Genau, da muss man natürlich sagen, dass ein Standard, der ist ein Standard,
wenn er halt Anwendung erfährt.
Also das ist definitiv eine Sache. Und man kann sich, wenn man international
schaut, was dort, also wir sehen halt sehr ähnliche Standards,
die beispielsweise in Großbritannien, Kanada, Australien, Neuseeland,
auch Zypern beispielsweise in sehr ähnlicher Form existieren,
wie dort vorgegangen ist.
Und das kann durchaus nochmal Inspiration sein, das kann eine Blaupause sein.
Dort sehen wir beispielsweise, dass größere Beauftragungs- oder Rahmenbeauftragungen
komplett über, so macht Zypern das beispielsweise, oder auch Großbritannien,
dann über den Service-Standard geregelt werden.
Das heißt, hey, hier, das ist jetzt irgendwie ein Procurement-Framework,
so wird das gehandhabt, dann werden alle Dienstleister eingeladen,
die dann Interesse haben und die glauben, dass sie halt entlang der Service-Standards
dort halt arbeiten können.
Das müssen sie belegen und dann bekommen sie halt dementsprechend Aufträge,
wo der Service-Standard dann halt als Grundvoraussetzung angenommen wird.
Ein anderes wichtiges Bausteinchen, was wir in diversen Ländern auch gesehen
haben, ist, dass ganz konkret an der Geldvergabe auch geknüpft ist.
Also die Geldvergabe geht einher mit Service Standards.
Das ist auch eine Sache, die man sich natürlich für Deutschland vorstellen kann.
Was ein wichtiges Vehikel ist. Und eine andere Sache, die wir uns sozusagen
aber in einer leichten Form schon mal ausgeliehen haben vorab,
auch ohne die Verbündlichkeit und das auch schon in den letzten Jahren,
ist ein Peer-Review-Verfahren.
Also das haben wir mit dem Service-Standard in Projekten bei Digital Service gemacht seit 2022,
wo wir geschaut haben, hey, wenn denn Projekte laufen, dann nehmen wir uns den
Service-Standard und mitten in der Entwicklung, wenn wir sagen,
wir haben schon ausreichend viel entwickelt,
jetzt halten wir mal den Service-Standard dagegen und lassen Kolleginnen da drauf schauen.
Das heißt, wir haben eingeladene Peers, die dann halt in einem 3-4 Stunden Workshop
mal draufschauen, hey, wo steht das Team denn?
Wie sehr versucht das Team dann, all diesen Kriterien gerecht zu werden und
was kann das Team potenziell auch noch besser machen?
Und das ist jetzt eine Sache, die wir nicht nur beim alten Service-Standard
ausprobiert haben, sondern auch eine Sache, die wir gerade Ende Juli zum allerersten
Mal entlang des neuen 13-Punkte-Service-Standards auch gemacht haben.
Und da, das ist auch nochmal eine andere Rubrik, die auch demnächst auf der
Website erscheinen wird.
Das heißt, man kann sich anschauen, man kann nachlesen, wie eben andere Teams vorgegangen sind.
Also diese Peer Review Reports, die werden veröffentlicht.
Der allererste, demnächst erhältliche ist zum Beispiel von einer Justizleistung,
wo es eine Klageerstellung ist, die Leute veröffentlichen.
Eingeben können. Und dort kann man halt dann nachlesen, was konkret das Team
gemacht hat und was das Team potenziell als nächstes noch tun könnte,
so als kleine Zwischenreports.
Also dort wollen wir auch nochmal eine andere Zugänglichkeit und eine sehr praxisorientierte
Anschaulichkeit für Service-Standard-Kriterien sicherstellen.
Ich fasse die Folge mal zusammen: Mittlerweile erfinden Teile der öffentlichen Verwaltung zum zehnten Mal in Folge das Rad. Ohne dass sie voneinander wissen, geschweige denn miteinander reden. Das große Ziel des Bollerwagens für die Verwaltung liegt immer noch in weiter Ferne. Und während die Behörden voller Freude auf den Wahnsinnsfortschritt des Bollerwagens wartet, spricht der Rest der Welt über Raumfahrt, KI und Kernfusion.
Ganz so schlimm, wie von dir dargestellt ist es nicht.
Die öffentliche Verwaltung hat jetzt endlich die Möglichkeit gemeinsam an Dingen zu arbeiten und die Digitalisierung voran zu treiben.
BTW: Die öffentliche Verwaltung spricht nicht nur über KI, Raumfahrt und Kernfusion, sie ist in Deutschland sogar in alle drei Themen involviert. 😉