Ja, die E-Akte ist tatsächlich eine sehr große Herausforderung.
Wir sind aber auf einem guten Weg.
Also wir haben jetzt ein Team auch zur Implementierung der E-Akte aufgebaut,
führen die E-Personalakte ein.
Ansonsten haben wir, glaube ich, die ganz klassischen Probleme,
die andere öffentliche Verwaltungen auch haben, Fachkräftemangel.
Wir sind natürlich darauf angewiesen, qualifiziertes Personal zu finden,
das diese Projekte umsetzen kann.
Gerade im Bereich der IT ist das auch sehr schwierig, weil wir zahlen natürlich
auch wie andere öffentliche Arbeitgeber nach dem Tarifvertrag der Länder.
Dann ist eine große Herausforderung, wir setzen auf Landeslösungen in NRW,
also wir finden uns quasi in Konsortialprojekten zusammen mit mindestens vier
Hochschulen, die dann quasi so eine Landeslösung für eine E-Personalakte erarbeitet
und die anderen Hochschulen können das dann nachnutzen.
Und hier gab es Verzögerungen aus ganz unterschiedlichen Gründen und hier sind
wir mitunter in manchen Projekten auch in Verzug,
weil eben diese Konsortialprojekte nicht fristgerecht aus verschiedensten,
also Kunden fertiggestellt wurden.
Und dann gibt es natürlich auch das System Hochschule an sich.
Wir haben sehr viele partizipative Strukturen. Das heißt, wir müssen viele Gremien
mit einbeziehen, viele Stellen informieren, Entscheidungswege zum Teil auch erst noch definieren.
Und das verzögert das Ganze mitunter.
Also vielleicht als Beispiel für Entscheidungswege. Wir führen E-Akten ein,
haben ein übergreifendes Projekt zur Einführung eines Dokumentenmanagementsystems,
haben daran angedockt die operative E-Akten,
E-Personalakte-Einführung und das ist eigentlich ein klassisches IT-Thema,
aber es hängen eben auch Fragestellungen dran, die nicht klassisch IT sind.
Das heißt, wir brauchen eine neue Postordnung, damit wir eben sicherstellen
können, dass eingangs Post digitalisiert wird und in das DMS eingespeist wird
oder beispielsweise benötigen wir jetzt eine neue Aktenordnung.
Wir schauen uns die Unterschriftenordnung an, um zu prüfen, wo überhaupt noch
Unterschriften erforderlich sind
oder wo wir auf einen digitalen Genehmigungsworkflow zurückgreifen können.
Und da hängen sehr viele organisatorische Projekte noch dran.