Helmut Krcmar
Es hat zwei Aspekte. Das ist keine Nutzungslücke. Da entsteht eine Vertrauenslücke.
Da entsteht was viel Schwimmeres, als dass die Leistung jetzt anders gebracht wird.
Sondern die Erwartung ist dann, sagen die Bürger auch, das haben wir diesmal
direkt befragt, weil wir es im letzten Jahr so herausgearbeitet haben wie ein
empirischer Sozialforscher.
Wir haben ja direkt gefragt, wenn ich staatliche Angebote und Leistungen einfach
und schnell digital nutzen könnte, dann würde dies mein Vertrauen in den Staat stärken.
Und da sagen in Deutschland 48 Prozent, ja, das ist meine Erwartung.
Das wäre was, was ich erwarte.
Und dann ist tatsächlich das Antibeispiel der Umtausch der Führerschaft.
Du hast es ja noch relativ hell hingekriegt. Da gab es ein PDF.
Ich habe also auch in einem Bayerischen Landkreis die klassische Übung mit hier und schreiben.
Bitte beschaffen Sie die originale Unterlage Ihres Führerscheins.
In meinem Fall ist der natürlich nicht dort erstellt worden ursprünglich,
wo ich jetzt wohne, sondern gar in einem anderen Bundesland.
Das ist auch noch ein Ersatzführerschein, weil ich den natürlich mal verloren
hatte, wenn ich das so gehört.
Und dann hatte ich vorgeschlagen, ich sammle das jetzt alles hin und schicke
das auf einen Rat, sonst müsste das ja irgendwie sammeln.
Nein, das wollte man nicht. Die Beantragung des Auszugs aus dem Kalaster meines
Ursprungsführerscheins aus dem Jahre 1970 konnte digital gestellt worden werden,
aber es gab keine Antwort, ob es gemacht wurde.
Das Landkreis haben natürlich auch nicht gesagt, ob es schon da war und hat
dann irgendwann mal vorgeschlagen, und jetzt liefern Sie bitte Ihren Originalführerschein
ein, machen Sie sich eine Kopie, eine Kopie des Schreibens, das Sie ihm anliefern sollten.
Das gilt ja dann weltweit, dann können Sie damit natürlich weiterfahren.
Das wird eine spaßige Geschichte.
In der Schweiz kann man das noch einigermaßen vielleicht nachvollziehen,
aber in den USA, wo man ja auch Führerscheine brauchen könnte,
ist es so eine Schwierigkeit. Und das sehe ich als eine verpasste Chance.
Das ist ein Riesenthema. Ich weiß, dass es nicht einfach ist,
diese Dokumente sozusagen von vielen Jahren zurück zu beschaffen.
Das ist so ein Punkt und alles mögliche andere.
Aber das ist so ein Beweis, wo sich viele fragen, das ist aber interessant.
Dass dieser Austausch eines Dokuments, das ich habe, Corona hin oder her, so schwierig ist.
Und das ist das, was wir mittlerweile immer stärker feststellen und was eigentlich
eine politisch bedeutende Government-Monitor nochmal hochholt,
dass die Bürger und Bürgerinnen wirklich express des Werbes mittlerweile sagen,
wir erwarten, dass das, was digital von Unternehmen geboten wird,
jetzt nicht in den Farbspielen und mit Werbung, aber wir werben die Durchgängigkeit, die wir da kennen.
Da kriegen wir auch nicht von Online-Händlern gesagt, also das mit dem Lagerbestand
können wir jetzt nicht machen, es ist nach 13 Uhr und deswegen wissen wir das
nicht, aber wir würden dann demnächst mal mitteilen, ob es funktioniert.
Weil man das ja mittlerweile auch weiß, was geht. Und das ist etwas,
wo wir auch absichtlich das Wörtchen Nutzungslücke genommen haben,
damit man sieht, das muss man eben nicht einfach mit mehr Merbung für das,
egal von dem machen, sondern Stück für Stück.
Und zum anderen ist aber eine geboten, Denn die Erwartung ist da in der Leistungsfähigkeit
des Staates und ich erwarte genau das Gleiche.
Die reichen Bürger sagen uns aber auch, zu 64 Prozent ist meistens sehr anstrengend,
das mit der Verwaltung. Da geht man nicht gern hin.
Sie sollten aber so sein und sie sagen natürlich nicht, dass der Staat das Leben
leichter macht, das sagen noch 16 Prozent.
Und wenn das einem keine Sorgen macht, dann ist natürlich klar,
dass wenn wir über Nutzungslücke reden, wir ganz absichtlich ein starkes Wort
genommen haben, da muss man jetzt was tun,
denn das sind Leistungen, wo der Bürger daraus schließt, ob der Staat überhaupt was kann.