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Bild zur Folge „50. Sitzung des IT-Planungsrates“

Folge 266

50. Sitzung des IT-Planungsrates

Dauer: 37 Min.

Die 50. Sitzung des IT-Planungsrates war eine Jubiläumssitzung mit vielen Wegweisenden Entscheidungen. Ich spreche mit Markus Richter und Stephan Bartholmei über diese Beschlüsse.

Kommentare  unter: https://egovernment-podcast.com/egov266_50-it-plr/

oder beim Amtsfunk https://amtsfunk.communex.app/group/12116

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Ja hallo und herzlich willkommen beim e-Government Podcast. Ich bin Thorsten Frenzel und ich habe heute ja zwei bekannte Gesichter bei mir hier im virtuellen Studio. Die waren alle schon mal da und heute geht es um die 50. Sitzung des IT-Planungsrates und nein, wen ihr jetzt kopfhaft ist, sind nicht dabei. Es ist dabei Markus. Hallo Markus, ich grüße dich.
Hallo Thorsten.
Und der Stefan ist da. Hallo Stefan.
Hallo Thorsten.
Genau, und vielleicht fangen wir ganz kurz, falls jemand vergessen haben sollte, wer ihr seid, was ich mir nicht vorstellen kann. Markus, fang doch mal an, wer du kurz bist.
Ja, sehr gerne. Ich bin Staatssekretär im Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung. Ja, organisiere so ein bisschen mit den Aufbau des Ministeriums und vor allem, versuche dafür, mit Sorge zu tragen, dass auch die Ergebnisse zeitgerecht geliefert werden.
Ja, schön, dass du auch wieder da bist. Und Stefan, dich kennt man ja tatsächlich schon hier aus der Monatsschau, aber vielleicht sagst du auch nochmal ganz kurz.
Ja, und ist so ein bisschen auch der Grund, warum wir jetzt hier auf die 50. Sitzung hingearbeitet haben, warum ich in der Monatsshow immer absagen musste, das letzte halbe Jahr. Genau, ich bin Stefan Barton-May, ich leite die Abteilung Produktmanagement in der FITCO und habe unseren Präsidenten André Göbel vertreten.
Ja, 50. Sitzung IT-Planungsrat. Ich habe schon überall in Social Media gesehen, alle haben so schicke 50. Sitzung-Coins geschenkt bekommen. Das sah schon ganz cool aus. Habt ihr wenigstens auch ordentlich gefeiert hinterher oder war das eher so eine Randnotiz?
Naja, es war eher nüchtern, will ich mal sagen, weil wir natürlich in so einem Sitzungsformat drauf erpicht sind, auch gute Verabredungen zu treffen. Und da wird natürlich auch viel diskutiert. Aber wir haben auch die Zeiten dazwischen genutzt, um zu socialisieren, würde man sagen.
Sehr gut. Und wir wollen heute, wie immer, die Highlights besprechen aus der IT-Planungsratssitzung. Und da hätten wir heute einmal Portfolio Governance, nächste Schritte Deutschlandarchitektur, Anbindung an die Eudi Wallet, Produktübernahme Kern und Umsetzung Ziffer 216 föderale Modernisierungsagenda.
Ja, es gibt sogar ein Breaking News sozusagen aus der Sitzung. Unmittelbar, wenn es um die Finanzierung geht, auch das Rollenverständnis zwischen Bund, Ländern, Kommunen ist geklärt worden. wenn es jetzt um die gemeinsame Digitalisierung geht. Also war eine picke, packevolle Sitzung. Insofern ist das schon spannend.
Dann lass uns doch direkt mal mit der Finanzierung einsteigen. Was gab es denn da für Breaking News quasi?
Also der Bund hat sich committet, die zentralen Komponenten des Deutschlandstecks zu finanzieren, sowohl von der Entwicklung als auch vom Betrieb und der Weiterentwicklung geht da in die Verantwortung, während die Länder sich dazu verpflichtet haben, für die Nutzung zu sorgen, für den Flächenausroll, für den Anschluss, gemeinsam mit den Kommunen das sicherzustellen. Und das wird auch zeitlich hinterlegt und nachverfolgt. Also es ist auch eine hohe Transparenz dabei.
Haben die Länder schon eine Idee, wie sie das machen können mit dem Flächenrollout?
Mein Eindruck ist ja. Das haben wir intensiv diskutiert. Jedes Land ist ein bisschen unterschiedlich, je nach kommunaler Selbstverwaltung. Manche Länder haben auch zentrale Stacks schon ein Stück weit und stellen das darüber sicher. Andere müssen tatsächlich jetzt von Kommune zu Kommune ziehen. Ich bin froh und finde es auch richtig, dass viele Länder gesagt haben, na gut, die Lösung stellen sie dann kostenfrei den Kommunen zur Verfügung. Aber auch da jedes Land ist unterschiedlich und da regieren wir jedenfalls als Bund nicht rein. Die Hauptsache, es findet statt.
Aber wenn es vom Bund zentral finanziert ist, dann müssen doch die Länder nichts mehr zahlen, oder?
Es geht um den Anschluss, also wir bezahlen die Komponente, aber den Flächenanschluss, der ist noch zu leisten.
Und sie werden ja auch nicht alleingelassen, die Länder und die Kommunen. Alle die Produkte, sei es, die es schon gibt, bei uns ja FitConnect, das wir mit einbringen, auch als FitCo, aber auch in der Audi Wallet, ist ja ganz viel Wert auf Anbindungssupport gelegt. Es gibt Unterstützung. Bei Fitconit gibt es Software Development Kits für die Anbindung von Fachverfahren und auch dedizierte Anbindungsmanager oder eben Rollout-Spezialisten. Also es ist jetzt nicht so, dass die Länder und die Kommunen alleingelassen werden, aber trotzdem entstehen auf deren Seite, an deren Systemen natürlich auch Kosten und die haben sie sich bereit erklärt zu tragen.
Und da haben wir jetzt eigentlich den perfekten Übergang. Wir sprechen über die Finanzierung des Portfolios und ihr habt jetzt beschlossen, dass es ein Portfolio Board geben wird. Wie wird denn dieses Portfolio Board ausschauen und welche Inhalte wird dieses Portfolio Board betreuen?
Ja, ich war so ein bisschen Teil des erweiterten Steuerungskreises, der sich damit beschäftigt hat. Da muss man auch nochmal eine Mitarbeiterin von Markus erwähnen, Cordula Kießling, Unterabteilungsleiterin, die hat das meisterhaft gemacht. Also die ganzen Länder, die ganzen Interessen zusammenzubringen, immer wieder für Ausgleich zu sorgen, das in so einer Kadenz zu strukturieren, dass wir alle strittigen Fragen besprochen haben. Also das war wirklich, das hat Spaß gemacht, da mitzuhelfen. Und ja, bei der haben wir das ganz wesentlich zu verdanken, dass wir so weit gekommen sind und natürlich der Bereitschaft der Länder. Alle haben gesagt, das finden wir gut. Wir engagieren uns auch auf höchster Ebene. Also zum Beispiel Milen Starke, Staatssekretärin aus Thüringen, war jede der zwölf Sitzungen dabei. Wahnsinn. Freitag morgens um acht, weil natürlich in den Zeitlinien dieser hochbeschäftigten Leute wenig Zeit ist. Aber es ist auch sehr genossen worden. Wir haben uns intensiv auseinandergesetzt. Es gibt ja in der 49. Sitzung hat man ja schon diese Portfoliosteuerung beschlossen. Und jetzt war ja der Auftrag, das weiter zu entwickeln, wie dieses Portfolioboard genau funktionieren soll und auch einmal einen Testlauf zu machen in der ersten Portfoliobewertung. Also einmal hat dieser erweiterte Steuerungskreis als Portfolioboard sich betätigt.
Und ich finde, das Ergebnis kann sich echt sehen lassen. Also das Portfolio richtet sich jetzt an den Deutschlandstack aus. Damit schaffen wir auch einen Arbeitsmuskel für weitere Komponenten, die wir in den Deutschlandstack legen. Wir haben damit den Einstieg in eine gemeinsame Arbeit geschafft, der, wirklich eine kleine Revolution darstellt, wenn man so will, weil wir erstmals zentrale Komponenten gemeinsam nutzen auf gleichen Servern, wenn man so will, und nicht mehr so monolithisch jedes einzelne Fachverfahren für sich isoliert sieht. Und das ist schon im gemeinsamen Tun zwischen Bund, Ländern und Kommunen ein Novum.
Steht schon fest, wer an dem Board ist oder wird das erst noch festgelegt?
Ja, es ist eine sehr schlanke Struktur, die wir uns da gewählt haben aus dem Bund und fünf Bundesländern. Das ist ja auch Ausdruck des Vertrauens, dass alle Länder gesagt haben, es ist okay, wenn die das machen in unserer Vertretung. Am Ende entscheidet immer der IT-Planungsrat in Gänze, aber es ist eine schlanke Struktur. Und es sind fünf Länder, die kann der Stefan ja nochmal nennen.
Genau, es ist Bremen als Vorsitz, Bayern, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Thüringen und der Bund. Und ich lese es gerade von den veröffentlichten Beschlüssen ab. Also das kann jeder auch nochmal nachlesen auf der IT-Planustrats-Webseite.
Genau, die Beschlüsse sind natürlich wie immer auch in den Shownotes. Und da muss man nicht suchen, sondern einfach nur klicken. Wenn man den entsprechenden Podcast-Player hat, dann hat man das auch ordentlich angezeigt.
Was ich noch betonen wollte, das ist ja wirklich auch Arbeit. Das ist, sonst ist man ja viel in unserem Kontext, im Repräsentationskontext, man muss beteiligt, es muss gehört werden, es muss eine Balance geben, aber hier sind explizit auch Personen dahinter, die dann auch die Kontinuität herstellen, weil das haben wir auch schon gemerkt im erweiterten Steuerungskreis, wenn man dann so ein Hand-off macht zwischen Staatssekretärin und Abteilungsleiter und so weiter, dann kann es sein, dass es von Sitzung zu Sitzung auch verloren geht und das ist das Commitment da, dass es da dieses persönliche Engagement gibt. Da gibt es halt auch ein ganz hohes Vertrauen in diese Personen, die dann da auch agieren.
Ah, okay, das sind auch sechs feste Personen, die dann da vertreten sind. Ah ja, das klingt sehr gut. Wenn wir gerade über Portfolio-Board sprechen, ist auch schon das Thema Deutschland-Stack, angeklungen, beziehungsweise Deutschland-Architektur. Da gab es auch einen Beschluss dazu, beziehungsweise ist das auch einer von diesen Top-Themen. Was habt ihr denn da weiter vorangebracht?
Also das Thema Architektur ist quasi die dritte Säule. Neben den Standards, die wir schon festgelegt haben, neben dem Portfolio, also den Produkten des Deutschland-Stacks, auch zu sagen, na wie ist denn die Architektur? Weil da natürlich ganz grundlegende Entscheidungen zu treffen sind, damit Interoperabilität sichergestellt ist, Anschlussfähigkeit und wir dadurch auch Souveränität generieren, dass wir Lösungen austauschen können. Wir haben klar im Blick, dass wir in so einer Digital Public Infrastructure uns bewegen. Das heißt, wir reden von einzelnen Komponenten, deren Lösung auch jeweils ausgetauscht werden kann und machen uns dafür für den Markt offen. Und es ist gut, dass wir über den Ansatz, den wir jetzt verabschiedet haben, nicht singulär auf unseren architektonischen Inseln sitzen bleiben, sondern dass dadurch, dass wir jetzt eben ein gemeinsames Portfolio, eine gemeinsame Infrastruktur entwickeln, auch diese architekturellen Rahmenbedingungen klar gemeinsam erzeugen. Und ich freue mich, dass das auch in dieser schlanken Struktur realisiert wird. Und wir fangen ja nicht auf der grünen Wiese an. Es gibt sehr viele Vorarbeiten mit Blick auf die Deutschlandarchitektur. Und mir ist nur wichtig, dass diese Arbeit sehr konkret operativ wird. Und auch die muss sich am Ende des Tages daran messen lassen, wie sehr schaffen wir es, in der Fläche anzukommen mit unseren Lösungen. Und deswegen geht Portfolio, Architektur Hand in Hand zusammen mit den Standards, die wir festgelegt haben.
Also ich kann auch noch sagen, irgendjemand hat das erzählt, der Bitkom wäre mit der Idee um die Ecke gekommen. Ich habe aber tatsächlich den Deutschlandstext zum ersten Mal von Markus gehört. Und da muss ich auch sagen, ein Geniegriff, das lag ja auch nun, in der Zeit, in Europa, in Indien, aber das ist genau das richtige Learning aus dem, was wir vielleicht beim OZG, und mit Eva vielleicht noch, ja, da haben wir Erfahrungen gesammelt, sind wir klüger geworden und ja, man hat ja gesagt, okay, man wollte schon länger government-as-the-Plattform machen, hat dann aber auch irgendwie so ein bisschen. Also ist jetzt im Rückblick vielleicht einfach zu sagen, aber man hat sehr diese Nachnutzung betont. Und Nachnutzung ist kein Wert an sich. In der heutigen Zeit, Markus, ich weiß nicht, ob du nochmal auf den Vortrag von Frau Plattner zu sprechen kommst. Ja, wir sind ja in der Zeit von KI, wir erleben mal eine unglaubliche Beschleunigung. Also unser Thema ist ja Economy of Speed, Time to Margin und dafür sind Plattformen gut und dafür ist auch Architekturmanagement gut. Also nicht zeichnen von Boxen und Pfeilen, keine Togav-Orgien, keine Archimate-Dokumenten stapeln, sondern man muss die richtigen Fragen beantworten können. Also man muss dann eben sagen, wenn Herr Wildberger oder Markus kommen und sagen, hier, das muss in einem halben Jahr da sein, was müssen wir dafür machen? Und das ist auch eine Architekturaufgabe. Oder eben sagen, hier, was ist denn jetzt, wenn hier auf einmal eine Krise eintritt und wir haben auf einmal 50-fach gestiegene Nutzungszahlen? Sind die Lösungen so ausgelegt, dass sie damit umgehen können? Das sind Fragen, die dieses Architektur-Menschement beantwortet. Und ich bin auch ganz froh, wir haben jetzt ja auch mit TILAC mal Hand und mal Händen dran. Der hat auch einen richtig, wie ich finde, tollen Input auf der Planungsratssitzung gegeben. Haben wir auch einen ganz frischen neuen Abteilungsleiter bei uns, der das auch verkörpert. Der kommt von der Agora, hatte auch einen Überblick, wie die erfolgreichen Stacks und Lösungen, Government-E-German-Plattformen in den anderen Ländern aufgebaut sind. Und da haben wir nämlich genau diese Digital Public Infrastructure im Kern.
Ja, und ich erinnere mich noch gut daran, als ich vor zwei Jahren beim World Government Summit in Dubai gewesen bin und viele Gespräche mit Indien und anderen Vertretern hatte, dass in mir auch nochmal der Gedanke verstärkt worden ist, zu sagen, wir brauchen so einen zentralen Stack, weil ich komme natürlich jetzt aus dem gemeinsamen Tun, aus dieser OZG-Welt, wo wir eine klare Rollentrennung zwischen Bund, Ländern und Kommunen erleben mussten sozusagen und der Bund nur den Online-Zugang regeln durfte, aber eben nicht mehr. Und das ist alles sehr, sehr komplex und mühsam. Es ist richtig, dass wir den Prozess trotzdem weiter fortsetzen, aber mit dieser Stack-Logik haben andere Staaten vorgemacht, dass man eben deutlich schneller sein kann und in einer geopolitischen Situation, die mehr als kritisch ist, uns auch freischwimmen können. Und ich hatte das ursprünglich eigentlich Open German Government Stack mal genannt, weil mir auch wichtig war zu sagen, was sind die Designprinzipien. Wir wollen keine deutsche Insel jetzt da irgendwie bauen, denn das, was wir im Föderalismus machen, muss ja auch europäisch anschlussfähig sein und auch international idealerweise. Und es hat sich dann am Ende dieser Deutschland-Stack als Name durchgesetzt. Aber es ist schon so angelegt und so hat es sich ja auch im Koalitionsvertrag der Regierung dann wieder gefunden, dass es anschlussfähig nach Europa sein soll. Und ich glaube, wir sind da Frontrunner jetzt mit den Standards, die wir in den Konsultationsverfahren finalisiert haben, natürlich auch weiterentwickeln, weiter pflegen, weil wir dadurch sicherstellen, dass wir eben auch anschlussfähig für Lösungen vom Markt sind. Und das ist wirklich mehr denn je nötig. Wir hatten in der Tat auch Claudia Plattner als BSI-Präsidentin bei uns in der Sitzung, die nochmal mit Blick auf KI, die Vorgänge rund um Anthropic, also den neuen Frontier-AI-System sozusagen, sehr plastisch dargestellt hat. Und das verpflichtet uns dreimal mehr dafür zu sorgen, dass wir auch im Staat gemeinsam robust und resilient unterwegs sind. Und das gelingt natürlich besser, wenn wir auf gemeinsame Komponenten auch abzielen und gemeinsame Standards realisieren, als wenn jeder für sich versucht, das Thema zu lösen.
Ich muss sagen, erst mal Glückwunsch, TILAC ist eine tolle Talent-Aquise, also muss man sagen. Und der D-Stack scheint auch tatsächlich, also ich glaube, der D-Stack wird was, weil wenn ich mir anschaue, wie viele Anfragen ich bekomme von Hörerinnen und Hörern, sag mal D-Stack, hast du da was gehört, wie sieht es da aus, wie geht es weiter, kannst du uns da mehr erzählen, hatte ich bisher noch zu keiner Infrastruktur-Komponente, die ich jemals irgendwie im E-Government-System vorgestellt habe oder besprochen habe. Also das ist auch in der Wirtschaft, schauen die Leute drauf und das finde ich gut so.
Ja, es ist eine Chance, dass wir schneller Lösungen zugänglich machen, aber wir lösen auch Ängste aus. Das muss man ehrlicherweise dazu sagen, weil es natürlich auch viele Unternehmen gibt, die in ihre eigenen Systeme investieren und verunsichert sind. Und da will ich ganz kleine Einladung aussprechen. Es geht uns mit dem Deutschlandstext nicht darum, den Markt zu verdrängen oder zu bereinigen. Im Gegenteil, wir wollen gemeinsam robuster werden, mit Blick auf das, was im Bereich der Künstlichen Intelligenz zum Beispiel sich entwickelt. Und es wird uns nur gelingen, wenn wir Anschlussfähigkeit sicherstellen. Das heißt, ich lade ganz herzlich ein, auch Unternehmen aus dem Mittelstand, die vielleicht auf kommunaler Ebene aktiv sind, gemeinsam mit uns dafür zu sorgen, dass deren Verfahren anschlussfähig werden. Es macht einfach Sinn, dass wir eine Wallet in Deutschland realisieren im Verwaltungskontext, und nicht jeder seine eigene. Und trotzdem können natürlich Anbieter von Lösungen sehr gut und vielleicht noch besser bei der Integration von solchen zentralen Komponenten Planungssicherheit bekommen für ihre eigenen Investitionen.
Markus ist Meister der Überleitungen, weil die Wallet ist genau das Nächste, was wir jetzt ansprechen. Die Eudi-Wallet war auch ein großes Thema. Okay, das ist ganz logisch, weil wenn man über D-Stack spricht, muss man auch über die Eudi-Wallet sprechen, weil das gehört alles da zusammen. Was waren denn die Themen, die ihr zur Eudi-Wallet besprochen bzw. Sogar beschlossen habt?
Also zunächst einmal haben wir nochmal die Funktionalität dargestellt. Das ist auch ein Informationsaustausch gewesen, dass wir ab Beginn des nächsten Jahres mit einer Wallet an den Start gehen, die die Personenidentifizierung beinhaltet, die Authentifizierung beinhaltet, Nachweise schon beinhaltet und dass dann im weiteren Verlauf weitere Komponenten hinzukommen, elektronische, qualifizierte elektronische Signatur, Payment-Funktion. Teilweise stehen auch noch Implementing Acts, wie man so schön sagt, von der EU aus. Wir drängen natürlich darauf, dass das möglichst rasch alles finalisiert ist, sodass wir da auch vorangehen können. Wir sind aber mit der EU-Kommission im engen Austausch. Wir haben darüber hinaus verabredet, dass die Wallet ebenfalls flächendeckend von allen Ländern integriert wird. Dazu lassen wir die Länder und die Kommunen nicht alleine, im Gegenteil. Wir haben ja eine Testumgebung bereits, eine Entwicklungsumgebung bereits freigeschaltet. Ich freue mich, dass viele Kommunen in der Anbindung sind. Es gibt ja zwei Wege für Kommunen sich anzubinden, entweder über die Bund-ID, die quasi eine Wallet-Integration mitbringt, oder über eine direkte native Integration der Wallet in die eigenen Systeme. Beides steht offen und ich freue mich, dass viele Länder jetzt sehr aktiv mit uns gemeinsam unterwegs sind und sich alle verpflichtet haben, das auch für eine Flächendeckung an der Stelle zu sorgen. Und das ist mir klar, da zeige ich nicht mit Fingern auf andere, da zeigen auch Finger auf uns. Wir müssen sicherstellen, dass wir die Zeitpläne halten, das werden wir. Wir werden da auch nochmal kommunikativ auch nochmal Aufschläge machen. Was mich sehr freut, wenn ich das sagen darf, ist, dass jetzt EU-Staaten teilweise schon entweder sich sehr interessiert an unserer Lösung zeigen oder unsere Lösung eins für eins übernehmen. Es hat gerade Rumänien zum Beispiel erklärt, dass sie unsere Lösung übernehmen werden. Sie haben alle Lösungen in Europa gescreent und halten unsere für die beste und die zukunftsfähigste und diejenige, die auch skaliert und sicher ist. Und insofern freue ich mich, dass wir da so ein Stück weit Frontrunner sind. Fühlt sich auch mal gut an, ehrlich gesagt. Und ich bin zuversichtlich, dass wir das auch gut managen werden.
Wenn ich mir mal eins wünschen darf, vom BMDS zur Eudi Wallet. Wir brauchen anständiges Marketing. Das hat bei der EID leider nicht so gut funktioniert, aber wir haben das schon mal gemacht in Deutschland mit den fünf Postleitzahlen. Ihr erinnert euch, erzähle ich immer wieder. und ich hoffe, dass wir hier mal ein ordentliches Marketing machen und das nicht nur in der Tagesschau auftaucht, sondern meinetwegen auch auf TikTok und sonst wo.
Absolut, nehme ich mit. Das kann ich gut nachvollziehen und das ist auch unser Bestreben.
Okay, nächstes Thema Kern. Kern habe ich neulich einem Entwickler vorgestellt oder einem Grafiker vorgestellt, der überhaupt nichts mit der öffentlichen Verwaltung zu tun hat. Der hat ein bisschen über die öffentliche Verwaltung geschimpft, dass alles so komisch ausschaut. Und dann habe ich ihm einfach mal Kern gezeigt. Und er hat sich das angeschaut und sagt, wow, das ist ja ein Designsystem, das kann ich ja direkt benutzen. Und weil das so gut geht, habt ihr das jetzt auch ins Portfolio aufgenommen von Fitcore.
Ja, da muss man auch sagen, da steckt ja auch viel, viel Know-how drin. Also es gibt ja den Digitalservice als GmbH des Bundes und da gibt es den Martin Jordan, den kennen glaube ich auch ganz viele, der ja bei Gav UK, also das ist ja so ein Ausgangspunkt von ganz vielen bahnbrechenden Entwicklungen und auch Vordenkertum, auch das dortige Designsystem mitentwickelt hat. Und das hat er mitgebracht, den Gedanken. Und dann haben sich Hamburg und Schleswig-Holstein dran gemacht, Kern auch zu entwickeln, auch als Teil der digitalen Dachmarke. Da ist es jetzt erstmal rausgelöst worden, um sozusagen schrittweise vorzugehen. Aber es gibt belegbare Zahlen, was in welcher Höhe da auch Einsparungen erzielt worden sind in UK. Selbst wenn man gar nicht sagt, es ist gut für die Bürger und fürs Wiedererkennen. Selbst wenn man nur sagt, ach, wir wollen Geld sparen. Allein deswegen ist das schon eine Geschichte. Und ich muss einfach sagen, weil das so... Tolle Leute sind, ja, also das ganze Team und ja, es gibt halt in einigen Ländern gibt es natürlich auch eigene Entwicklungen und es wie es immer ist, man muss was aufgeben, wenn man vielleicht sich auf was anderes einlassen will, es passt immer nicht so ganz genau, deswegen haben wir auch, also wir. Wir haben noch den kleinsten Teil gemacht, wir haben überzeugt, wir haben geprüft und ja, haben jetzt Gott sei Dank auch eine Entscheidung, auch die Länder, die gesagt haben, naja, bei uns passt es vielleicht noch nicht, Aber es gibt ja eine oder andere Kommune, die es vielleicht einsetzen und wir glauben dran und wir gehen das jetzt mit. Das fand ich eine ganz tolle Entwicklung. Wir haben jetzt auch den Produktprüfprozess auch schon abgeschlossen. Ich hätte es eigentlich fast noch in der Sitzung erwähnt, aber da hatten wir es schon auf der grünen Liste. Deswegen, ja, also das ist jetzt auch alles durch, werden wir jetzt auch nochmal einreichen Richtung AI-Runde oder Richtung Archibaldsratsverteiler und dann ist das auch durch und dann kann es wirklich da auch noch weiter losgehen. Das Tolle am Kern ist, dass es auch eine so aktive Community gibt. Also auch bei euch in Bayern. Die Akademie macht da Dinge und dann, ja, es ist ein Designsystem. Und wenn das dann impliziert wird in ein bestimmtes Frontend-Framework. Vue.js oder React, dann machen das teilweise eben Unternehmen oder Organisationen, aus eigenem Antrieb, werden natürlich dabei unterstützt. Aber das ist fantastisch. Also wir haben gleich ein ganzes Ökosystem, das dabei ist. Also ich bin ein riesen Kernfan und habe das auch sehr gefeiert. Natürlich sind die anderen Beschlüsse noch bahnbrechender, aber auch das wird gerade in der Kommunikation mit den Nutzerinnen und Nutzern, den Bürgerinnen und Bürgern wirklich einen Effekt haben. Deswegen, also ich habe jetzt viel zu lange, aber ich bin wirklich begeistert von der Truppe und freue mich unglaublich, weil wir haben sie etwas warten lassen in den Gremien. Aber auch da zeigt es ja, der IT-Planungsrat mit seinen Prozessen kommt am Ende zu den richtigen und guten Entscheidungen.
Ich habe noch einen ganz guten und großen und praktischen Vorteil für jede einzelne Behörde, die Ausschreibungen macht, für diese ganzen Basiskomponenten. Ich muss nicht mehr, wenn ich eine Ausschreibung mache, genau definieren, wie die Webseite zum Beispiel ausschauen soll. Ich schreibe rein, Kern-Service-Standards, FitConnect, Eudi-Wallet, Bund-ID, Thema durch. Da spare ich mir schon für fünf große Komponenten auszudifferenzieren, was es tatsächlich sein soll, weil zu allem gibt es Dokumentation. Ich brauche bloß darauf verweisen, Thema durch. Die Ausschreibung wird kürzer, die Ausschreibung geht schneller. Also ich kenne nur sehr, sehr wenig Leute, die gerne Ausschreibungen machen. Von daher ist das schon ein echt praktischer Vorteil.
Sehr plastisch, absolut. Mal ganz zu schweigen von den Entwicklungsarbeiten und allem, was dann tatsächlich noch folgt. Und insofern ist das echt etwas, worauf man aufbauen kann. Kann ich gut nachvollziehen.
Die Entwicklungsarbeit, wenn ich mir nicht als Entwicklungsfirma irgendein Framework aussuchen muss, sondern einfach eins nehmen kann, umso besser. Wenn es Open Source ist und schon da ist, muss ich nicht mehr viel tun. Also ich habe erst neulich einen Podcast gemacht zu FitConnect. Da gibt es fertige SDKs, da muss ich mir noch nicht mal einen Kopf dazu machen. Die benutze ich, die ein Thema läuft. Also es geht schon, ich habe ja schon, bevor es losging, bevor wir Aufnahme gedrückt haben, habe ich schon gesagt, es geht wirklich voran. Wir müssen das nur jetzt auch tatsächlich in die Köpfe von allen verankern, weil es ist so viel vorhanden. Wir müssen einfach nur noch machen.
Ja und am Ende des Tages werden wir daran gemessen, was bei den Menschen und Unternehmen ankommt und ich bin wirklich zuversichtlich, dass sich daran auch der Mehrwert des BMDS, also des Digitalministeriums, zeigen wird, wenn wir im nächsten Jahr mit diesen Komponenten gemeinsam im Föderalismus tatsächlich bei den Menschen ankommen. Und ich hoffe und wir arbeiten dafür, dass es schon so ein kleines Wow-Effekt auch gibt, wie das kann Verwaltung. Deswegen so Kommunikationsstrategie, Layout-Strategien, die Einbindung von Zivilgesellschaft, Usability Journeys und allem, was dazu gehört. Also ich glaube, da greifen die Dinge sehr gut ineinander und ich freue mich ehrlich gesagt drauf, wenn wir endlich auf dem Markt sind mit weiteren Komponenten.
Genau, also vor zwei Jahren hat man noch gedacht, das sind ja alles so viele Insellösungen, inzwischen sieht man ein großes Ganzes. Es wächst immer mehr zusammen und ich finde, es geht echt gut voran. Aber jetzt wollen wir uns nicht zu sehr verquatschen bei dem Thema Kern, auch wenn das wirklich was Tolles ist. Es gab noch etwas, als ich das erste Mal drüber gelesen habe, gedacht, das ist aber kryptisch, Maßnahme 216, was ist denn das? Vielleicht könnt ihr mich ein bisschen aufklären.
Ja, das ist also eine Maßnahme aus der föderalen Modernisierungsagenda und da geht es viel um Verantwortlichkeiten und um Transparenz und wir haben ja in der Vergangenheit oft die Situation gehabt, dass wir, ich sag mal, als Digitalisierer Lösungen gebaut haben und haben es dann oft der Fachlichkeit hinterhergetragen, doch bitte das jetzt produktiv zu setzen und auch in die eigenen Geschäftsprozesse einzubinden. Und das drehen wir jetzt um. Wir haben dort klar verabredet und nehmen das gerade vor, dass eben eine Transparenz entsteht. Wo liegen die Verantwortlichkeiten für welche Prozesse? Wir haben die Verbindungsstellen zu den FachministerInnenkonferenzen realisiert und schaffen es dadurch auch, mehr Geschwindigkeit aufzunehmen, indem wir transparent machen, wo liegen welche Verantwortlichkeiten und, wo wird vielleicht dem nachgekommen und wo noch nicht ganz so? Weil das Ganze lebt dann auch von der Transparenz. Zu glauben, dass man in Unternehmen oder auch in der Verwaltung die Digitalisierung auf einzelne ITler wegdelegieren kann, wird nicht funktionieren, weil wir die Prozesse dahinter angreifen müssen. Und da geht es um Rechtsänderungen. Es geht aber auch um mutige Entscheidungen zum Teil. Und das kann nur aus der Fachlichkeit heraus begleitet sein.
Also ich habe auch den Punkt sehr begrüßt, weil wenn man ein bisschen genauer hinguckt, ist die FITCO ja auch, bekommt die FITCO da auch eine Aufgabe im Bereich der Steuerungsstrukturen, die ja früher im BMI angesiedelt waren, OZG-Koordinierung. Und für uns hat das natürlich auf allen Gebietskörperschaften, auf allen Ebenen, spielt es eine Rolle. Markus hat gerade von der, Ganz oben der Kontakt mit den Fachministerkonferenzen, da gibt es ja auch entsprechende Beschlüsse des IT-Planungsrats, der DMK. Dann natürlich auf der Multiplikationsebene in der Fachlichkeit, da findet genau das statt, was Markus gesagt hat. Also das ist ja der Business-Teil, wenn wir so Portfolio-Management machen und die Fachlichkeit ist ja bei uns der Business-Teil. Wir sind ja die Digitalisierer, wir sind ja die IT und so ein Portfolio-Management, ein ganzheitliches Portfolio-Management, nur als IT-Portfolio-Management funktioniert das halt nicht. Und deswegen ist das so wichtig und dann geht es natürlich runter und es entscheidet sich dann immer wieder auf der Vollzugsebene auf den konkreten Lösungen. Aber da muss natürlich alles ineinander greifen, dass man die Zuständigkeiten. Auch mal die Bereitschaft, sich beraten zu lassen. Ja, wir kennen ja das Bonbon mit dem digitalisierten Scheißprozess. Und genau in dem Thema sind wir ja. Wir können der Fachlichkeit, wir können sie beraten. Wir können sagen, das, was du willst, die Wirkung, die du erzielen willst, die kannst du ganz anders erreichen. Und gleichzeitig brauchen wir, wie Markus ja auch dargestellt, eben den fachlichen Input. Und dann haben wir nämlich, also jetzt darf ich nochmal so ein bisschen aus FITCO-Sicht sprechen, für uns war das auch eine ganz, ganz ergebnisreiche Sitzung, weil wir sozusagen auf der operativen Ebene, damit so ein Portfolio-Management funktionieren kann und das muss man übrigens auch mal sagen, wir haben uns auch von Gartner beraten lassen. Das kriegen auch in der freien Wirtschaft viele nicht hin. Also es gibt mehrere große deutsche Konzerne, die sind daran gescheitert, sowas zu implementieren. Und wir haben jetzt aber alles, was nach meinem Verständnis und auch dessen, was ich so in der Literatur kenne, was man für so ein Operating-Model, ein Betriebsmodell braucht für so ein Portfolio-Management. Da ist natürlich der Deutschlandsteck als ganz wichtiges Kernelement dabei. Man braucht Strategiemanagement, man braucht die Investitionsentscheidungen, das Investitionscontrolling. Das haben wir jetzt mit der strategischen Portfoliosteuerung. Dafür gibt es das Portfolio-Bot implementiert. Dann braucht es operative, ich würde sogar egoistisch sagen, Produktportfolio-Management, weil wir müssen ja langfristig denken. Alles, worüber wir reden, sind ja keine Projekte mehr. Natürlich machen wir viele Projekte und Ertüchtigungen, aber letzten Endes wollen wir Infrastruktur, Architektur machen. Das heißt, wir haben langfristige Produkte, über die wir reden. Und dann kommt die Architektur dazu und die Fachlichkeit. Und dann haben wir alle vier, wir müssten doch vielleicht gucken, ob wir noch was Fünftes dazu kriegen, dann können wir den Fünf-ist-Trumpf-Werbespruch, den du im Kopf hattest, wiederbeleben. Aber ich bin da ganz glücklich und wir haben jetzt eine Schärfung unserer Aufgaben, wir haben die Transparenz, was wir tun als FITGO, damit wir auch so gesteuert werden können von dem Antiplanungsrat und der Bund und Ländern, dass das alles Hand in Hand geht. Also für uns war das eine ganz, ganz, ganz entscheidende Sitzung, diese 50. Sitzung.
Also ich freue mich auf den Zeitpunkt, wenn wir noch ein Stück weiter sind, ich sage mal Stichwort Law as Code, wenn wir das in Gesetzestext kodifizierte auch tatsächlich automatisiert in Prozesse gießen können und diese Prozesse dann in Software einfließen können, sodass wir quasi einen durchgängigen Prozess haben, bis es in der Umsetzung ist. Und dann brauchen wir auch nicht mehr zwei Jahre, bis so ein Gesetz umgesetzt werden kann, sondern wir können es vielleicht in einem halben Jahr schaffen.
Wir sind ganz nah dran, ehrlich gesagt, weil wir mit dieser Agentic-AI-Lösung Spark ja quasi, jetzt mal vereinfacht gesagt, das Recht an eine KI angeschlossen haben und die KI unterstützt Genehmigungsverfahren. Jetzt haben wir es mal umgedreht und die KI gefragt, Mensch, was hältst du denn von dem Recht? Und hat uns schon wirklich Widersprüchlichkeiten zwischen Gesetzen sichtbar gemacht. Und spannend ist dann, wenn man eine Übung weitergeht, wenn man zum Beispiel Regierungsprogramme da reingibt in die KI und sagt, welche Gesetze müssten wir denn dafür ändern und macht Vorschläge. Jetzt ist mir bewusst, das ist alles noch so ein bisschen Zukunftsmusik, aber als Assistenzsystem in greifbarer Nähe, ehrlich gesagt. Und natürlich muss auch Qualität und eigener Gehirnschmalz da rein. Es sind immer nur Assistenzsysteme, aber das wird schon sehr, sehr spannend, wie man dann auch die Gesetzgebung mit unterstützt in die Richtung.
Also Spark sprichst du gerade an, das habe ich auch noch auf meiner Liste, da muss ich auch unbedingt noch einen Podcast zu machen, da habe ich viele Fragen zu.
Haben wir gerade Open Source gestellt, ja genau.
Genau, genau, da werde ich nochmal die richtigen Leute versuchen anzutrackern, dass wir hier einen Podcast zu machen, weil das ist eine interessante Infrastruktur, die uns glaube ich in Deutschland einiges voranbringen kann.
Ich würde gerne noch eine Lanze brechen für ein verkanntes Produkt, das als komplex und schwierig gilt. Ich komme ja in meinem, ich bin Physiker von Hause aus, aber in meinem letzten Job vor der FITGE war ich bei der Deutschen Nationalbibliothek und die Bibliotheken machen jetzt seit 1965 elektronische Austauschdatenformate und ja, wir haben. Das Semantic Web, heißt jetzt ja Link Data, ja, also das, was viele jetzt auch glauben, in der Kombination von symbolischer KI, ja, Wissensgraphen, In der Kombination mit generativer, mit agentischer KI, dass man da also wirklich auch Game Changer hinbekommt. Und da wollte ich eben werben für FIM, das föderale Informationsmanagement, zusammen mit den anderen Laws Code Bewegungen. Das ist auch was, was es so, also ich glaube weltweit so nicht gibt. Das ist vielleicht ein bisschen in die Jahre gekommen, aber da haben wir ja auch ein Neuausrichtungsprojekt und das ist ein Riesenschatz. Weil ich kann mich erinnern, wir waren auch letztens bei GovTech Deutschland und da präsentierte mal der IT-Chef von BMW und gab dann auch zu, also ganz eindrucksvoll, was da passiert und wie die ihre IT ausstellen mithilfe der Agentier KI. Aber er sagte auch, dieser Semantic Layer, da, wo man eben Reasoning und so weiter draus ziehen kann, das ist noch eine Herausforderung. Und da haben wir mit dem Zentrum für Logistik, Law as Code mit FIM, ja, also da haben wir, sind wir eigentlich auch als Deutschland erstaunlich gut aufgestellt, weil nämlich auch vor. 15 Jahren die Leute sich auch schon viele gute Gedanken gemacht haben. Das ist so ein bisschen, wie im Englischen sagt, irgendwann kommen die Hühner nach Hause und legen die Eier und so ein bisschen ist das gerade so.
Ja, vor 15 Jahren hatten wir P23R, aber ja, Ich sehe euer Lachen. Man merkt, wir sind ungefähr im gleichen Alter. Aber ich sehe auch, FIM und XÖV sind zwei wirklich unterschätzte Themen, die wir hier in Deutschland für Digitalisierung echt gut verwenden können. Gut, jetzt sind wir erst mal mit den Highlights durch. Habt ihr noch Themen, die ihr aus der Sitzung noch mitgebracht habt, die ihr vielleicht nochmal zum Besten geben wollt?
Also ich kann nur sagen, das war wirklich nicht nur eine Jubiläumssitzung und ich fand es gut, dass wir es auch in den Räumen der FITCO gemacht haben, weil die FITCO als Digitalagentur und das wird sie jetzt zunehmend auch durch das gemeinsame Produktportfolio auch nochmal das Team gewürdigt haben. Also ich kann nur sagen, da ist ein hervorragendes Team, das immer mehr Arbeitsmuskel wird für eine gemeinsame IT-Infrastruktur, denn, wir haben jetzt viele Beschlüsse, wir haben jetzt viele Produkte in der Umsetzung, manche sind schon länger produktiv und das setzt sich jetzt gut zusammen und da braucht es Menschen, die das auch zentral vorantreiben und da bin ich schon echt stolz drauf, was da für eine Mannschaft und Frauschaft sich versammelt hat.
Ja, das nehmen wir natürlich gerne mit aus so berufenem Munde. Ja, das freut uns sehr. Was mich beeindruckt hat und da war jetzt, also diejenigen, die mich vielleicht mal den einen oder anderen Vortrag haben, halten hören, ich habe so ein Steckenpferd Convays-Gesetz, ja, dass jede Organisation ist dazu verdampft, die eigenen Organisations- und Kommunikationsstrukturen zu replizieren in den Systemen, die sie bauen. Und da gibt es fast keinen besseren Anwendungsfall als die Verwaltungsdigitalisierung. Und jetzt, das kann man aber auch umdrehen, als Inversus-Convey-Manöver. Und wir machen ja beim Architekturmanagement gemischte Teams mit dem BMDS. Und an vielen anderen Stellen, der erweiterte Steuerungskreis, diese ganze Arbeit auch. Ich durfte jetzt das erste Mal beim Kaminabend dabei sein, um zu sehen, wie die Runde wirklich, wirklich, daran gearbeitet hat, eine kleine Hürde oder ein Missverständnis noch aufzubauen, um eben zu sagen, das treffen wir zusammen. Die Beschlüsse sind dann auch einstimmig gefasst worden und wenn man dann zusammenarbeitet, dann baut man nämlich auch Software, die aus einem Guss ist. Das funktioniert genau auch andersrum und das hat mich so beeindruckt. Ich habe noch am Rande mitbekommen, wie sich die Nordländer gesagt haben, IT-Sicherheit ist eine Herausforderung. Da ist niemand von uns perfekt aufgestellt. Wir machen das jetzt auch zusammen, so wie wir jetzt Architekturmanagement zusammen machen. Und das ist genau der richtige Weg. Also ich glaube daran ganz zutiefst und ja, so habe ich auch eben die starken Sekretärinnen und Sekretäre erlebt. Das war eindrucksvoll, wie da wirklich alle sich in den Dienst der größeren gemeinsamen Sache gestellt haben.
Das Einzige, was fehlte, war ein Kamin. Aber ansonsten war es ein guter, guter Abend, ja.
Also zusammengefasst, die Weichen sind nicht nur gestellt, der Zug fährt auch schon in die richtige Richtung.
Ja, absolut.
Ja, Markus und Stefan, vielen Dank, dass ihr dabei wart, dass ihr diese letzte Sitzung oder die 50. Sitzung, die Jubiläumssitzung des IT-Planungsrats mit mir besprochen habt. Und euch, liebe Hörerinnen und Hörer, vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal.
Danke.
Tschüss und vielen Dank.