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Bild zur Folge „Monatsschau 01/26“

Folge 250

Monatsschau 01/26

Dauer: 1 Std. 8 Min.

Das Jahr beginnt und wir sind wieder an Start mit der Monatsschau.

In dieser Sendung geht es um KI und Carsten Maschmeyer – Rollouthindernisse – Die Digitaloffensive von Bund, Hessen und Bayern – Deutschland-Stack – EUDI-Wallet – Wero in Berlin – SPTIN-D und “Germany, what sucks?“ – OpenDesk – Führungszeugnis digital – Digitale Souveränität

Kommentare  unter: https://egovernment-podcast.com/egov250-monatsschau-01-26/

Monatsrückschau

Torsten

Verwaltung muss durch KI ersetzt werden

Digitaloffensive Bund, Hessen und Bayern

Peter

Konsultation zum Deutschland-Stack

Sandbox zur EUDI-Wallet

Malte

Digitale Unabhängigkeit: Berlin will europäischen Bezahldienst Wero einführen

„Germany, what sucks?“

Most workers spend 3+ hours per week cleaning up AI workslop

Microsoft-Alternative: Sozialversicherer erproben OpenDesk für den Ernstfall

Führungszeugnis künftig digital: BundID-Konto als Voraussetzung

Digitale Unabhängigkeit: Berlins vorsichtiger Abschied von Microsoft & Co.

Links die es nicht in die Sendung geschafft haben aber trotzdem Beachtung verdienen

Onlinedienste

Bundesregierung

Digitale Souveränität

Cyber Cyber

Vermischtes

Unterstützer:innendank

Ralf, Malte, Claudia, Heiko, Florian, André, Michael, Niels, Kalli, Don und Heinz

Termine

Termine im Februar 2026

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Malte Schmidt-Tychsen

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Das Intro enthält einen Sound von: https://freesound.org/people/ehohnke/ unter der Lizenz CC0.

Transkript anzeigen

Ja, hallo und herzlich willkommen zur Monatsschau Januar 2026. Ja, auch in diesem Jahr geht es weiter mit der Monatsschau. Ist ein schönes Format und wen habe ich natürlich wieder bei mir im Studio? Malte und Peter, hallo, ich grüße euch.
Hallo zusammen.
Hallo Thorsten, hallo Peter, schön hier zu sein.
Mit euch habe ich das Jahr beendet, mit euch fange ich das Jahr wieder an. Das geht gut los. Ja, schön, dass ihr da seid. Und es ist auch viel passiert, also eigentlich nicht so viel, aber wir haben ein paar Themen. Und wir haben vorher schon gesagt, es ist nicht so viel in unserem Pad, aber wahrscheinlich werden wir trotzdem wieder ganz lange drüber quatschen. Also freut euch auf eine Sendung voll mit Themen. Und ich fange gleich mal an. Und zwar ist auf LinkedIn bei mir ein gewisser Verwaltungsexperte durchgelaufen. Den Namen habt ihr wahrscheinlich alle schon mal gehört. Carsten Maschmeyer. Also der ist einer der anerkanntesten Verwaltungsexperten und der sagt, wir ersetzen die Verwaltung durch KI. Und ich lese mal ganz kurz vor. Und zwar fast komplett. Verwaltung ist an Recht und Gesetz gebunden und besteht zu großen Teilen aus Routinetätigkeiten. Damit ist sie perfekt für die Übernahme durch KI geeignet. Die Chance, Entscheidungen, Genehmigungen oder Ablehnungen binden Sekunden statt in Wochen oder Monaten. Gleichzeitig reduzieren wir langfristig die enormen Pensionslasten deutlich. Das ist ein ordentlicher Einstiegssatz. Er relativiert das dann noch ein bisschen, aber letztendlich will er trotzdem doge-ähnlich die Verwaltung komplett durch KI ersetzen. Interessanterweise zu diesem Artikel habe ich ganz viele Artikel in, ich sage jetzt mal, Populärzeitschriften wie Bild, Fokus und so weiter gefunden, aber nichts in den einschlägigen Medien, die über die Verwaltung sonst berichten.
Naja, meinst du wirklich, dass irgendein seriöses Medium über den Carsten Marschmeyer berichten will? Also ich weiß nicht, ob sie den selber schon durch KI ersetzt haben oder sowas, also keine Ahnung, aber ich halte das irgendwie für eine totale Nebelkerze irgendwie. Und der möchte halt wieder mal ein bisschen in die Presse kommen, damit er wieder mal seine Sachen verkaufen kann oder was. Also ja, ich weiß es nicht.
Ja, vor allen Dingen, ich finde diesen Denkansatz schon mal komplett falsch. Er hat scheinbar noch nie eine Verwaltung von innen gesehen, weil natürlich hat er recht, dass das vieles standardisiert ist und vieles man natürlich auch einfach durch Prozesse abbilden kann und es gibt nur Ja, Nein, Vielleicht Entscheidungen, oder meistens nur Ja und Nein Entscheidungen. Aber es ist halt wesentlich komplexer, als er sich das vorstellt. Also bevor wir die Verwaltung durch die KI ersetzen können, müssen wir erstmal die Gesetze entsprechend anpassen, dass die einfacher zu interpretieren sind.
Naja, ich meine, es wird ja auch sonst diskutiert, dass man sagt, naja, alles, was in irgendeiner Form stark regelbasiert ist, könnte man ersetzen. Also du kannst dann gleich die ganzen Gerichte noch mit ersetzen. Also das ist einfach, also du kannst dann die ganzen Menschen ersetzen und dann gehen wir irgendwie in die Matrix oder sowas. Also ich weiß nicht, ich habe da irgendwie das Gefühl, genauso wie du sagst, der hat einfach noch nie in der Verwaltung gearbeitet und wenn ich mit den Verwaltungsleuten rede, dann ist der Wunsch, den die Leute haben, in erster Linie erst einmal überhaupt aus der Routine rauszukommen und endlich in das zu kommen, wofür sich die Leute immer auch verantwortlich sehen, nämlich in die Beratung, in die Unterstützung, in die Organisation unserer Gesellschaft und des Lebens der Menschen. Also da ist die eigentliche Erwartung drin und da kenne ich auch ganz viele Leute, die da halt einfach auf dieser Schiene unterwegs sind, dass wir natürlich eine ganze Menge lästige Routine haben und dass man eine ganze Menge lästige Routine automatisieren kann und dass der KI sicher einen neuen Schub gibt. Deshalb sind ja alle Verwaltungen im Moment dabei, sich mit dem Thema KI so intensiv zu beschäftigen. Und natürlich wird da eine ganze Menge gehen, aber nicht so, dass ich also irgendwie da einfach von außen ein bisschen Feenstaub aus KI draufstreue und dann wird alles besser. So wird es absolut nicht funktionieren.
Das ist schade, ich dachte, die KI kann uns alle ersetzen. Aber ich habe einen Gegenvorschlag. Wir ersetzen Finanzstrukturvertrieb und Venture Capital Akquise auch durch KIs.
Das ist auch wahrscheinlich ziemlich gut berechenbar.
Genau. Und damit würde ich gerne schließen und direkt zum nächsten Thema kommen, weil sonst gebe ich dem Herrn Maschmeyer noch ein bisschen Tipps. Ich mache weiter mit einem Thema, worauf ich seit gefühlt zwei Wochen angesprochen werde, und zwar mehrfach täglich. Und zwar gab es eine Pressekonferenz vom Bundesdigitalminister, von der hessischen Digitalministerin und vom bayerischen Digitalminister, die sich... Entschlossen haben und auch beschlossen haben, dass es eine Digital-Offensive aus den drei genannten Bund Hessen und Bayern geben wird. Das sieht so aus, dass der Bund entsprechende Mittel zur Verfügung stellt und Bayern und Hessen bis Jahresende die Flächendeckung von fünf verschiedenen OZG-Leistungen, also nicht EFA-Leistungen, sondern OZG-Leistungen garantieren muss. Mit allem, was da dran hängt. Mehr kann ich leider dazu nicht sagen. Das müsst ihr bitte in der Presse nachlesen.
Ich meine, Thorsten, das hört sich doch erstmal total toll an, oder? Jetzt wird richtig Gas gegeben.
Das wird richtig Gas gegeben.
Naja, man kann, glaube ich, schon sagen, dass es Sinn gibt mit einer, wie es jetzt immer so schön heißt, Koalition der Willigen. Auch dann mal ein paar Schritte voranzugehen und einmal ein paar Dinge in die Praxis umzusetzen und zu zeigen, dass es funktioniert. Und ich finde es ja schon interessant, dass man von 575 Leistungen über 16 Top-Leistungen jetzt bei 5 Leistungen gelandet ist. Also man pendelt sich da allmählich auf eine machbare Größenordnung ein, habe ich so das Gefühl irgendwie. Aber nein, jetzt ganz ernsthaft, also ich finde die Idee, die Dinge mal irgendwo gezielt in die Fläche zu bringen und da Erfahrungen zu sammeln und das dann weiter auf die anderen zu übertragen oder so, finde ich schon mal eine ganz gute Idee. Also das glaube ich ist an sich schon ein richtiger Weg und ich habe ja diese Pressekonferenz und diese Mitteilung und so weiter auch mir angeschaut und ich finde das auch sehr bemerkenswert, also ich habe unter anderem, also vor allem unseren bayerischen Digitalminister halt da auch die Rede mir angehört und finde das schon ganz toll, dass er so in seiner blumigen, aber auch durchaus, sage ich mal, überzeugenden Art. Wir müssen das tun, wo wir der Meinung sind, dass es beim Alltag der Bürgerinnen und Bürger ankommt und so. Also ich finde, da war eine ganze Menge an Dingen drin, die halt schon wunderbar sind. Auf der anderen Seite finde ich es halt wieder so interessant und ich werde das in den Show Notes noch verlinken, ich habe es vergessen gehabt, wenn unter anderem halt dann gesagt wird, naja, die Dinge, die im Alltag der Bürger ankommen und dann ist das erste, was genannt wird, der Umzug und die Ummeldung. Und dann muss ich halt einfach sagen, da gibt es halt eine Studie, aus der hervorgeht, dass pro Jahr halt leider nur 10% der Bevölkerung umziehen, was im Umkehrschluss bedeutet, alle 10 Jahre trifft mich statistisch diese Dienstleistung und da denke ich mir dann, naja, das ist jetzt nicht unbedingt der Alltag, sondern das ist genauso selten wie der Personalausweis. Und ich hätte halt vielmehr den Wunsch, dass man mal über ein Deutschland-Ticket und die konsequente Digitalisierung nachdenkt oder dass man über so Dinge wie Handyparken oder Parkausweise oder auch nur die Kinder in der Schule krank melden oder das Essen in der Gitarre bestellen nachdenkt. Und wenn wir aber die ganzen anderen Aktivitäten machen, dann werden die Kommunen halt. Werden denen hineingedrückt, dass sie das alles machen müssen und dann kommen sie halt zu den anderen Dingen nicht und die Ressourcen und das Geld ist halt nur einmal da. Und insofern machen wir jetzt genau, dass wir über den Alltag der Bürger reden, aber Dinge digitalisieren, die halt die klassischen hoheitlichen Antragsstrecken wieder sind, über die wir seit, weiß ich nicht, 15 Jahren reden.
Genau. Also ich will nicht falsch verstanden werden. Ich finde das auch ein sehr gutes Projekt und ein sehr gutes Vorgehen des BMDS zu sagen, wir suchen uns hier zwei Piloten, die das schon gut machen. Und da kann man über Hessen und Bayern durchaus sagen, dass die einen gewissen Erfolg haben, was Rollouts von OZG-Leistungen angeht und machen daraus dann eine Blaupause. Das Projekt läuft an sich komplett über zwei Jahre und ist wohl auch für zwei Jahre finanziert. Und dann wird in dem Pilot, der jetzt über das erste Jahr läuft, werden so viele Erkenntnisse gesammelt bzw. Die schon da sind, werden nochmal verstetigt und dann gelten die als Vorlage für alle anderen Bundesländer. Und ich kann mir vorstellen, dass das ganz gut wird.
Das hast du sehr schön diplomatisch ausgedrückt, lieber Thorsten. Denn eigentlich war doch unsere Erkenntnis im letzten Jahr, dass wir architektonisch da etwas geplant daran gehen, nämlich dass wir uns die Basisdienste mal anfangen und die standardisieren. Payment, ID, ja, so was man braucht, um mit der Verwaltung Kontakt aufzunehmen und so ein Verfahren auch machen zu können. Und wenn ich die Basisdienste einigermaßen standardisiert rausgerollt habe, dann kann man da raus und darauf aufbauend wesentlich einfacher sehr viel mehr Dienste ausrollen, weil dann habe ich ja die Bausteine schon da. Hat sie dann vielleicht auch preislich halbwegs günstig? Vor allen Dingen, tut mir leid, ich sage es jetzt nicht, dass das Netzwerkeffekt erwartet, nein, jetzt habe ich es doch gesagt. Vor allen Dingen, wenn es dann die riesen Nutzergemeinde, Nutzendengemeinde hat, also dass der Bezahldienst oder der ID-Dienst so weit verbreitet ist, dass die ganzen Fahrtverfahrensanbieter dafür eben eine Schlittstelle drin haben, dann sind die Schmittstellen grundsätzlich günstiger, weil alle die gleiche Schlittstelle nutzen. Wir müssen die Basisdienste standardisieren. Und ob das jetzt 550 Leistungen sind, der Peter das gesagt hat, oder ob es fünf Leistungen sind, ist es doch schon wieder das Pferd von hinten aufgezäumt. Und klar, es ist richtig, wir denken vom Bürger aus. Aber naja.
Wir denken eben nicht vom Bürger aus. Wir denken, die Schmach der OZG-Umsetzung müssen wir irgendwie wieder gut machen. Und jetzt versuchen wir hier mal, Geld zu investieren, um was sichtbar zu machen für die Bürgerinnen und Bürger. Wenn wir anfangen, die Fehler aus der OZG-Umsetzung erstmal anzugehen, also mit Basisinfrastruktur hier zu arbeiten, dann sieht man in den nächsten zwei Jahren noch nichts. Wobei ich auch sagen muss, gute Nachricht ist, Schleswig-Holstein wird oder ist gerade schon dabei, das ganze Thema X-Road ausrollen. Also die werden X-Road für ganz Schleswig-Holstein ausrollen. X-Road ist OOTS-zertifiziert und sobald es das Not gibt in Deutschland, brauchen die bloß einen Konnektor bauen. Zack, läuft.
Genau.
Das heißt, die haben die Registermodernisierung quasi schon vorgegriffen und die werden die Ersten sein, nach dem Piloten natürlich, die die Registermodernisierung flächendeckend umgesetzt haben.
Also wenn ich mir die Architektur zurechtlege und ich die Bausteine hinstelle und aufbaue, brauche ich mir zum Schluss nur noch diese Bausteine zusammenzustecken und mein Verfahren obendrauf zu setzen.
Genau, und wenn ich die richtigen Bausteine habe, dann kann ich sogar noch die Privatwirtschaft mit anschließen, so wie das in Estland ja auch ist. Also eins meiner Beispiele war ja, dass man in Tallinn seinen Personalausweis an das Ticketgerät hält und dann kostenlos mit einem öffentlichen Verkehrsmittel fahren kann, weil da die Daten über, also da wird über die X-Route angefragt, ob ich ein Bürger von Tallinn bin, der in Tallinn lebt. Und dann darf ich kostenlos fahren. Und das sind Anwendungen, die jede Bürgerin, jeder Bürger jeden Tag nutzt. Deutschland-Ticket von Peter ist natürlich auch eins.
Ja, oder so, wie wir halt gesagt haben, wie in den skandinavischen Ländern dann die Bankkarte halt mit dem Ausweis verbunden wird und man dann halt auch dort einfach die PIN weiß, weil man sie sowieso an der Supermarktkasse jeden Tag eingibt und dann ist halt das überhaupt kein Problem, die auch dann beim Personalausweis zu verwenden. Und wenn man bei uns alle zehn Jahre die PIN braucht, dann weiß man natürlich die PIN auch nicht mehr. Also das ist halt leider das Problem immer.
Genau, und da würde ich gleich mal, weil du gerade mir schön die Vorlage machst mit PIN und Personalausweis, manche von euch, ich weiß nicht, Walter, ob du das auch mitgekriegt hast, haben eine längere Diskussion in einer Chatgruppe, die noch existiert aus den Corona-Zeiten, als ich dieses E-Gov-Afterwork gemacht habe. Die ist immer noch recht lebendig und da sind immer noch sehr diskussionsfreudige und vor allen Dingen auch wirklich tolle Leute, die viel wissen und an Positionen sitzen. Und da entbrannte die Diskussion über Testzertifikate für den Personalausweis. Und ich erzählte da die Problematiken, dass man als Kommune solche EFA-Leistungen oder Online-Dienste, die man jetzt implementiert hat, auch einmal durchtesten muss. Und das geht oftmals nur mit einem Personalausweis. Also Zuzug, Wegzug und so weiter und so weiter. Kfz zulassen, abmelden, da brauche ich einen Personalausweis. Und entsprechende Testsysteme. Größere Kommunen haben diese Testsysteme und die können das auch durchtesten, scheitern aber am Personalausweis. Nicht, weil der kein Testzertifikat installiert hat. Die scheitern daran, dass man auf diesem Personalausweis einfach die Anschrift nicht ändern kann. Die Personen, also diese Testpersonen, wohnen alle in Berlin. Damit kann in München nichts anfangen, da kann ein Hamburger nichts mit anfangen und die können mit diesem Ausweis nichts testen, die können damit nur den Zuzug testen und dann können sie den Ausweis noch nicht mehr umschreiben, weil das auch nicht geht mit dem Testzertifikat. Und meine Frage war da, ob man nicht in diesen Änderungsterminals, auch Ente genannt, nicht auch Testzertifikate hinterlegen kann, sodass man Testausweise so umschreiben kann, wie man natürlich auch echte Personalausweise umschreiben kann. Aber das scheint nicht vorgesehen zu sein, beziehungsweise haben so konfigurierte Änderungsterminals nur sehr ausgewählte Unternehmen wie die Bundesdruckerei, eventuell Gouvernicus und eventuell auch Adesso. Aber da kommt keine Kommune hin, die dann einfach mal sagen kann, dann entern wir mal den Personalausweis. Oder setz mir sogar eine neue PIN. Das geht nämlich auch nicht. Ich kann nur den Counter vom PIN zurücksetzen, sodass ich wieder zehn Versuche habe. Aber wenn ich die PIN dann nicht mehr weiß, dann habe ich ein Problem. Genau, das war der Einstieg. Und da bin ich auf eine Frage gekommen. Was sind denn eurer Meinung nach die größten Rollout-Hindernisse für OZG und EFA?
War das jetzt eine Frage an uns oder war das eine rhetorische Frage?
Nein, das war eine Frage an euch. Ihr beschäftigt euch ja auch schon seit langem damit.
Ja, okay. Also ich habe ja eines vorher schon gesagt. Die Ressourcen in den Kommunen, sowohl das Geld als auch das Personal ist nur einmal vorhanden. Und streng genommen wird das gesamte Geld und das gesamte Personal eigentlich dafür gebraucht, die Fachaufgaben im Alltag abzuwickeln. Und das heißt, Ressourcen, also wie gesagt Finanzen oder Personal für Digitalisierung stehen eigentlich nicht zur Verfügung und sind wenn dann immer etwas, was man sich aus den Rippen schnitzt durch Prioritäten oder sowas. Und das ist halt schon mal das erste Grundproblem. Und man muss auch sagen, wir haben halt Kommunen auch mit einer Personaldecke, die so mit fünf oder sieben Leuten im Rathaus auskommen müssen. Und dass die da nicht 15 Spezialisten für alle möglichen Themen angehören können, das ist eigentlich auch klar. Das heißt, die sind zwar verantwortlich für das Ganze, haben aber in der Praxis ganz wenig Möglichkeiten und sind deshalb immer auf Unterstützung durch andere angewiesen. Ob das jetzt Dienstleister sind, ob das die Beikommune in Bayern oder sonst irgendjemand ist, aber die sind immer auf irgendeine Unterstützung an der Stelle angewiesen. Das ist einmal schon das Grundproblem, das die haben. Und da können die noch so willig sein, da ist das Hemd zu kurz. Und dann ist das Nächste halt das, dass die eigentlich immer gar nicht wissen. Also die kriegen im Groben das mit, was zu tun ist, aber sie haben niemals konkret die Hinweise, was sie tun müssen, was konkret die Schritte sind, die Brei hat eine Art Kochrezepte. Und das fehlt ihnen auch unter anderem. Das heißt, die hören was von Registermodernisierung, die hören was von Online-Diensten, aber was sie konkret tun müssen, wo sie die konkret herkriegen und so weiter, das erschließt sich aus dem Alltag nicht. Und das sind jetzt einmal zwei Punkte. Jetzt hör mal auf, lass euch mal weiterreden, damit nicht immer noch meine Stimme da kommt.
Dann darf ich mal die drei Feinde der Digitalisierung, Ressorthoheit, Föderalismus und kommunale Selbstverwaltung. Also das Klein, Klein, Klein. In jeder Kommune gibt es die von Peter eben angesprochenen drei Verwaltungsmitarbeitende, die dann in Teilzeit mal eben fünf Stunden pro Woche bekommen haben, damit sie die Verwaltung digitalisieren und stehen eben für sich alleine, kommunale Selbstverwaltung. Länder stehen für sich alleine und die Ressorts nicht nur im Bund, sondern auch nochmal in 16 Bundesländern stehen für sich alleine. Führt dann dazu, ich weiß nicht, ihr erinnert euch bestimmt an die Vorträge von TILAC. Zu seiner Erzählung von den Basisdiensten. Ich weiß nicht, ob ich das im Podcast schon mal gesagt hatte. Auf wie viele ist er gekommen? 100 irgendwas? Oder Basisdienste? Und gebraucht würden drei?
Habe ich nicht mehr im Kopf, aber mit Sicherheit. Also es gibt mit Sicherheit mehrere Middleware, es gibt mehrere Identifizierungsdienste, mehrere E-Payment-Dienste.
Genau. Und wenn man ungefähr die Anzahl der Ressorts mal die Anzahl der Bundesländer nimmt, dann kommt man in eine ähnliche Größenordnung, was einem praktisch dann schon so ein bisschen in die Richtung führt, warum das denn so sein könnte. Und deswegen, wenn ich dann ein Fachverfahren digitalisieren möchte, als Kommune, dann schaue ich mich um, wo könnte ich das einkaufen? Und die Hersteller, die müssten ja dann praktisch für jede dieser Identifikationsdienste, für jeden Payment-Dienst für jedes für jeden Anschluss das nochmal umprogrammieren. Wenn es da einheitlich wäre, wenn es einheitliche Standards gäbe, wenn wir ein Deutschland X-Rode hätten, dann würde das wesentlich einfacher funktionieren und schneller, als dann einmal da wäre.
Also, weil du gerade sagst X-Rode, ich fände das gar nicht schlecht, wenn jedes Bundesland sich eine eigene X-Rode aufbaut. Und wenn es dann, weil das ist 4-Corner-Modell, OOTS-ready, also auch Notes-ready. Die im Prinzip, wenn dann das Nots irgendwann mal umgesetzt ist, könnten die einfach, zack, weitermachen. Und die Infrastruktur ist schon da. Aber ich will auch nochmal auf die wichtigsten Rollout-Hinternisse hinweisen. Das ist zum einen die teuren Schnittstellen. Schnittstellen in die Fachverfahren sind unendlich teuer. Die reichen tatsächlich von 600 Euro im Jahr bis hin zu 25.000 Euro im Jahr. Und das nicht für Städte wie Hamburg oder München, sondern für ganz normale mittelgroße Kommunen. 600 Euro im Jahr kann eine kleine Kommune verkraften, das ist okay, für einen Dienst. Wenn ich aber für jeden Dienst 600 Euro oder vielleicht sogar, so wie es aktuell oftmals so ist, 1.000 bis 2.000 Euro, in den Haushalt einstellen muss, für 10 Dienste, das Geld haben die Kommunen nicht. Deswegen sagen die, ich kaufe jetzt zum Beispiel die elektronische Wohnsitzanmeldung ein und muss dafür 1.000, ich glaube 1.300 sind es im Maximum aktuell, für kleine Kommunen 1.300 Euro in den Haushalt einstellen. Und dann habe ich darüber, weil ich habe ja bloß 5.000 Einwohner, eine An- oder Ummeldung im Jahr. Die kostet 1.300 Euro. Und das ist einfach für die Kommunen, das rechnet sich einfach für die Kommunen nicht. Das heißt, wenn ich als Staat möchte, dass genau diese, und das sind auch staatliche Leistungen, also die Leistung im Regelungsbereich des Bundes. Wenn ich als Bund möchte, dass meine Kommunen ihrer Aufgaben gerecht werden, dann muss ich als Bund genau das auch bezahlen. Dann muss ich sagen, hier ist die Software, hier ist der Online-Dienst, hier sind die Schnittstellen, nutzt das. Und da kann ich die Kommunen nicht einfach im Regen stehen lassen. Nächstes Hindernis, Peter hat es auch schon gesagt, ist einfach das Fachwissen zum Thema Digitalisierung. Und das Fachwissen ist nicht vorhanden, weil die es nicht wissen wollen oder weil sie zu dumm sind oder ähnliches. Nee, das Fachwissen ist nicht vorhanden, weil sie einfach die Ressourcen nicht haben, sich dieses Fachwissen aufzuschaffen. Die kriegen, also gerade die Bürgermeister, die Bürgermeister von den kleinen Kommunen kriegen genauso viele E-Mails wie die Bürgermeister von Städten oder größeren Kommunen. Und das schaffen die gar nicht alles an Informationen in ihrer Verwaltung zu verteilen. Und geschweige denn, wenn sie es geschafft haben zu verteilen, schaffen das die Mitarbeitenden nicht, das auch zu verinnerlichen und dann daraus Dinge abzuleiten. Auch hier brauchen die Kommunen Unterstützung. Wie Peter gesagt hat, die müssen genau gesagt werden. Du musst A, B, C und D machen. Punkt. Und dann, was ich gerade angesprochen habe, und auch Peter hat das gesagt, und Malte auch, es gibt halt einfach zu wenig Leute, die sich darum kümmern können. Und das Interessante an der ganzen Geschichte, Es ist Konsens, dass das die größten Rollout-Hindernisse sind. Aber zu allen drei großen Rollout-Hindernissen kriege ich Gegenmeinung. Die Schnittstellen sind teuer, sagen die Fachverfahrenshersteller, das sind ja bloß 1.300 Euro, ist ja nichts. Also das kann die Kommune schon, außerdem kriegt die ja da was dafür. Das Wissen ist nicht vorhanden, ja dann müssen sie sich halt strecken und müssen sich halt informieren. Und Ressourcenknappheit, da kriege ich auch meistens die lapidare Aussage, ja, wir müssen einfach machen, außerdem stimmt das nicht, die haben genügend Ressourcen. Und das finde ich echt furchtbar. Also das wird von vermeintlichen Fachleuten, wird gesagt, oder von selbsternannten Fachleuten, oder wie auch immer man sie nennen mag, werden genau diese Gegenargumente gebracht gegen besseren Wissens. Und das finde ich echt schlecht und das behindert uns in Deutschland an vielen, vielen Stellen.
Was mir noch ganz wichtig ist, es kommt ja immer dieses Gegenargument. Wir dürfen den Kommunen ja gar nicht sagen, was sie tun müssen. Und wir haben ja kommunale Selbstverwaltung und sonst was. Ich kann es ehrlich gesagt auch irgendwann nicht mehr hören, weil Selbstverwaltung heißt ja nicht, dass ich alles selber machen muss, sondern dass ich die Entscheidungshoheit selbst habe. Und ich weiß jetzt nicht, ich habe auch Selbstverwaltung über mein Konto und entscheide genau, wofür ich mein Geld ausgebe. Was aber nicht unbedingt heißt, dass ich eine Bank sein muss und eine Bank betreiben muss. Also das ist immer irgendwie das, was mich verrückt macht. Ich kann attraktive Dienstleistungen und Online-Services nutzen, auch freiwillig und in autonomer Entscheidung und mit Selbstverwaltung. Die Selbstverwaltung ist nicht das, dass ich das alles selber machen muss. Darum geht es doch gar nicht. Selbstverwaltung ist das, dass ich die Entscheidungsurheit darüber habe.
Genau, ich würde sagen, wir gehen zum nächsten Thema und da hat Peter wieder was Gutes mitgebracht.
Ja, okay, jetzt bin ich schon im Schimpfen drin, das ist irgendwie blöd.
Sieh halt das andere vor, was schöner ist.
Es kommt nachher noch was, wo ich begeistert bin, also keine Sorge. Aber jetzt wollte ich erst einmal sagen, oder ich finde das erst einmal auch sehr sinnvoll, beim Deutschlandstack geht es weiter und die sehr positive Nachricht ist, dass hier ein großes, umfassendes, sage ich mal, beteiligungsorientiertes Verfahren genutzt wird und dass man hier in mehreren Stufen jetzt so Konsultationen durchführt, das ist erst einmal das absolut Positive. Also das möchte ich jetzt gar nicht schlecht machen und da bin ich eigentlich total begeistert, dass man sowas macht und wir haben auch die Möglichkeit und auch dazu gibt es den Link, als Bürgerinnen und Bürger oder als Zivilgesellschaft uns auch in diesen Prozess mit einzubringen und in der Konsultation auch Beiträge zu leisten und so weiter. Also das heißt, es wird auf breiter Basis deutschlandweit jetzt dieser Deutschland-Stack auch diskutiert und das ist erst einmal aus meiner Sicht das absolut Positive. Was ich aber irgendwie an der Stelle ziemlich kurios finde, ist das, dass wenn man dann einerseits die Interviews sich anhört und andererseits dann in die Unterlagen reinschaut, dann wäre es aus meiner Sicht schon ziemlich schwierig. Also es gab unter anderem zum Beispiel vom Handelsblatt ein Interview, das in Davos mit dem Carsten Wildberger geführt wurde. Und da war dann also das Statement sozusagen, in nur acht Monaten ist aus einem abstrakten Begriff ein sehr greifbarer Technologie-Stack geworden. Da haben wir gedacht, oh, okay, interessant. Und sozusagen das knackigste Statement war dann, der Deutschlands Deck wird und Original in Anführungsstrichen krass konkret, da denke ich mir dann, naja, okay, wenn das so konkret wird, dann sollte man doch einmal reinschauen und dann ist da, also habe ich versucht, diese Unterlagen mir anzuschauen und was ich feststellen muss, also unterm Strich ist das für meine Begriffe, also. Leider eine Art, ja, wie man so sagt, Bullshit-Bingo. Also es werden alle Worte genannt, die jeder hören will. Und das, was man hier beschreiben will, ist die eierlegende Wollmärksau. Also es kommen dann konkretere Dinge. Und unter dem Begriff Tech-Stack ist dann zum Beispiel das, was ich mir eigentlich eher erwartet habe, was dann angesprochen wird. Aber dieser Deutschland-Stack an sich ist schlicht und einfach auch irgendwie so ein Passwort, wo jeder hineinprojizieren kann, was er nur gerade will. Und wenn ich da, also bloß einmal jetzt, so Ziel ist eine souveräne, europäisch anschlussfähige und interoperable digitale Infrastruktur für Bund, Länder und Kommunen zu schaffen. Dazu soll ein lebendiges Ökosystem offener Innovationen etabliert und bestehende nationale und europäische Bausteine integriert werden. Das ist alles nur politisch, aber das ist überhaupt nicht. Und dann geht es um die technologische Basis, die strategischen Rahmenbedingungen, die organisatorischen Rahmenbedingungen, die Umsetzungsvorhaben und die Produkte. Also um alles irgendwie. Von wegen krass konkret verstehe ich jetzt ehrlich gesagt an der Stelle überhaupt nicht mehr. Und wenn man dann reinschaut, dann ist das also wirklich für meine Begriffe überhaupt nicht nachvollziehbar. Was dann auch noch dazu kommt, wir müssen eine ganze Menge neue Vokabeln lernen. Also zum Beispiel der Deutschland-Stack besteht aktuell aus folgenden Elementen. Den Plattformkern aus den Basisdiensten gemäß DPI. Wenn man erst einmal überlegt, was ist DPI? Dots per inch oder sowas haben wir mal früher gelernt. Oder die Packet Inspection oder sowas. Und tatsächlich ist dann, irgendwo hat man das gefunden, Digital Public Infrastructure, was ein eigenes Teilprojekt hier wieder ist. Dann gibt es eben Plattformen, also den Basisdiensten, dann gibt es fachagnostische Plattformen, dann gibt es Managed Services zu skalierbaren und vertrauenswürdigen Nutzen der Stack-Elemente auf einer Infrastruktur und dann gibt es noch den Zugang für die Wirtschaft, für die Bürger, für die Fachverfahren. Ehrlich gesagt, also von wegen konkret, ich verstehe die Welt nicht mehr. Also das ist alles andere als konkret, sondern man hat hier eine Materialsammlung gemacht und wirft einem jetzt diese Materialsammlung vor. Ich möchte es jetzt nicht ganz so negativ sagen, es gibt durchaus ein paar ganz interessante Geschichten, aber es wird auch jedes Triggerwort, also in den wenigen Sätzen kommt jedes Triggerwort vor. IPL, ZBDS, Nodes, FitConnect, Keypits, Marktplatz Deutschland, DVC-Portal, OpenCode, DVC-Betriebsangebot und was weiß ich alles. Also es wird nur mit irgendwelchen Abkürzungen um sich geworfen und eigentlich am Schluss ist alles das, was wir die letzten zehn Jahre diskutiert haben, kommt irgendwie wieder vor. Ist aus meiner Sicht ein bisschen schwierig. Aber ich möchte jetzt aufhören an der Stelle mit dem Thema, weil ich denke, was sehr gut ist, es wird ein transparentes Verfahren gemacht, es wird zumindest einmal was niedergeschrieben und es wird die Möglichkeit gegeben, auch Stellung zu nehmen. Aber ehrlich gesagt, ich wüsste nicht, zu was ich Stellung nehmen soll, weil das ist einfach, da müssen die 20 Bücher dazu schreiben. Also das ist einfach unmöglich.
Naja, das ist auch wieder so ein Ansatz, wir planen mal den Stack komplett bevor wir loslegen und wir fangen nicht einfach bei der untersten Schicht mal an. Also so wie auch das OSI-Schichtenmodell wäre schon auch ein Ansatz für so einen Deutschland-Stack ganz gut, wenn man unten anfängt und nicht schon bis oben hin alles vorgibt. Und das wäre auch mal ein agiler Ansatz, weil wenn ich jetzt schon Vorgaben mache, wie es bis nach oben geht, fangen alle an zu arbeiten und dann haben wir wieder Kompatibilitätsprobleme zwischen diesen verschiedenen Schichten.
Ja, vor allem, also das ist ja, das löst ja kein Problem. Also, Es wird halt jetzt ein Sammelsurium an allem gemacht und damit habe ich auch wieder alles irgendwie nicht konkret.
Ja, weil wir halt schon so viel haben und jetzt versuchen mit auf Biegen und Brechen alles so umzubiegen, dass es irgendwie zusammenarbeitet.
Okay, also wenn man detaillierter reinschaut, also wenn man zum Beispiel den Technologie-Stack mal da reinschaut, dann wird es schon konkreter. Aber also das macht wirklich keinen Spaß, sich damit auseinanderzusetzen, weil da sind Technologien, da sind Architekturen, da sind politische Statements, da sind Aussagen wie erstmals werden Standards in Zusammenarbeit mit den Ländern erarbeitet und so drin. Und das ist einfach irgendwie, also die Zusammenarbeit mit den Ländern und die Technologie, das ist alles in einem Brei. Ehrlich, ich habe mir wirklich Mühe gegeben, es zu verstehen und ich denke mir, ich bin einigermaßen in dem Thema drin. Okay, jetzt geht es erst einmal um das Gesamtbild, das hier aufgemacht wird und dazu findet die Konsultation statt. Also man soll jetzt auch bloß zum Gesamtbild etwas sagen und vielleicht ist es schon mal richtig, das Gesamtbild aufzumachen und darüber zu reden, aber ich weiß nicht, man überfrisst sich da völlig.
Ich würde gerne das von Peter aufnehmen. Ich denke, was er so gesagt hat, ist, dass dieser Strauß zu groß ist. Wir haben ja vorhin gesprochen über diese über 100 Basisdienste, wo wir standardisieren müssen auf wenige, auf drei, vier. Was bedeutet das aber? Das bedeutet, dass über 100 Basisdienste abgeschaltet werden müssen. Also dass wir radikal rückneiden müssen, also rückneiden müssen diesen ganzen Wildwuchs, der da entstanden ist. Reduzieren, das ist auch übrigens das, was ich so in dem Umfeld, in dem ich arbeite, auch immer wieder gespiegelt bekomme. Wenn wir vorankommen und standardisieren wollen, dann müssen wir das Spiel abschalten. Und das ist politisch schwierig, weil da muss man dem einen oder anderen da sein liebgewordenes Pflänzchen ausreißen. Und nicht nur dem einen oder dem anderen, sondern das gleich mal 100.
Ja, und vor allen Dingen, wenn ich mir das hier so grob durchschaue, hier sind schon wieder Technologien drin, die sind schon fast 30 Jahre alt. Soap ist drin. Also man könnte doch auch direkt bei sowas mal alte Zöpfe abschneiden.
Ja, aber nochmal, das Problem ist halt das, dass man für meine Begriffe alles zusammenwirft. Da sind Ideen drin, wie man die Beschaffung verändern kann und Ideen zur Workflow-Automatisierung. Und das zusammen mit Payment. Das ist ein solches Sammelsurium, dass ich beim besten nicht mehr weiß, wo ich anfangen soll.
Aber ist das nicht zwangsläufig, das Resultat, dessen, wenn ich irgendwie politisch einen Begriff formuliere und dann offen lasse, was man da reinmachen kann, dann geht überall die Schubladen auf, alle holen ihre Sachen raus und schreiben da den neuen Begriff drauf und sagen, ja, hier ist das, was da drin ist. Also ich meine, so habe ich es eigentlich auch gemacht, als ich von Deutschlandstack gehört habe. Ich habe halt das gedacht, was ich dazu gedacht habe. Der so ein Watzigstehen im Kopf hatte.
Ja, klar. Ich meine, letztendlich ist es so, dass der große Bezug wird genommen auf das, was man politisch vielleicht auch durchaus korrekt macht, nämlich dass man sagt, was ist im Koalitionsvertrag vereinbart und man leitet jetzt vom Koalitionsvertrag quasi ab, was zu tun ist. Das ist aber keine Strategie. Also das kann ich mir beim besten Mal nicht vorstellen. Und da sagt man jetzt, naja, das, was im Koalitionsvertrag drinsteht, Das hat jetzt Kontur gewonnen. Also man hat quasi jetzt den Koalitionsvertrag runtergebrochen auf die Praxis. Aber das ist ja ein Wunschkonzert. Das ist kein Maßnahmenplan, das ist keine Strategie, das ist keine Architektur. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was das ist. Also ich gebe mir wirklich Mühe, mich da ernsthaft damit auseinanderzusetzen, aber ehrlich gesagt, also für mich ist das ein großes Wollknall, bei dem ich im Moment diesen Anfang nicht finde und ich habe das Gefühl, auch die anderen haben es im Moment nicht gefunden.
Ja, sehe ich tatsächlich ähnlich, aber dann lass uns weitermachen, es gibt noch ein paar gute Sachen.
Okay, also was mich total freut, ist das, es gibt wieder Neuigkeiten zu EU, die iWallet und da muss ich halt einfach sagen, das, was also insbesondere die Sprinter macht, ist aus meiner Sicht wirklich ein hervorragendes Projektmanagement oder ein hervorragendes Management dieses Vorhabens. Die machen das echt professionell und jetzt nach den, also da war es ja so, 18 Monate nach Erlass dieser Implementing Act soll es ja losgehen. Das wäre rechnerisch, soweit ich das richtig gerechnet habe, der 24. Dezember dieses Jahres. Das war mir dann schon klar, dass das nicht der Tag ist, an dem die EU-DI-Wallet startet. Jetzt hat man wenigstens einmal den Tag auch festgelegt. Also das ist jetzt der 2. Januar 2027, soll es also wirklich losgehen. Und das in zwei Stufen, also erst einmal die nationale Implementierung hier und dann ein Jahr später sollen also andere Wallets auch mit integriert werden. Und damit das Ganze auf den Weg gebracht werden kann, gibt es jetzt bereits ja sowohl einerseits dieses Pilotprojekt, andererseits aber, und das ist jetzt die News. Auch eine Sandbox, also eine Entwicklungsumgebung, in der man das Ganze testen kann und in der man alle die Möglichkeiten hat, das auszuprobieren. Und aus meiner Sicht ist das, so wie das von allen hier dargestellt wird, sehr professionell aufgebaut. Jetzt hoffe ich, dass das nicht so ist, wie es der Thorsten aus der Praxis beschrieben hat, dass wir dann wieder bestimmte Funktionen testen können oder sowas. Aber das schaut also ganz gut aus und da sind auch die Bedingungen und das ist alles immer schön transparent beschrieben. Von allen Treffen gibt es immer wieder schöne Zusammenfassungen und so weiter. Also an der Stelle wird einerseits sehr, sehr umfassend und transparent informiert. Allerdings muss man natürlich fairerweise sagen, also das ist auch kein einfaches Thema. Also das ist nichts. Also da muss man sich wirklich intensiv einarbeiten, um das zu verstehen. Aber ich habe das Gefühl, da geht einiges in die richtige Richtung. Das Einzige, was mir immer noch Sorge macht, ist das, dass das ja letztendlich auf eine abgeleitete Identität rausläuft. Das heißt, ich brauche eigentlich den Personalausweis, um den Personalausweis in die Wolle zu bringen. Und wenn wir im Moment eine Durchdringung von 25 Prozent von Leuten haben, die den Personalausweis aktiv funktionsfähig haben, dann weiß ich beim Besten wollen im Moment noch nicht, wie man dem Ding Flügel verleihen will, um das dann alles umzusetzen. Das ist für mich noch ein bisschen eine spannende Geschichte, aber ansonsten habe ich das Gefühl, das läuft richtig gut und da setzen natürlich auch alle drauf und jeder hofft da. Aber das Einzige, also die Hoffnung, dass das abhebt. Weil der Personalausweis ja nicht abgehoben hat. Aber wenn ich dann als Voraussetzung den Personalausweis brauche, das erschließt sich mir noch nicht ganz. Aber sonst, also vom Management des Vorhabens und so weiter, ist das aus meiner Sicht ziemlich genial, was da gemacht wird.
Also ich muss sagen, ich freue mich auf die Eudi Wallet.
Ja, ich habe ja einen funktionsfähigen Personalausweis. Genau.
Und ich glaube auch tatsächlich, dass das was werden kann. Wobei ich lag auch schon ein paar Mal falsch, als ich gedacht habe, es wird gut. Ich glaube, das kann was werden und vor allen Dingen kann es was werden, wenn dann endlich auch die Privatwirtschaft mit drauf darf. Also ich hatte ja neulich einen Podcast mit jemandem von der Sparkasse und das sehe ich tatsächlich. Also wenn ich alle Wallets in einer Wallet habe und nicht mir 25 verschiedene installieren muss und damit diesen Use Case, der da gezeigt wurde, mit ich kaufe Alkohol und bezahle, gut, ich glaube, mich hat schon lange keiner mehr nach dem Ausweis gefragt, wenn ich Alkohol gekauft habe, aber gerade das wäre es zum Beispiel ein Anwendungsfall oder ich miete ein Auto. Auto. Wenn ich damit automatisch Ausweis, Fahrzeug, also Führerschein und Bezahlen mit einem Schritt machen kann, wo ich vielleicht noch ein, zwei Mal bestätigen muss, ich glaube, das wird auch in der Bevölkerung angenommen werden. Und ich freue mich drauf, wenn ich endlich mal meine Finger in so eine Beta-Version kriege.
Also, was ja auch sehr sinnvoll ist, ist das, dass auch eine ganze Menge andere Ausweise, also was passiert ist, Studenten, Ausweis oder Deutschland-Ticket oder sowas, dann irgendwann gespeichert werden kann und dass auch Dokumente in der Wallet gespeichert werden können. Das heißt, das, was über fehlende verknüpfte Register nicht geht, könnte man dann halt, also zum Beispiel die Dinge, die man braucht für wenn ich für einen Wohngeldantrag einen Mietvertrag brauche oder was, dann kann ich den einen in der Wallet speichern und kann den dann auch über den Weg zur Verfügung stellen und das ist glaube ich schon auch nochmal ein Punkt, der schon Sinn geben könnte, weil in den, Bürgerkonten, die Dinge zu speichern, das hat bis jetzt nicht funktioniert. Und wenn ich das aber dezentral und in eigener Herrschaft habe, dann kommt mir das vielleicht auch ein bisschen eher entgegen.
Aber du brauchst maschinenbelesbare Dokumente. Es nützt kein eingescannte, Kein eingescannte Mietvertrag oder keine eingescannte Eheurkunde oder ähnliches was. Das muss maschinenbild lesbar sein.
Naja, das ist das gleiche Problem wie mit der Patientenakte. Ich meine, die ganzen in Word getippten Arztbriefe, wenn du die da drin hast, kannst du gar nichts damit aufhauen.
Das stimmt. Nur mit aufwendigem OCR. Also wie gesagt, ich freue mich drauf, das zu testen, von vorn bis hinten Dokumente hochzuladen, runterzuladen, mich auszuweisen. Also ich freue mich drauf und hoffe, dass es bald tatsächlich Beta-Tests gibt, an denen man teilnehmen kann.
Ich gehe davon aus, dass das also, dass das große Chancen hat, was ganz Großes zu werden. Es zieht auch eine Menge interessante Akteure gerade an, habe ich den Eindruck.
Weil das ja nicht so ist, dass das Thema jetzt völlig neu erfunden wird. Ollit haben andere auch schon erfunden.
Aber wir haben es jetzt standardisiert auf EU-Ebene und ich würde sagen, wir schließen das Thema ab und Peter, hast du noch was?
Naja, ich hätte noch eine ganz kleine Sache. Ich würde gerne deinen Podcast missbrauchen. Und ich habe da einen ziemlich peinlichen Auftrag gekriegt. Also ich bin ja hier so Special-VIP-Member der Beikommunen. Und wenn ich das hier erwähne, dann hat mir Vize-Chef der Beikommunen ein kleines Geschenk versprochen. Deshalb habe ich das jetzt an dieser Stelle ganz eiskalt mal gemacht.
Können wir als Schleichwerbung oder ähnliches ansehen.
Ja, also ich bin hier ganz vorsichtig, aber ich habe es versprochen, dass ich die Beikommun hier erwähne und dass ich hier Special Member bin und jetzt übergebe ich an den Malte.
Habe ich dich jetzt richtig verstanden? Also du, Peter, bist jetzt Special VIP Member bei der Beikommun?
Ja, irgend sowas ähnliches. Also ich will auf jeden Fall so einen hellblauen Hoodie haben.
Genau, Peter, damit ich es auch nochmal sagen kann, Peter ist Special VIP Member bei der Balkon. Aber Malte, jetzt musst du aber, jetzt müssen wir mal wieder ernst werden, jetzt bist du ja dran mit deinen Themen.
Na gut, danke Peter. Ja, ich komme mal jetzt aus Bayern nach Berlin, Das ist ja auch meine Gegend hier und da gibt es was, finde ich, unheimlich Erfreuliches. Der Digitale Schuss vom Abgeordnetenhaus hier in Berlin hat beschlossen, dass für die Landesverwaltung der Vero eingeführt wird. Also die CDU, SPD, Grüne und Linke haben schon zugestimmt. Was noch aussteht, ist, dass das Abgeordnetenhaus zustimmt. Was bedeutet das? dass ich, wenn ich zahlen möchte für Leistungen auf den Berliner Verwaltungsportalen, dann soll ich das zukünftig auch mit dem Vero machen können, um da unabhängig zu werden von den großen amerikanischen Zahlungsdienstleistern. Das wäre dann das erste Bundesland, was das umsetzt.
Ich finde das sehr begrüßenswert. Also ich bin Vero-Fan. Am Anfang war ich skeptisch. Ich habe es jetzt ausprobiert. funktioniert gut, funktioniert einfach. Meine Bank muss leider noch den QR-Code umsetzen, also die haben noch nicht alle Spezifikationen umgesetzt, aber wenn das alles da ist bei meiner Bank, dann bin ich wirklich glücklich und gewillt, überall wo es geht mit Vero zu bezahlen.
Also damit umgeht man dann auch tatsächlich ja die großen Kreditkartenanbieter auch, bei denen man mit jeder Zahlung immer ein bisschen Daten hinterlässt. Das ist auch ein gutes Stück eigener Souveränität, die man da von hat.
Genau, aber ich glaube, das Wichtigste ist mehr Unabhängigkeit von großen Instituten, die einem einfach mal so, weil irgendein wild gewordener Präsident das gern hätte, den Zugang zum Bezahlsystem verwehren. Und das könnten wir mit Vero hervorragend umgehen. Genau.
Das ist ganz frisch. Das ist jetzt am Montag passiert diese Woche, dass die das gemacht haben. Und wir erwarten unmittelbar dann auch die Zutimmung vom Abgeordnetenhaus und anschließend dann die technische Integration. Ja, und dann gibt es was Neues von Sprint und zwar was taiwanesisch ist. Die Audrey Tang, das ist eine Open-Source-Aktivistin und Programmiererin. Bei Pearl ist die ganz aktiv gewesen. Die ist dann Digitalministerin geworden in Taiwan. Das ist vielleicht auch mal ganz interessant, jemanden aus der Open-Source-Community zu Wahlminister oder Ministerin zu machen. Finde ich eine wirklich interessante Idee. Da haben wir auch in Deutschland einige Persönlichkeiten. Und die hat in Taiwan einen Hackathon veranstaltet, den Präsidenten-Hackathon. Und der war so erfolgreich, als sie damit jetzt so ein bisschen auf Welt-Turnier gegangen ist. Und Wind ist da aufgesprungen, die Bundesagentur für Sprung-Innovation, und veranstaltet jetzt unter dem Titel Deutschland, was nervt. Vor einer Initiative, Englisch Germany, what sucks. Und dabei sollen bis zu 15 Ideen finanziert werden, die das Potenzial für echte soziale Sprung-Innovationen haben. Besten Projekte erhalten Ende des Jahres sogar eine direkte Umsetzungsgarantie für den Regelbetrieb.
Ich finde das super, dass du das mitgebracht hast, weil das ist mir tatsächlich durchgegangen. Und ich finde das klasse, dass wir sowas wieder machen. Wir hatten ja schon zu Corona dieses Wir vs. Virus, wo auch einige Unternehmen daraus entstanden sind, wo sogar ein paar überlebt haben. Und ich finde das gut, sowas muss einfach mehr gemacht werden. Sowas brauchen wir in Deutschland mehr. Wir haben das Know-how, wir haben die Möglichkeiten. Wir müssen nicht alles von extern holen. Wir können ganz, ganz viel, wenn nicht sogar alles selber.
Schöner kann man es nicht sagen. Im April diesen Jahres geht es los. Und Ende 2026 werden dann die fünf besten Projekte für die finale Umsetzung ausgewählt.
Vielleicht ist das eine gute Idee. Da kann man wirklich konstruktiv sein und nicht bloß lästern. Also von dem her, man sollte sich da ernsthaft. Also wer immer lästert, sollte sich zusammenschließen und sollte hier konstruktive Ideen einbringen.
Genau. Danke, Peter. Das ist sehr schön gesagt. Das finde ich auch jetzt mal echt konstruktiv sein. Die Chance ist da. Macht was draus. Dann gibt es was zu KI. Und zwar hat das Automatisierungsunternehmen Zapier eine Studie unter 1100 Unternehmenskunden zur KI-Nutzung und Qualität gemacht. und am 14. Januar dazu einen Bericht veröffentlicht. Und da drin steht, dass zwar viel KI genutzt wird und auch 92% der Befragten angeben, dass sie produktiver seien, allerdings verbringen sie viel Zeit damit, die Ergebnisse von KI zu korrigieren. Da gibt es so ein neues Wort, AI-Workslop. Und das ist das, was rauskommt, wenn ich meine Anfrage in so einen Textgenerator eingebe. Und damit das irgendwie anwendbar ist auf das, was ich wirklich tue, muss ich das ja dann korrigieren und anpassen. Und damit verbringen die Mitarbeitenden im Schnitt viereinhalb Stunden pro Woche und die meisten mindestens drei Stunden pro Woche, diese Sachen zu korrigieren. Das heißt also, einfach nur KI, wie glaube ich vorhin gefordert wurde, ist ein bisschen wenig, denn am Ende muss man ja doch schon mal draufschauen und die harschwämmsten Fehler korrigieren, bevor man das irgendwo hin tun kann. Dann gibt es was Neues von den Sozialversicherern. Und zwar hat die IT-Servicegesellschaft der Krankenkassen im Auftrag der Spitzenverbände der Sozialversicherung einen umfassenden Testbetrieb von OpenDesk initiiert. Und zwar läuft die Pilotphase momentan in diesem Monat und wenn die Ergebnisse dafür da zur Verfügung stehen, dann sollen sie in diesem Jahr noch evaluiert werden, um OpenDesk als operative Backup-Lösung für die breite Infrastruktur der Sozialversicherer zu validieren. Viel ist es, eine digitale Rückfallebene zu schaffen, damit man souverän ist, falls eben die großen US-Cloud-Anbieter die Lösung abschalten.
Ja, nicht nur. Das dient tatsächlich auch als Rückfallebene, falls mal, wie sagt man so schön, falls die mal geseibert werden. Dafür soll das auch dienen. Und ich finde es sehr gut, dass die Sozialversicherer jetzt auch darüber sprechen, weil das ist eine Idee, die habe ich schon seit OpenDesk rausgekommen ist, schon mal formuliert. Und alle haben mich für verrückt erklärt. Und jetzt macht es jemand. Und ich finde das super. Und ich kann das nur unterstützen. Und ich bin sehr auf die Ergebnisse gespannt und auch bei mir im Unternehmen überlegen wir, ob wir genau sowas machen können, ob man das als Parallelinfrastruktur aufbaut, nur als Fallback-Infrastruktur mit allen Abhängigkeiten, wie mache ich das, wenn der Mail-Server ausfällt, brauche ich einen neuen Mail-Server und so weiter und so weiter. Das überlegen wir uns und das sollten viel mehr machen.
Also was mich interessiert hat, wenn aus diesem Test irgendjemand einmal auch, so einen eigenen Praxisbericht liefern kann, wie das abgelaufen ist und wie da die Erfahrungen waren. Das darf mich wahnsinnig interessieren, also weil. Ich habe ja durchaus mitbekommen, wie das ist, wenn man mit nicht Microsoft-Produkten dann versucht, Microsoft-Dokumente zu bearbeiten und ähnliches. Das ist ja nicht immer ganz so völlig problemlos und auch die CT hat sich zum Beispiel gerade erst wieder mit alternativen Office-Produkten cloudbasiert oder auch lokal installiert auseinandergesetzt. Und das Problem ist halt immer die Dokumentenformate und so, dass das halt auch dann entsprechend bearbeitet werden kann und so. Und mich hat da echt die Praxis dann einmal interessiert. Also nicht jetzt, wenn das eine Infrastruktur ist, die wirklich sozusagen im Alltag ist, sondern wenn das sowas Hybrides ist, wo man also mit bestehenden Dokumenten dann in einer alternativen Office-Umgebung arbeiten muss, wie das funktioniert. Also da, und das ist jetzt gar nicht irgendwie polemisch oder was, sondern ich hätte da ernsthaft wahnsinnig Interesse drauf, weil Microsoft ja immer noch versucht mit den Dokumentenformaten, also mit den, klar, die haben einen Haufen Features, die im Dokumentenformat in irgendeiner Form abgebildet werden müssen, aber das führt natürlich dazu, dass die Dokumente bei Weitem nicht so austauschbar sind, wie das auf den ersten Moment ausschaut und da darf mich wahnsinnig die Praxis einmal interessieren.
Ja, das habe ich mir auch schon mal überlegt. Und ich glaube, ich kenne jemanden, der mal hier im Podcast einen Praxisbericht abgeben kann.
Das wäre genial. Ich freue mich schon so auf die Folge.
Mich würde es auch interessieren, ich bin da ein bisschen kritischer, aber mir ist das viel zu wenig. Damit so komplexe Dinge wie Software funktionieren, müssen sie aktiv genutzt werden von möglichst vielen Leuten.
Aber wenn keiner anfängt, wenn keiner anfängt, können es auch nicht viele werden. Also muss irgendjemand anfangen.
Das finde ich aus der Ecke vollkommen richtig, Thorsten. Irgendwie mal gucken, ob es geht. Das kann aber für mich eben nur der erste Schritt sein. Das funktioniert nicht dauerhaft als Fallback, sondern ich bin auf die Ergebnisse von dem Test gespannt, denn eine Parallelinfrastruktur So aufzubauen, ja, aber dann eben ohne den Notfall dahin zu wechseln, muss das Ziel sein von so einer Sache. Aber genau das soll, glaube ich, auch der Test bringen, um das herauszufinden. Wie schnell geht das und was sind die Voraussetzungen? Da bin ich auch gespannt drauf. Ich erwarte wirklich, oder ich gehe davon aus, dass das Ergebnis sein wird, dass es nicht so einfach ist, so schnell zu wechseln Und dass die Probleme, die dabei aufgeworfen werden, dann zeigen, was ich denke, nämlich, dass man sowas sofort in den Regelbetrieb bringen muss.
Ja, also ich bin da wirklich hin und her gerissen, weil ich einerseits genau das Argument von Malte wahnsinnig gut nachvollziehen konnte, dass es nur dann funktioniert, wenn es auch wirklich Bestandteil des Alltags ist. Auf der anderen Seite bin ich genau der Meinung des Torsten, dass ich sage, irgendwo muss man mich anfangen. Und nur zur Erinnerung, in zwei Tagen ist ja wieder Digital Independence Day und die, Ich glaube halt, dass dort auch die Argumentation ganz vernünftig ist, zu sagen, plus eins. Also dieses, wir eröffnen neue Möglichkeiten, wir probieren neue Dinge aus, wir robben uns da schön langsam mal ran. Und ich glaube, das Tabu erstmal zu brechen, ist schon ganz wichtig. Und im nächsten Schritt dann das in den Alltag zu bringen, wäre natürlich noch schöner. Aber jetzt erst einmal, glaube ich, müssen wir einfach das Tabu brechen.
Dann warten wir gespannt auf das Ergebnis. und werden die auch evaluieren und der Thorsten wird darüber eine ganze Sendung mit einem ganz tollen Gast machen.
Genau, vielleicht ein oder zwei, mal sehen. Mir fallen schon welche ein.
Genau, da gibt es gerade beim öffentlichen Gesundheitsdienst, da gibt es jemanden, die würde ich auch gerne mal hören im Podcast. Mal schauen. Wobei der öffentliche Gesundheitsdienst gehört nicht zu den Sozialversicherungen. Da gibt es noch eine Trennung. Das ist ein bisschen schwierig. Aber gut, kommen wir zum Führungszeugnis. Das Bundeskabinett hat den Gesetzentwurf zur Modernisierung des Führungszeugnisses verabschiedet. Ja, war der Prozess so halb digital. Und zwar online beantragen, aber das Ergebnis bricht man dann ja doch als Papier, als Zeugnis zum Anfassen. Tünftig soll der gesamte Weg vom Antrag bis zur Übermittlung den Arbeitgeber oder die Behörde rein digital ablaufen. So jedenfalls der Plan, Horsten.
Genau. Und so wie der Plan ist, macht es jetzt endlich Sinn, hier auch den digitalen Personalausweis einzusetzen. Weil so wie es aktuell ist, macht es überhaupt keinen Sinn, den Personalrausweis einzusetzen, außer dass ich die Hürde hochsetze, mir ein Führungszeugnis zu beantragen. Damit hausiere ich schon seit Jahren. Führungszeugnis beantragen braucht überhaupt kein hohes Authentifizierungslevel, weil ich kann für jeden von euch beiden Führungszeugnis beantragen, was ich dann bezahle und was ihr zugeschickt bekommt. Das hat für mich überhaupt gar kein Missbrauchspotenzial, außer dass ihr euch wundert, dass ihr plötzlich ein Führungszeugnis kriegt, was ich bezahlt habe.
Da hat irgendjemand auf dich gehört.
Das glaube ich nicht, aber digital macht das durchaus Sinn. Da authentifiziere ich mich mit meinem Ausweis, weil ich kriege ja dann das Führungszeugnis auch zugeschickt. Und das ist wunderbar.
Das Einzige, was ich, also ich finde das erst einmal wunderbar, finde das eine ganz gute Idee. Ich stelle mir das dann so ähnlich vor, wie es ja heute schon völlig ordentlich Probleme mit dem Auskunft aus dem sogenannten Vereignungsregister geht, also mit dem Punktestand aus Flensburg. Da kriegt man ja auch das Dokument sofort dann zugestellt. Was mich allerdings ein bisschen irritiert ist, dass in dem Artikel zumindest steht drin, dass dann auf dem Dokument ein spezieller, nicht QR-Code, sondern ein Barcode sein soll und über den kann man dann feststellen, ob das Original ist. Ich dachte, wir haben dafür die digitalen Siegel erfunden, aber wir können ja wieder was Neues erfinden. Also das verstehe ich ehrlich gesagt nicht und die digitalen Siegel werden ja bei dem Auskunfts- und Veröreignungsregister auch verwendet.
Also, ja, da gebe ich dir vollkommen recht. Das muss natürlich digital gesiegelt sein, aber wenn ich dieses Dokument dann doch mal ausdrucke, warum ich auch immer das machen möchte, eignen sich diese QR-Codes, was ja auch nur Barcode sind, tatsächlich dazu, um auch diese digitalen Siegel zu verifizieren. Das ist quasi dann auch das digitale Siegel. Das digitale Siegel ist auch nur eine Zahlenfolge und das kann ich damit prüfen. Das ist quasi nur die optische Auslesbarkeit, Möglichkeit für das digitale Siegel.
Okay, ich lasse mich da gerne überzeugen. Also wenn man nichts Neues erfindet, sondern die etablierten Sachen hernimmt, dann bin ich schon wieder zufrieden.
Also ich hoffe, die machen das so und man hat da nicht im QR-Code verschlüsselt die URL, wo man dann beantragen kann, ob das Siegel richtig ist.
Naja, okay, ich bin auf diese Drittquellen da angewiesen und da steht, um Fälschungen vorzubeugen, soll es einen Barcode geben, mit dem die Echtheit des Dokuments mittels einer Smartphone-App von jedem überprüft werden kann.
Das klingt nach Siegel. Oder wenigstens ein Zertifikat.
Ja, okay. Dann war es einfach nur für Laien formuliert oder so ähnlich und ich bin wieder zufrieden, wenn es so ist.
Ich finde das gut. Ich finde das sehr begrüßenswert, dass wir das machen.
Auf jeden Fall.
Das sollten wir auch für Geburtsurkunden und so weiter und so weiter machen. Vielleicht ist es eine gute Blaupause.
Und ich finde es schön, wenn der Peter zufrieden ist.
Danke.
Der Entwurf ist jetzt vom Bundeskabinett flossen worden und Und muss jetzt noch im Bundestag und Bundesrat und sobald das abgeschlossen ist, wird das flächendeckend eingeführt werden. Dann schauen wir mal, was mit den Siegeln ist. Für meine letzte Meldung heute komme ich wieder zurück nach Berlin. Und da habe ich etwas verkündet, was mich sehr gefreut hat, als ich es gelesen habe. Und zwar hat am 14. Januar diesen Jahres die Berliner Seminatsverwaltung für Inneres und Sport eine offizielle Open-Source-Strategie für das Land Berlin verabschiedet. Es ist recht umfangreich, Open Source First soll gelten für das Land Berlin als Leitprinzip, also Open Source kommt zuerst und soll zukünftig das Fundament der digitalen Souveränität für Berlin stellen. Ich weiß nicht, ob ihr euch noch daran erinnert, es gab 2006 mal einen Beschluss im Abgeordnetenhaus und da ging es auch um Open Source und es war die Forderung, dass Berlin sich von Windows verabschieden soll und eine Open Source Strategie verfolgen soll und Open Source auf den Arbeitsplätzen einsetzen soll und das ist damals tatsächlich auch am Widerstand der Senatsverwaltung gescheitert. Die gesagt haben, ja, das ist einfach nicht umsetzbar. Wir haben viel zu viele Sachen, die von Windows abhängen. Jetzt kommt diese Netzverwaltung und verabschiedet so ein Strategiepapier. Also ich finde, das ist echt mal was vorwärts.
Ja, ich finde das auch super und ich finde es interessant, dass immer mehr Bundesländer eine Open-Source-Strategie fahren. Also ich finde das super. Ich finde das sehr begrüßenswert. Wohl wissend, dass das nicht von heute auf morgen geht, sondern schrittweise Prozess ist, aber das ist genau der richtige Weg.
In dem Papier, wenn man es mal liest, gewiss ich auch verlinken, ist es so, dass Sie auch meiner Meinung nach alles richtig machen. Also es geht um Kooperationen mit OpenCode und mit Zendes. Sie wollen dann auch den Arbeitsplatz, der nennt sich dann dpbb2.0, dass man dort schrittweise zum Open-Source-Arbeitsplatz kommt. Und das sieht für mich aus, als wenn das Hand und Fuß hat. Und ich bin echt gespannt auf die nächsten Schritte der Umsetzung und wünsche da der Senatsverwaltung wirklich alles Gute. Zur Umsetzung soll jetzt erstmal ein Open-Source-Program-Office etabliert werden und dann schrittweise die rund 80.000 PC-Arbeitsplätze auf diesen souveränen Standard BPBB 2.0 umgestellt werden.
Also Berlin baut sich ein eigenes Centis. Aber gute Nachrichten aus Berlin finde ich super und ich würde gerne direkt weitergehen zur nächsten Kategorie. Danke Malte, danke Peter, dass ihr so viele interessante Themen mitgebracht habt Und die nächste Kategorie ist, ich behaupte jetzt einfach mal die beliebteste Kategorie überhaupt, das sind die Veranstaltungen. Und zwar geht es los mit dem vom Peter schon erwähnten Digital Independence Day am 1. Februar. Auch hier seid ihr wieder aufgerufen, 1 plus oder 1 rauszumachen oder vielleicht auch beides. Am 4. Februar ist der zweite Workshop Digitalisierungshemmnisse in der BHO im Frankfurt am Main. Das ist eine Veranstaltung vom Next-System. Am 4. Februar auch weiter der 12. Oldenburger BIM-Tag, also für alle, die sich mit Bauen auseinandersetzen wollen. Am 4. Februar ist auch IT-Sicherheitstag in Bayern und auch Public Sector & Friends in München, eben am Vortag zum Zukunftskongress in Bayern, der am 5. Februar ist. Am 10. Februar ist Smartes Niedersachsen im Alten Rathaus in Hannover. Am 11. Februar ist wieder eine Next-Veranstaltung und zwar ist es das Treffen der Next-Community, Veränderungsmanagement und Digitalisierungsprozesse. Am 12. Februar ist wieder Beikommun Roadshow in Fürth. Am 17. Februar Sovereign Cloud Stack Hackathon Nummer 6. Am 18. Februar Iris Paragraf 26 Internationales Rechtsinformatik Symposium 2026 in der Uni in Salzburg. Am 19. Februar Interkommunales. Bienkommst, also das ist in Holland, das heißt, es ist ein internationales Zusammenkommen für interkommunales Netzwerken in verschiedenen Sprachen, wahrscheinlich Englisch, Deutsch und Niederländisch. Am 24. Februar ist der dritte Workshop Digitalisierungshemmnisse in der BHU in Hannover. Das ist wieder die Fortführung der Veranstaltung vom Next. Am 24. Februar GovTech-Kolloquium in Berlin. Am 25. Februar GovTech-Gipfel in Berlin. Am 25. Februar ist die EID-EUTI-Wallet-Fachkonferenz Faktor Mensch in Siegburg. Und am 26. Februar ist SCS Connect, Sovereign Cloud Stack Competence. Ja, das war es soweit für Februar. Das waren die Veranstaltungen, denen ich Herr werden konnte. Ihr dürft gern weitere Veranstaltungen hier eintragen. Und der Kalender ist, wie gesagt, abonnierbar, sodass ihr den auch tatsächlich in eurem Kalender direkt sehen könnt. Und seht, wenn sich irgendwas ändert bei Veranstaltungen oder neuer Veranstaltungen hinzukommen. Dann möchte ich mich gern, wie immer, bedanken bei meinen Unterstützerinnen und Unterstützern, die mir den einen oder anderen Euro in den Hut werfen. Das waren in diesem Monat Ralf, Malte, Claudia, Heiko, Florian, André, Michael, Nils, Kalli, Don und Heinz. Vielen Dank dafür und damit sind wir am Ende unserer Sendung. Und Malte, Peter, vielen Dank, dass ihr wieder dabei wart, mich begleitet habt bei der Monatschau.
Mir hat es großen Spaß gemacht und diesmal waren wir wieder ein bisschen mehr an E-Government dran, nicht so wie beim letzten Mal, wo ich so ein bisschen, mit anderen Themen gekommen bin.
Abschweifen muss auch erlaubt sein.
Ja, vielen Dank. War wieder mal ein Spaß hier. Eine Freude. Danke.
Und euch, liebe Hörerinnen und Hörer, vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal.
Ciao.