André Göbel
Wir haben eine ganze Menge an Hemmnissen, die wir entsprechend auch schon in
der föderalen Digitalstrategie beschrieben haben.
Und das ist das aus meiner Sicht sehr, sehr Positive, dass der Planungsrat sich
hier nicht einer Chefsache annimmt und dann zwei Jahre im Keller verschwindet
und eine Strategie entwickelt, sondern dass das hier ein rollierendes Modell ist.
Denn die DACH-Strategie wurde sehr, sehr kollaborativ entwickelt,
hat Hemmnisse beispielsweise im Bereich der Infrastruktur, des Datenschutzes,
der Barrierefreiheit herausgehoben.
Nicht gesagt im Sinne von anklagend, so hier sind die schuldigen Stellen und
die müssen jetzt alleine machen, sondern ganz mutig gesagt, was wir als Planhausrat
bereits selber voran entwickeln können und was wir gemeinsam in den Strukturen schon ändern können.
Dazu zählt beispielsweise eben auch, dass ein ganz wesentlicher Beschluss zur
Verstetigung der deutschen Verwaltungsstrategie entstanden ist,
dass ein Finanzierungsmodell für den OZG-Kontext daraus entstanden ist,
dass der Marktplatzgedanke sehr intensiv diskutiert worden ist,
wie können wir die Vielfalt der Schachverfahren,
der Großdienstleistungen, aber auch der Infrastrukturen und auch der Plattform transparent machen.
Die können wir stärker darauf einwirken, dass das unter einer gemeinsamen Architekturrichtlinie
in die Zukunft geführt wird.
All das sind ganz konkrete Beschlüsse. Also allein mit dem, was ich gerade gesagt
habe, sieben Beschlüsse adressiert, die der
Planungsrat schon während der Strategiekonkretisierung beschlossen hat.
Und das ist schon ein Stück weit ein neues Modell, dass der Planungsrat sich
nicht nur voranstellt und sagt, so das sind unsere Zielmarken für die Zukunft,
wir werden dort auch ganz konkrete Jahreszahlen herausarbeiten, sondern dass er sagt,
wir werden jetzt nicht eine lange Theoriediskussion führen,
denn wir starten ja nicht auf grüner Wiese.
Wir haben eine entwickelte E-Government-Landschaft, wir sind in vielen Teilen
auch wirklich schon sehr weit entwickelt, aber wir müssen auch selber eingestehen,
ein Stück weit im dritten Teppich, der in Interoperabilitätsbarrieren scheitert
oder eben auch an zu wenig gemeinsamer Investitionen in die föderale Digitalisierung.
Und das sind Punkte, wo der Planungsrat jetzt schon während der Strategieentwicklung
direkt darauf einzahlt.
Insofern auch die Zielbilder, die Inna Maria jetzt gerade vorgestellt hat.
Sind schon eine ganz wesentliche Konkretisierung an der Stelle,
um die föderale Dachstrategie, von der du ja vorhin sprachst,
Thorsten, auch messbar zu machen.
Denn diese übergeordneten Ziele sollen ja ein Zielbild für die gesamte Verwaltung
sein und nicht nur eben aus der Perspektive, dass sie die Planungsrate.
Denn da gehen wir eben auch in die größeren Fachlichkeiten hinein,
die für das Gelingen der Digitalisierung notwendig sind.
Da sind wir bei den Fachministerkonferenzen, da sind wir in der Kommunalebene,
da sind wir bei ganz, ganz vielen Fachverfahrenstätigkeiten,
die eben unterschiedlich in Deutschland organisiert werden, weil wir ein föderaler
Staat sind. Aber so funktioniert der Digitalisierung nicht.
Insofern ist das gemeinsame Bestreben,
entlang der föderalen Architekturrichtlinie mal ganz konkret auch die Entwicklungen
voranzutreiben, das zu kombinieren mit dem Abbau von Barrieren in der Digitalisierung bis hin zu dem Prinzip,
was ja in der föderalen Digitalstrategie schon als EPA-Prinzip auch geschrieben ist.
Einer prüft für alle und der Planungsrat ja auch mit einem konkreten Beschluss untersetzt hat.
Das sind ganz wesentliche Wegmarken für die Zukunft.
Das heißt aber nicht, wenn der Planungsratenbeschluss fällt,
dass das von heute auf morgen umgesetzt ist.
Die Arbeit beginnt dann immer erst danach und das wird die spannende Frage eben
auch für die kommenden Monate und auch Jahre, muss man ganz klar sagen,
das lässt sich nicht von einem Jahr ins nächste direkt alles umsetzen,
wie wir diese Puzzleteile dann entsprechend zusammenführen.
Wie ein Einerprüft für alle Prinzip im Datenschutz, in der Barrierefreiheit,
aber auch in IT-Sicherheitsfragen dazu beitragen kann, zum Beispiel die staatliche
Cloudifizierung auch mal vorzutreiben.
Wie wir Anreize schaffen können, damit Fachverfahrenshersteller sich auf gemeinsame
Architekturprinzipien einigen und damit auch zu einer höheren Kompatibilität,
zu besseren Prozessen und zu einem einfacheren Datenmanagement führen,
wie über die Fragestellung des Not und so weiter.
Also ich rede mich jetzt hier schon intensiv rein.
Also es gibt unglaublich viele Facetten. Und das ist ganz wichtig,
dass da der Planusrat entsprechend diesem Chart, den er jetzt eingeschlagen hat, weitergeht.