ID und Wallets

Es wird heiß im eGovernment Podcast. Es wird sogar von Fackeln und Flammenwerfern gesprochen. Es geht um die Sinnhaftigkeit und die Hintergründe von ID-Wallets bzw. der ID-Wallet, Blockchain, eID und irgendwie allem drumherum. Es gibt wieder viel zu lernen, denn mit Manuel Atug und Christian Kahlo waren zwei ausgesprochene Experten zu Gast im eGovernment Podcast.

Kommentare  unter: https://egovernment-podcast.com/egov096-id-wallet/


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5 Gedanken zu „ID und Wallets

  1. Peter Onderscheka

    Tolle Folge, informativ und zum richtigen Zeitpunkt.

    Aber die Folge ist auch etwas kontrovers und man muss nicht an allen Punkten den Gästen folgen.
    Stellvertretend für die regelmäßigen Hörer:innen dieses Podcasts finde ich z.B., dass Online-Services der Verwaltung nicht die Spezialität der Gäste sind und dass die Kritik an Einzelbeispielen den Kern eher weniger trifft – was nicht bedeutet, dass es an dieser Stelle nicht viele gerechtfertigte Kritikpunkte gäbe.

    Jetzt aber zum Kernthema:

    Ich hätte an der ID Wallet „ergänzend“ andere Kritikpunkte. Ich finde es z.B. unmöglich, wie „Andi Scheuer“ hier bei der Presse vorgeprescht ist, um die App wenige Tage vor der Wahl raus zu hauen. Als es dann (aus Nutzersicht) tagelang einfach gar nicht funktionierte und nur unzureichende Fehlermeldungen gab, war durchweg Sendepause [Hörer:innen wissen jetzt wohl warum!]. Dann den Kritikern politische Agitation vorzuwerfen ist dreist.
    Was ich aber noch schlimmer finde: Man gibt eine App raus, der die Bürger ihre komplette digitale Brieftasche anvertrauen sollen. Statt hier „den guten Namen“ eines Ministeriums oder der Bundesregierung als Herausgeber zu nennen und damit dem Ganzen einen vertrauenswürdigen Anstrich zu geben, schickt man eine frisch gegründete und völlig unbekannte GmbH vor. Welche Naivität wird erwartet, um in eine solche App seinen Perso einzulesen, um an eine digitale Kopie seines Führerscheins zu kommen. Das ist ja wohl der Phishing-Musterfall für jede Sensibilisierungskampagne. Bei der Corona-Warnapp steht beispielsweise das Robert-Koch-Institut in den Anbieter-Angaben.

    Zurück zum Podcast:

    Ich habe die Vorgänge und die Akteure laufend auf Twitter verfolgt und insofern unterliege ich evtl. einem Bias, aber ich hatte beim Hören durchaus den Eindruck, dass die Ausführungen schon etwas geprägt waren, durch eine Lagerbildung und die ad-hominem-Argumentation der handelnden Personen auf der Seite der Verfechter der ID Wallet hat sicher die Stimmung weiter aufgeheizt.
    Darunter litt aber z.T. auch die objektive Information und Aufklärung im Podcast und das Gespräch driftete etwas in eine Rechtfertigung der eigenen Positionen ab, was verständlich ist, aber gar nicht nötig wäre. Sich auf die zweifelsohne hohe fachliche Kompetenz zu stützen hätte gereicht. Brandrodung hilft nicht im sachlichen Diskurs.

    Was ich mir stärker gewünscht hätte: Die eIDAS-Hintergründe ausführlicher erläutern, den ePerso mit eID einzuordnen und aufzuzeigen, was ohne Smartphone-Wallet möglich ist. Dann die berechtigte Frage stellen, was eine Übernahme ins Handy (analog zum Weg, den die Kreditkarte hinter sich hat) überhaupt bringt und dann auf mögliche technische Aspekte der Umsetzung (Secure Element, Zertifikat, SSI mit DLT …) einzugehen. Dann die Vorteile und Kritik erläutern oder noch besser die abschließende Bewertung den nun informierten Hörer:innen überlassen. Aber genau diese Idee wurde ja im Podcast geboren und insofern freue ich mich auf eine weitere Folge zum Thema – möglichst bald!

    Vielen Dank an Torsten und seine Gäste – wie immer ein Füllhorn an Infos, etwas Nerdkram und eine tolle Initiative.

    PS: Die gigantische Linkliste hält eine riesige Menge an weiterführenden Infos bereit

    1. Torsten Frenzel Beitragsautor

      Lieber Peter,
      zu nPA, eID und eIDAS möchte ich noch eine Sendung machen. Vielleicht zweigeteilt. Eine Sendung zur Historie und wie man den Personalausweis mit der eID schon seit einigen Jahren und auch jetzt neu, sehr gut einsetzen kann und eine Sendung zum Thema wie man das ganze Thema weiterentwickeln und retten kann ohne etwas neues erfinden zu müssen.
      Mal sehen wen ich zur Mitwirkung überzeugen kann.
      Viele Grüße
      Torsten

  2. Thomas

    Hi Torsten, Christian, Manuel,

    danke für den langen und ehrlichen Podcast. Mehrmals wurde angesprochen, dass Deutschland und Frankreich eine eID-Lösung entworfen haben, die Deutschland bereits implementiert und Frankreich bis 2022 implementieren wird. Die Lösung biete Vorzüge gegenüber den eID-Systemen in anderen Ländern (z.B. Belgien), und erfülle manche Anforderungen, die an die europäischen Fördergelder für blockchain-basierte Wallet-Lösungen geknüpft wurden (z.B. SSI).

    Habt ihr dazu vielleicht eine Quelle, die den Vergleich ausführlicher erläutert? Vielen Dank im Voraus.

    Beste Grüße
    Thomas

  3. Martin

    Interessanter Rund-Um-Schlag!
    Ja, gerne noch mehr zu guten alternativen Lösungsmöglichkeiten wie smart eID (im smartphone) mit secure element, fido und datensparsamer Identifikation (gerne nur mit Pseudonym) und der gezielten Verifikation von relevanten Attributen dieser Person ( wie „ist älter als 16 Jahre“ oder hat „seit mehr als 3 Jahren eine PKW-Fahrerlaubnis“ oder „erfüllt die heutigen Covid-19 3G Regeln des Landes BW“).
    Das Ausweisen und die Berechtigung zur Ausweisprüfung soll die „Gegenstelle“ (Polizei, Hotel, MitfahrerIn) mir natürlich auch nachweisen, bevor ich mich ausweise.
    Wenn das noch ohne Akku im Smartphone und offline funktioniert bin ich happy. 🙂
    Gruß, Martin
    PS: diese Seite hat ein Problem mit dem Captcha time-out (Ein Zurück allein hilft danach nicht). Ein Refresh Capture fehlt hier.

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