönliche Betroffenheit zum Ausdruck bringen will, das Richtige? Dann gab es ja die Gegenprovokation vom Axel Springer-Chef Matthias Töpfner, der dann in einem Weltkommentar quasi einen Artikel, der 100% KI generiert war, in den Raum gestellt hat. Da stelle ich mir schlicht und einfach die Frage, Also wenn Axel Springer nur noch 100% KI-generierte Texte erzeugt, dann könnten sie uns eigentlich auch die Prompt gleich zur Verfügung stellen. Also dann können wir uns unserer Zeitung künftig selber schreiben, dann schicken sie bloß noch die Prompt im Newsletter raus und wir können uns dann mit den Prompt die Zeitung täglich selber schreiben. Und dann ist ja erst später der Carsten Wildberger eingestiegen und hat man sozusagen da auch nachgehakt. Und was da eine ganz zentrale Rolle spielt, ist auch verschiedene Tools, die auch dann KI quasi entlarven in Anführungsstrichen und da gehört der Pengram mit dazu. Und da muss man schlicht und einfach wissen, dass diese Tools halt auch gar nicht 100% treffsicher sind, sondern halt 2% Fehler machen und 2% sind halt auch von 100 Artikeln zwei falsche Verdächtigungen. Das ist also das, was man auch nochmal sehen muss. Deshalb hat auch da die Eva Wolfangel, die ja in den typischen CCC-Kreisen oder Nordkreisen durchaus bekannt ist, hat dann auch. Eine Kolumne oder ein Meinungsteil in der Zeit geschrieben, die ich hier verlinkt habe. Und dann ist ja sozusagen erst die Diskussion über den Digitalminister gegangen und dann hat sie ja noch die, Julia Klöckner als Bundestagspräsidentin eingeschaltet und hat dann ihrerseits gesagt, sie hätte also gerne schon, dass zumindest KI-Texte bekennzeichnet sind. Und jetzt der letzte Punkt, und es ergibt sich halt alles so wunderbar und schön, der letzte Punkt ist das, dass jetzt die letzten Tage auch die EU veröffentlicht hat, quasi eine Art Logo oder ein Symbol, das auch frei verfügbar ist, mit dem die EU vorschlägt, KI-Texte zu markieren und zwar, in der Fassung voll generiert oder durch KI überarbeitet. Und da gibt es also dann auch, wie gesagt, frei verfügbare Icons, die man dann an die Texte hinhängen kann und so weiter. Und damit wird natürlich orange schon deutlich, nämlich die Frage, ist der Digitalminister, nutzt der KI, ist was ganz was anderes für die Frage, ob ich transparent mache, dass ich hier KI benutzt habe und mich dort natürlich schon interessieren, ist das die Meinung des Digitalministers oder ist das die Meinung von Claude oder sowas. Und das ist der Punkt, der mir schon ein bisschen aufstößt, nämlich so zu tun, als wäre es meine Meinung, oder meine politische Position und dann Texte nicht zu kennzeichnen, ist natürlich schon was anderes, als wenn ich KI nutze und dann sage, okay, ich habe, ein besseres Google sozusagen für die Recherche hergenommen.
Ja, da muss ich jetzt mal auch ganz deutlich sagen, wenn es einen Redenschreiber gibt, der für diverseste Minister und Ministerinnen Reden schreibt, gibt es immer eine Redaktion, die diese Reden nochmal überarbeitet und der Minister oder die Ministerin schaut sich das auch nochmal an, bevor sie mit dieser Rede überhaupt rausgehen. Es passiert äußerst selten, dass die irgendeine Rede vorgeschlagen bekommen oder in die Hand gedrückt bekommen, die sie vorher noch nicht gesehen haben. Und genauso muss ich das mit KI auch machen. Ich kann da nicht einfach von der KI irgendwas generieren lassen, ohne eine Redaktion drüber laufen zu lassen. Und dann ist es auch meine Meinung. Wenn meine Redaktion und ich darüber gelesen haben und das verändert haben, ist es meine Meinung und nicht die von der KI.
Ja, wenn wir jetzt gerade dabei sind, das einzuordnen, dann sage ich auch nochmal kurz was dazu. Denn zum einen ist die KI hier Teil von einem Prozess. Ein Politiker schreibt seine Rede nicht selbst, sondern er lässt sie schreiben. Und dann liest der Politiker sich die vielleicht ja nicht immer nochmal vorher durch, je nachdem wie wichtig die Rede ist, stellt, markert Sachen an, die er nochmal haben möchte, gibt die zurück. Dann wird das diskutiert und innerhalb dieses Prozesses werden unterschiedliche Werkzeuge verwendet, die auch schon früher verwendet wurden zur Automatisierung. Generative KI ist sicherlich ziemlich neu in der Verwendung. Und was die Meinung angeht, da gab es auch schon mal einen ganz interessanten Vorgang, falls sich jemand daran erinnert. Der Elon Musk, der hat ja mal in Deutschland Meinungsartikel veröffentlichen lassen. Und zwar hat die Welt am Sonntag einen Text angeblich von Elon Musk veröffentlicht. Da hat sich dann herausgestellt, dass der von einer KI geschrieben wurde, nämlich von Grock. Und das Lustige an der Stelle oder das Interessante an der Stelle war, wenn man der KI gesagt hätte oder Grock gefragt hätte, sag mal, welche Partei sollte man denn in Deutschland wählen, dann hat wohl Grock einen Artikel geschrieben, der dem, den der Musk geschrieben hat, relativ ähnlich war, jedoch die Grünen empfohlen hat. Der Musk hat jedoch die AfD empfohlen. Und wenn man aber den Prompt dann angepasst hat und gesagt hat, der KI, mach doch mal einen Artikel, welche Partei Deutschland retten sollte und es ist die AfD. Dann hat Grock mehr oder weniger das abgeliefert, was dann auch in der Welt abgedruckt wurde, angeblich von Elon Musk. Und so kann man eben einer KI ja auch irgendwo die Meinung unterschieben. Das ist auch ganz wichtig zu verstehen, wenn man mit KI arbeitet. Die will einem alles recht machen, denn die will ja weiter benutzt werden. Und deswegen muss man damit auch immer sehr aufpassen, wenn man der KI mit schlechteren Ideen kommt. Die ist davon auch ganz begeistert in den meisten Fällen.
Bei mir ist der Punkt, den Spruch habe ich geklaut, ich glaube, an den Münchnern, KI sollte man wie einen Praktikanten sehen. Und zwar geht es immer darum, egal was er mir eigentlich vorlegt, ich muss es ja wie beim Praktikanten kontrollieren und nehme es nicht mit. Und wenn es dann um persönliche Worte geht, wie damals oder wie jetzt hier in dem Auslöser von Herrn Vogt, dann muss ich schon sagen, natürlich kann ich meine Recherche und meine Erarbeitung mit KI machen oder der Redenschreiber, wie es der Thorsten sagt, aber ich erwarte dann schon von einem Politiker, dass a natürlich das auch die Meinung ist und b er schon rhetorisch dementsprechend geschult ist, dass er dann auch seine persönlichen Emotionen reinbringt, damit das auch eine persönliche Rede ist, Weil eine KI wird dir niemals die Emotionen liefern. Das wissen wir ja. Die KI kann keine Emotionen. Und das erwarte ich schon von dem Mensch, von der Person. Also das ist dann die Kombination daraus. Da sehe ich, dass es einfach das Arbeitsmittel dazu ist. Ich finde das Beispiel von Thorsten sehr gut mit dem Redenschreiber.
Ja, wobei man natürlich auch überlegen muss und ich kenne ja das, wie die Redenschreiber sozusagen arbeiten. Auf der anderen Seite ist es ja so, dass ich natürlich schon überlege, wie ist der Meinungsbildungsprozess quasi. Und den politischen Meinungsbildungsprozess in Deutschland von der KI entwickeln zu lassen, finde ich jetzt ehrlich gesagt auch wieder irgendwie ein bisschen schräg. Also das heißt, und bei den Texten muss ich sagen, naja, offensichtlich sind die nicht so arg redaktionell redigiert worden, weil sonst hätten nämlich diese, Recherche-Tools quasi nicht angeschlagen, weil die schlagen ja, auf die typische Argumentation an. Und es waren ja in den Wildberger Texten so Wortbilder drin, wo sie auch einige dann lustig gemacht haben, weil die ja nicht unbedingt, also die waren halt ganz KI-typisch, aber eigentlich nicht sagend. Also von dem her, ich finde die Diskussion schon sehr wichtig und ich finde es auch sehr interessant.
Also ich würde mal einfach zusammenfassen, wenn man aus dem Text merkt, dass es eine KI geschrieben hat, dann sind die Redakteure schlecht.
Das heißt, es ist keine Klatsche für den Wildberger gewesen, dass er KI nutzt, sondern es war eine Klatsche für die armen Personen, die in Wildberger starb, die Reden vorbereiten.
Würde ich sagen, es liegt mir fern, hier den Herrn Wildberger zu verteidigen. Aber in dem Fall, klar, es ist nicht das Problem des Ministers, aber die Schuld liegt eindeutig bei den Redenschreibern und bei der Redaktion.
Ja, wobei die Frage ja ist, die ich mir auch stellen, die ich ja mitgebracht habe, ist das, mache ich das sozusagen offenkundig durch automatisierte, wiederum KI-Tools, indem ich die Texte überprüfe oder ist es nicht sinnvoll, ein solches Logo auch anzubringen und da sozusagen zu sagen, ja okay, dieser Text wurde, also reine Recherche, müssen wir jetzt glaube ich nicht deklarieren. Aber spätestens in dem Moment, wo die Texte KI geschrieben sind oder zumindest KI-mäßig überarbeitet worden sind, sollte man vielleicht das auch kenntlich machen.
Definitiv. Definitiv. Wenn du einen Text in der Zeitung schreibst, steht auch drunter, wer mitgearbeitet hat. Du musst deine Quellen angeben. Also das gehört einfach dazu. Und in dem Fall muss man einfach sagen, ich habe mir den Text, da habe ich mich unterstützen lassen von der KI. Also ich finde da nichts Schlimmes dran. Und wie ich vorhin schon gesagt habe, Also eigentlich müsste Wildberger jetzt hergehen und sagen, hey, was erwartet ihr von mir? Ich bin der Digitalminister. Ich verwende natürlich KI. Und ab jetzt wisst ihr das, dass ich die KI benutze. Ich hätte es vielleicht schon vorher sagen sollen.
Ja, absolut.
Okay. Wir werden das Thema weiter beobachten.
Definitiv.
Das ist sicher noch nicht zu Ende.
Ich mache auch mal einen KI-Podcast mal wieder. Und jetzt haben wir unseren Malte zurück. Ihr habt es gehört, der war zwischendrin mal verschwunden. Und der macht jetzt den glorreichen Abschluss, den eigentlich Peter hätte machen sollen.
Ja, es war jetzt tatsächlich nicht so mit Absicht, aber ich habe gerne den Peter vor mir. Ich höre mir nämlich erstmal gerne an, was er so zu erzählen hat. Ich höre mir überhaupt gerne an, was andere zu erzählen haben mit Podcasts, zum Beispiel den E-Government-Podcast, da bin ich ja großer Fan von und ich war auch großer Fan vom E-Health-Podcast, der leider jetzt November, Dezember letzten Jahres zu Ende gegangen ist. Da haben so Medizin, Informatik, Professoren einen Podcast gemacht, der auch einen fast schon lexikarischen Charakter hatte. Also das waren vom Inhalt her durchaus vergleichbar so ein bisschen mit Vorlesungen, also Tiefe und Fundament. Das habe ich immer sehr gut gefunden, war deswegen auch sehr traurig, dass er zu Ende ist und bin deswegen glücklich verkünden zu können, dass Heise jetzt einen Digital Health Podcast hat, der zum Teil sich richtet an das breite Publikum. Aber zum Teil auch ziemlich nerdig in die Tiefe geht, wenn man sich so die Folgen anguckt. Poorade soll Evidenzsynthese in den Lebenswissenschaften beschleunigen. Also das ist schon tolle Folgen und ich habe schon so einiges gehört. Ganz vorne dabei ist die Marie-Claire Koch. Die kennt man auch, wenn man Artikel in der CT liest oder eben heise online liest. Die meldet sich da häufiger zu Wort zu Gesundheitsthemen. Ja, deswegen an der Stelle die Empfehlung für den neuen eHealth-Podcast Digital Health von Heise. Und dann habe ich was zum Bezahlen. Und zwar hat die Bundesbank zusammen mit Forsa eine Studie gemacht zum Zahlungsverhalten in Deutschland 2025 mit über 6000 Personen, die da befragt wurden. Und das Ergebnis haben sie jetzt am 17. Juni veröffentlicht. Und das lässt sich sehen, denn inzwischen auch in Deutschland gibt es jetzt einen Anteil von 55% aller Zahlungen, die inzwischen elektronisch abgewickelt werden. Also mit Paypal, mit Visa, mit Mastercard, mit Girocard, mit Vero. So ein bisschen Thorsten lächelt gleich, weil Vero ist natürlich auch ein Lieblingszahlungswerkzeug von Thorsten.
Genau, ich habe nur viel zu wenig Einsatzmöglichkeiten. Aber ich wollte eigentlich was anderes sagen. Mir ist gestern zum ersten Mal passiert in Deutschland, dass sich bei mir jemand entschuldigt hat, dass er nur elektronische Zahlmittel annimmt und kein Bargeld. Also normalerweise wird man, geht es eher so, wir nehmen nur Bargeld und der hat gesagt, ja, es tut mir leid, wir nehmen nur elektronische Zahlmittel, kein Bargeld. Das ist mir das erste Mal in Deutschland passiert.
Ja, und es geht eben voran. Also 55 Prozent elektronisch, nur noch 45 Prozent mit Bargeld, obwohl die Deutschen da ja sehr auf ihrem Bargeld bestehen. Und weil eben die elektronische Zahlung in ihrer Bedeutung so sehr zunimmt, gab es jetzt beim digitalen Euro wieder einen Fortschritt. Nämlich der Ausschuss für Wirtschaft und Währung, Econ, im EU-Parlament, hat am Dienstag in dieser Woche seine Position zum digitalen Euro beschlossen. Und zwar haben sie für drei Gesetze gestimmt. Einmal Einführung des digitalen Euro, dann die Bereitstellung dieses in Nicht-EU-Euro-Ländern und nochmal ein gesetzlicher Schutz von Bargeld. Also auch da haben die Deutschen so ein bisschen Einfluss wahrscheinlich gehabt. Das Bargeld wird uns weiter erhalten bleiben. Und da gab es ganz interessante Sachen. Also es wird ein Privacy by Design, also Datenschutz ist ganz wichtig, eine Offline-Nutzung wird es geben für den digitalen Euro. Und zum Beispiel über Smartphone soll man auch ohne Online-Anbindung zahlen können. Allerdings wird dieser Bargeldbestand, den man offline haben kann, eine Obergrenze haben. Und das werden nur Privatpersonen machen dürfen, keine Unternehmen. Und natürlich, wenn das offline auf dem Smartphone ist, das elektronische Geld, dann verliert das Smartphone, dann ist auch das elektronische Geld weg.
Wir kennen das alle von der Geldkarte von früher.
Ja.
Hat die einer von euch schon mal benutzt?
Ja, Peter nickt.
Ich habe damit mal ein Parkhaus bezahlt. Mehr ging nicht.
McDonalds war da immer ganz heiß dabei. Aber das glaube ich war noch zu Schulzeiten oder so. Also es muss schon lange her sein.
Ich kenne das tatsächlich gar nicht. Ich weiß, das war auf diesen Chips von diesen Geocampen. Das war die erste Anwendung von diesen Chips drauf. Ja, und es wird keine Verzinsung geben. Und Unternehmen müssen innerhalb von 24 Stunden melden, also dürfen auch nicht lange das Geld halten. Also es ist beim digitalen Euro, es soll das nicht zur Geldhaltung verwendet werden. Und das wird dann 24 Monate lang eingeführt. Also es wird eine lange Einführungsphase geben, um zu gucken, dass das auch stabil funktioniert. Und ganz interessant, sicherlich auch hier für uns, für uns Verwaltungsdigitalisierer, es wird auch eine Annahmepflicht geben. Und die wird sich sicherlich nicht nur auf Unternehmen beschränken, sondern auch auf Behörden. Das heißt also, auch wir werden den digitalen Euro annehmen müssen.
Ich hoffe, dass der digitale Euro gleich direkt in die Audi Wallet mit eingebaut wird, weil wenn es schon eine staatliche Wallet gibt, dann kann man da auch den digitalen Euro mit einbauen.
Ja, und wie schon gesagt, bei der Einführung, der gesetzliche Schutz von Bargeld wird auch kommen. Das heißt, es wird auch, was du gesagt hast, der Händler, der sich entschuldigt, dass er kein Bargeld angenommen hat, dem könnten Strafen drohen. Denn es wird weiterhin eine Pflicht geben oder ein Recht darauf, mit Bargeld bezahlen zu können.
Ja, also es war tatsächlich Micropayment. Also ich habe da ein Eis gekauft für 2,50 Euro und da hast du normalerweise sagen dann die Eishändler, also nur Bargeld. Erst ab 10 Euro kannst du mit Karte bezahlen.
Ja, das kenne ich auch immer noch. War früher sogar im Supermarkt so. Hat sich jetzt auch seit ein paar Jahren geändert. Ja, und dann gibt es eine Überprüfung von Influencern, gerade in Bayern. Ich denke, das ist für den Thorsten direkt relevant. Und zwar gab es eine Steuerprüfung und Bayern hat Steuernachzahlungen von 550.000 Euro erhalten. Ja, denn es droht nämlich auch ein zweiter Teil der Steuerprüfung. Das heißt, Sie sind weiter den säumigen Influencern auf der Spur, dass Sie Ihre Steuern nachzahlen, Thorsten.
Ja, ich bin ja kein Influencer und was sie an Einnahmen haben, steht transparent auf meiner Webseite und das sind so 40 Euro im Monat. Also ich glaube, so viele Steuern sind da nicht zu holen. Und ich gebe die auch ordentlich an.
Zu guter Letzt wollte ich zumindest darauf verweisen, dass es ganz, ganz wichtige Beschlüsse zum Deutschlandstack gab, dass wir da in großen Schritten vorankommen und da gibt es eine tolle Podcast-Sendung zu, zufällig auch unter dem e-Government-Label. Deswegen will ich die nicht allzu sehr sponsern. Aber wer die Monatschau hört und die Deutschlandstack-Sendung, also das ist die Sendung, wo draufsteht, 50. Sitzung des IT-Planungsrates, nicht gehört hat, sie ist diesmal überraschend kurz geworden, Thorsten. Aber in der Kürzen liegt die Würze. Kurz und knackig, kann man mal kurz rüberschalten und hören, was es beim Deutschlandstack Neues gibt. Das ist nämlich sehr viel und ich darf ja leider nicht spoilern, glaube ich, weswegen ich das dann hiermit auch nicht tue.
Du kannst doch die Sendung spoilern, die ist doch schon live, die ist doch schon raus.
Okay. Also. Der springende Punkt ist, dass wir mit dem Deutschland-Stack, ja, das wollen wir, darüber reden wir die ganze Zeit, hier im Podcast sowieso, endlich einheitliche Tag-Stacks wollen und zu einheitlichen Tag-Stacks kommen. Und wir sind fast noch ein bisschen zu wenig mutig, denn wir reden zumindest beim Deutschlandstack schon davon, ganz viele Sachen ganz stark an Standards zu vereinheitlichen. Und da habe ich so ein bisschen im Hinterkopf gedacht, bei Software ist, weil Software Software ist, ein Standard häufig auch in der Implementierung. Und nicht nur auf dem Papier und es gibt ganz unterschiedliche Implementierungen, die den gleichen Standard haben, sondern es ist bei Software so, dass ein Standard tatsächlich eine einzige Implementierung ist, die dann jeder hat. Sehr, sehr gutes Beispiel hatten wir vorhin schon eingangs den Linux-Körnel, der für sehr viele Sachen verwendet wird und im Grunde einen unglaublich verbreiteten Standard darstellt. Und das ist ein sehr, sehr großes Stück Software und wir hoffen, dass wir beim Deutschlandstack auch irgendwo dahin kommen, dass wir wiederverwendbare, große Stücke Software nehmen. Und auch hier ganz wichtig zu betonen, das soll die Fachverfahrenshersteller um Himmels Willen nicht auskegeln, sondern sie können dann diese Open-Source-Stücken Software nehmen und sie, irgendwo helfen, in den Betrieb zu bringen, sie mit Zusatzmodulen verbessern und veredeln und dadurch allgemein die Verwaltungsdigitalisierung voranbringen.
Ja, ich habe die letzten zwei Tage auch wieder mit vielen Fachverfahrensherstellern gesprochen. Ja, die finden prinzipiell ganz gut, dass es den Deutschlandstack gibt, aber so wirklich den Druck, dass sie den Deutschlandstack umsetzen müssen, den spüren die noch nicht.
Ja, und das ist nicht so schön. Da hatten wir, genau, da hatten wir schon ein paar Mal drüber gesprochen. Deswegen Sendung hören und mehr Druck machen.
Jo. Mag noch jemand was zum Deutschlandstech sagen?
Also ich habe es auch schon gehört, ich finde es auch sehr spannend und interessant und hätte eher einen Vorschlag zu dir in die Richtung, Thorsten, dass wir mal einen Podcast machen, der Malte und ich vom Betrieb mit Stefan und dir dann zusammen für den Deutschlandsteck, wo wir uns da mal intensiv unterhalten, wie man das auch wirklich an die Kommunen oder dann an die Behörde bringt.
Wir sollten sowieso mal einen Betriebsnerd-Podcast machen, da werde ich wahrscheinlich sehr ungläubig daneben sitzen und ihr werdet hier abnerden und ich kann nur, ihr müsst mir dann die Sachen alle erklären, aber das sollten wir uns auf jeden Fall mal vornehmen.
Also ich finde wir sollten es mal an die Praxis zu hören, was sind die Schritte, die gemacht werden müssen, dass auch wirklich eine Kommune, eine Behörde, wer auch immer das einfach mal nutzen kann, was muss man erreichen, wie muss man rein, was für Vorteile habe ich, wo starten unsere Synergieeffekte, wann hören wir endlich auf, dass wir alle unser Rat selber erfinden.
Genau, dann nehmen wir den Heinz Gräsing dazu, euch beide den Heinz Gräsing, weil der er betreibt ja auch ein Rechenzentrum und alles, bei dem ist ja sowieso alles Open Source.
Da bin ich echt gespannt, den dann auch mal auf den Zahn zu fühlen, was da so alles Open Source ist und wie das bei ihm alles miteinander zusammen funktioniert.
Ich werde ihn gleich mal anfunken. Okay, dann sind wir durch soweit, oder? Haben wir noch was vergessen?
Nein.
Eigentlich würden jetzt noch ein paar Hausmeister-Themen kommen, haben wir aber keine. Dann gehe ich zur zweitbeliebtesten Rubrik dieser Sendung. Und zwar zum Veranstaltungskalender. Und der Veranstaltungskalender für Juli ist sehr leer. Ich habe hier genau drei Veranstaltungen drin. Und zwar am 1. Und 2. Juli, Bayerisches Anwenderforum in München. Dann haben wir natürlich am 5. Juli, ganz ganz wichtig, Digital Independence Day. Ich muss nicht nochmal erklären, was das ist, aber Digital Independence Day ist wichtig. Und am 7. Juli haben wir die eNRW in Düsseldorf. Und das war es auch schon an Veranstaltungen im Juli, was bei mir im Kalender steht. Vielleicht habe ich noch ein, zwei vergessen. Wer Veranstaltungen hat, kann jederzeit diese in den Kalender eintragen. Dann werden Sie auch hier einmal in der Monatsshow mit verlesen. Und man kann diesen Kalender auch tatsächlich abonnieren und dann hat man immer die aktuellsten Veranstaltungen bei sich auch im Kalender stehen und kann damit auch ringsherum planen. Das war es soweit vom Veranstaltungskalender und dann die von mir beliebteste, Kategorie ist der Dank an meine Unterstützerinnen und Unterstützer. Und das waren in diesem Monat Claudia, Florian, Michael, Nils, Kalli, Heinz, Jonas, Don und Matthäus. Und ja, vielen Dank. Vielen Dank, Andreas. Vielen Dank, Peter. Vielen Dank, Malte, dass ihr da wart. Dass ihr mit mir bei diesem heißen Wetter, ich sehe auch schon alle eure Gesichter, die glänzen schon.
Hat aber wieder sehr großen Spaß gemacht hier.
Ja, sehr großen Spaß gemacht und wir hatten technische Probleme diverserster Art. Ich kann mir nur vorstellen, dass das an der Hitze hängt. Ich hoffe, dass die Sendung auch noch ordentlich geschnitten wurde. Genau und vielen Dank euch, liebe Hörerinnen und Hörer und bis zum nächsten Mal.
Vielen Dank und fröhliches Schwitzen.
Ciao.
Tschüss.

Ein Kommentar zu „Monatsschau 06/26“

  1. Wieder mal eine verheerende Folge: Es wäre schon zu begrüßen, wenn Leute die einen Staat lenken sollen, sich selbst Gedanken machen und Konzepte verstehen und erarbeiten würden. Statt, auf Fox News und Reddit trainierten, stochastischen Papageien (die noch dazu fast ausschließlich aus der größten Bananenrepublik des Planeten stammen) gedankenlos die Führung zu überlassen.

    Das Tun von Politikern hat nämlich Auswirkungen auf mindestens 80 Millionen Menschen! Das ist nicht wie in der „Verwaltungsdigitalisierung“, wo man 20 Jahre lang ergebnislos „konzeptioniert“, ohne dass je etwas Verwendbares dabei herauskommt.

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