Christina Lang
Wir arbeiten nur auf Bundesebene, als eine Bundes GmbH können wir auch nur von
der Bundesverwaltung direkt beauftragt werden.
Wir sind vernetzt, beziehungsweise tauschen uns aus mit ganz schön vielen Akteuren
auf dem Wimmelbild. Ich weiß gar nicht, ob das Sinn macht, die jetzt alle aufzuzählen,
aber wir sind bei Next engagiert, wir tauschen uns mit der FITKO aus,
wir sprechen mit der Digitalakademie.
Wir haben auch gemeinsame Büroräumlichkeiten mit Next und der Digitalakademie,
aber auch GavTech Campus, Zendes, also verschiedene, sovereign tech fund,
verschiedene Akteure, die auch teilweise schon länger oder kürzer existieren
als wir, sind wir im Gespräch.
Das ITZ Bund war auch gerade bei der Gründung des Digitalsoft relativ eng mit einbezogen.
Ich glaube, so wie wir unsere Rolle verstehen, ist, in erster Linie entwickeln
wir strategisch relevante Softwareprodukte für die Bundesverwaltung selbst.
Für diese Projekte werden wir beauftragt von der Bundesebene,
aus den IT-Budgets der verschiedenen Ressorts.
Und wir haben einen Auswahlprozess, mit dem wir sicherstellen wollen,
dass die Lösungen, zu denen wir uns am Ende auch verpflichten,
für die wir Verantwortung übernehmen, dass das Produkte sind,
die einen gewissen strategischen Mehrwert auch bieten,
also die viele Menschen erreichen, die eine relevante Veränderung für Bürgerinnen
und Bürger bedeutet und die gleichzeitig vom Scope her zum einen so lösungsoffen sind,
dass wir wirklich nutzendenzentriert arbeiten können, das nicht eigentlich am
Anfang schon fest steht, was genau am Ende gebaut werden soll und die auch nicht
so komplex sind, dass wir die mit unserem noch relativ kleinen Team in den ersten
zwei Jahren auch verantworten können.
Und was wir sehen ist, also der initiale Gedanke war ja,
dass die Lösungen, die auch im OZG-Kontext entwickelt worden sind,
oder die Art und Weise, wie man über OZG nachgedacht hat, dass es am Ende,
dass die Nutzendenzentrierung häufig nicht im Mittelpunkt stand.
Und das war so ein bisschen die Kernfragestellung, mit der wir auch gestartet
sind und mit der wir uns immer wieder auseinandersetzen.
Was sind so strukturelle Hürden in der Art und Weise, wie die öffentliche Verwaltung
und gerade dann die Bundesebene, aber die dahinterliegenden Prozesse und Regularien
sind ja eigentlich für Länder und Kommunen ähnlich.
Wo muss sich strukturell was verändern, damit wir zu wirklich nutzender,
quasi nutzendezentrierter Softwareentwicklung kommen? Dass wir iterativ,
datengetrieben arbeiten können.
Und das probieren wir in einzelnen, konkreten Projekten aus.
Aber wir versuchen auch, weil wir eine interne Einheit sind,
die eng mit der Verwaltung zusammenarbeitet, wir versuchen auch,
das, was wir lernen, irgendwie für andere aufzubereiten und nachnutzbar zu machen
und dann wieder eben über so Organisationen wie Next oder,
dass wir viele Open Sourcen, dass wir auch Konzepte zur Verfügung stellen,
dass wir uns mit anderen Akteuren austauschen, die Erkenntnisse wieder anderen
zur Verfügung zu stellen.